Mehr als finanzielle Förderung – 15 Jahre Deutschlandstipendium
Stimmungsvolle Stipendien- und Jubiläumsfeier in der Otto-Berndt-Halle
05.02.2026
Zum 15. Mal wurde an der TU Darmstadt das Deutschlandstipendium vergeben. 377 Studierende erhalten in der Förderperiode 2026/2027 für ein Jahr 300 Euro monatlich. Die feierliche Übergabe der Stipendien sowie die Jubiläumsfeier fanden gestern in der Otto-Berndt-Halle statt.
„Seit 15 Jahren steht das Deutschlandstipendium für mehr als finanzielle Förderung: Das Deutschlandstipendium leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Talenten und deren Vernetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft. Es zeigt neue Perspektiven und eröffnet Möglichkeiten, Fähigkeiten zu entdecken und Potenziale zu entfalten“, erklärte TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl. „Ich danke allen Fördernden herzlich für ihr Vertrauen in unsere Studierenden. In der lebendigen Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft entstehen Impulse für Veränderung – und die Grundlage, Zukunft gemeinsam zu gestalten.“
Das Deutschlandstipendium ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 15 Jahren engagieren sich Unternehmen, aber auch Stiftungen, Vereine und Privatpersonen mit dem Deutschlandstipendium für Studierende. Über die Jahre waren das 34 Privatpersonen, 232 Unternehmen, 39 Stiftungen und Vereine sowie Hunderte Gemeinschaftsspender. Zusammen haben sie 5.081 Deutschlandstipendien vergeben. Das entspricht einer Fördersumme von 18.291.600 Euro, inklusive der finanziellen Förderung durch den Bund.
Ein Grund für den Erfolg dürfte sein, dass alle gewinnen: Studierende erhalten finanzielle und ideelle Unterstützung – sie können Beziehungen für die spätere Karriere aufbauen. Die TU knüpft Partnerschaften mit Wirtschaft und Gesellschaft. Die Stipendiengebenden können sich durch ihre Beteiligung am Deutschlandstipendium als attraktive Arbeitgebende präsentieren: Viele Fördernde bieten interessierten Stipendiat:innen auch ideelle Unterstützung, Beratung, Schulterblicke, fachlichen Austausch – kurz: die Gelegenheit zur Vernetzung. Das zahlt sich aus.
Bei der Stipendienfeier berichtete Ümran Orak, ehemaliger Deutschland-Stipendiat aus dem Jahr 2014/15, wie die Förderung und Vernetzung seinen beruflichen Weg beeinflusst haben. Die ehemalige Stipendiatin Annika Christensen schloss sich dem an. Sie wird sich nun selbst als Förderin engagieren.
Besonderer Dank galt an diesem Abend den vielen Fördernden, die sich seit der ersten Stunde beteiligen.
Insgesamt 103 Fördernde brachten in diesem Jahr gemeinsam die Hälfte der Fördersumme auf; der Bund beteiligt sich mit der gleichen Summe.
mho
Das Deutschlandstipendium an der TU Darmstadt
Mit dem Deutschlandstipendium will die Bundesregierung den Grundstein für eine neue, starke Stipendienkultur in Deutschland legen. Das Stipendienprogramm wurde im Jahr 2011 gestartet und funktioniert nach dem Prinzip „halbe-halbe“: Die Hälfte der monatlichen Zuwendungen, 150 Euro, kommt vom Bund, für die andere Hälfte muss die TU Darmstadt Financiers wie Stiftungen, Privatpersonen und Unternehmen finden.