Führen durch Verbindung
TU-Präsidentin Tanja Brühl im Porträt in der „Zeit“
27.11.2025
Die Wochenzeitung DIE ZEIT widmet TU-Präsidentin Tanja Brühl ein ausführliches Porträt. Brühl war kürzlich zur Hochschulmanagerin des Jahres 2025 gewählt worden. Die Auszeichnung vergibt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) gemeinsam mit der ZEIT. Der Artikel zeichnet aus diesem Anlass das Bild einer Führungskraft, die auf Dialog, Offenheit und Augenhöhe setzt – und auf Vernetzung und Strategie.
Zu Wort kommen auch Kolleginnen und Kollegen, die beispielhaft auf verschiedene Momente der Zusammenarbeit blicken und Brühl als weitblickend, lösungsorientiert, verbindlich und klar in der Kommunikation beschreiben – Eigenschaften, die insbesondere in Zeiten knapper Ressourcen und komplexer Veränderungsprozesse gefragt sind.
Im Zentrum des ZEIT-Beitrags (wird in neuem Tab geöffnet) stehen Brühls strategische Initiativen, darunter die Allianz der Rhein-Main-Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Mainz sowie der Auf- und Ausbau von hessian.AI, dem Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz. Das Projekt vereint landesweit 13 Hochschulen und bündelt die KI-Kompetenz in Hessen. Die TU Darmstadt mit ihrer bereits vorhandenen Expertise in der KI-Forschung übernahm dabei eine führende Rolle. Das ZEIT-Porträt macht deutlich: Brühl erkannte früh das Potenzial des Themas KI und setzte auf Kooperation und strukturelle Stärke, um die Zukunftsfähigkeit der Universität zu sichern.
Neben technologischer Exzellenz betont das Porträt auch Brühls gesellschaftspolitischen Anspruch. Ihr gehe es um mehr als Forschungserfolge: Hochschulen müssten Verantwortung für gesellschaftlichen Zusammenhalt übernehmen. Dies spiegele sich auch im „Darmstadt-Spirit“ wider, einer Haltung, die Partizipation über alle Statusgruppen hinweg ermögliche: Entscheidungen sollten nachvollziehbar sein, auch wenn sie unbequem sind. Als Beispiel nennt der Artikel die mögliche Schließung zweier Institute, die gerade an der TU für Protest sorgt.
ZEIT-Autor Rudi Novotny zeichnet das Bild einer Präsidentin, die akademische Qualität und gesellschaftliche Verantwortung nicht als Gegensatz versteht. Vielmehr entwickelt Brühl ihre Hochschule entlang langfristiger Visionen weiter. Das umfasse auch Brühls Vorstellung von Lehre: zukunftsorientiert, dialogisch, interdisziplinär. Die Interdisziplinarität prägt die TU seit langem und begeisterte Brühl bereits 2019 bei der Amtsübernahme: „Deshalb habe ich mich ein bisschen in diese Universität verliebt.“
red