KHU seit 50 Jahren Stimme der hessischen Universitäten

Letzte virtuelle Sitzung im Jubiläumsjahr

2021/12/06

Die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) wurde vor 50 Jahren gegründet. Die KHU nimmt gemeinsam Stellung zu aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen in Hessen, aber auch auf nationaler und europäischer Ebene.

Mit der umfassenden Hochschulreform durch Verabschiedung des Hessischen Hochschul- und Universitätsgesetzes im Mai 1970 änderten sich die Rahmenbedingungen für die hessischen Hochschulen. So sah das Gesetz unter anderem die Einführung einer Präsidialverfassung und stärkere Mitbestimmungsrechte aller Statusgruppen vor. Am 14. Mai 1971 beschlossen die Präsidenten der Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Marburg, dass die bis dato hessische Rektorenkonferenz als Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) weiterbestehen bleiben solle. In der KHU sind damit nicht nur die Rektoren, sondern alle Mitglieder der als Kollegialorgane konzipierten Universitätspräsidien vertreten. Mit Gründung der Universität Kassel im Oktober 1971 sind alle fünf Universitäten des Landes Hessen Teil der KHU. Erster Sprecher der KHU war von 1971 bis 1973 der Präsident der TH Darmstadt, Prof. Dr. Helmut Böhme. Die Sprecher:innenschaft rotiert im Turnus von zwei Jahren zwischen den Mitgliedshochschulen.

„Die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien ist seit 50 Jahre eine starke Stimme der hessischen Universitäten“, so Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, der als Präsident der JLU Gießen seit 2009 Mitglied der KHU ist. „Die hessischen Universitäten haben sich gemeinsam in den vergangenen Jahren für die nachhaltige Stärkung in Hessen, für eine hohe Qualität in Lehre und Studium sowie für die zwingend erforderlichen Investitionen in die bauliche und digitale Infrastruktur der Universitäten eingesetzt. Ich kann der Politik nur dazu raten, auch weiterhin auf die Empfehlungen der KHU zu hören.“

Die KHU nimmt gemeinsam Stellung zu aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen in Hessen, aber auch auf nationaler und europäischer Ebene. Sie bringt sich ein in wissenschaftspolitische Debatten, um die Interessen der Universitäten im Sinne eines starken Wissenschaftsstandorts Hessen zu vertreten. „Auch im Jubiläumsjahr hat sich gezeigt, dass eine intensive Abstimmung der hessischen Universitäten für alle wertvoll und gewinnbringend ist – sei es bei der Gestaltung der Herausforderungen der Corona-Pandemie, zur Novellierung des hessischen Hochschulgesetzes oder bei der Umsetzung der Vereinbarungen aus dem hessischen Hochschulpakt 2021–2025.“ erläutert Professorin Dr. Tanja Brühl, Sprecherin der KHU.

KHU

Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU)

In der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) haben sich die fünf Universitäten des Landes Hessen zusammengeschlossen. Die Präsidien der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Universität Kassel und der Philipps-Universität Marburg tagen in regelmäßigen Abständen. Die in der KHU organisierten Universitäten nehmen gemeinsam Stellung zu aktuellen Entwicklungen der Hochschulpolitik insbesondere des Landes Hessen, aber auch zu bildungs- und forschungspolitischen Herausforderungen auf nationaler und europäischer Ebene. Das Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der fünf hessischen Universitäten zu sichern und auszubauen.

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