TU-Professor Hasse mit Leibniz-Preis ausgezeichnet

Laudatorin würdigt visionäre Forschung für klimaneutrale Energie der Zukunft

2026/03/19

TU-Professor Christian Hasse hat gestern (18. März) einen Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entgegengenommen. Die mit 2,5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung gilt als wichtigster deutscher Forschungspreis. Hasse erhielt den Preis für seine herausragende Arbeit im Bereich der reaktiven Thermofluiddynamik. Seine Arbeiten erschließen neue wissensbasierte Wege für eine klimaneutrale Energiezukunft.

Professor Christian Hasse erhält den Leibniz-Preis von DFG-Präsidentin Professorin Katja Becker

Hasses visionäre Grundlagenforschung ebne den Weg für bahnbrechende Innovationen in der Energieforschung, sagte DFG-Präsidentin Professorin Katja Becker in ihrer Laudatio. Die Entwicklung neuartiger Verbrennungsprozesse auf Basis kohlenstoffreier Energieträger sei ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung der Zukunft. „Christian Hasse treibt die ingenieurwissenschaftliche Grundlagenforschung dazu an den Schnittstellen von Thermofluiddynamik, Hochleistungsrechnen, Materialwissenschaften und Chemie meisterhaft voran und verbindet sie virtuos mit praktischer Anwendung“, betonte Becker. Seine Ansätze hätten weltweit Maßstäbe gesetzt in der prädiktiven Beschreibung von kohlenstofffreien Verbrennungsprozessen für Prozessbewertungen und technische Umsetzungen.

Neben Hasse wurden sechs weitere Wissenschaftler und drei Wissenschaftlerinnen mit dem Leibniz-Preis geehrt. Die feierliche Preisverleihung fand vor geladenen Gästen im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt und wurde live übertragen. Die DFG hatte die zehn Preisträger im Dezember 2025 bekanntgegeben.

Als Ingenieur erforscht Hasse, wie Turbulenz die Struktur und Stabilität von Wasserstoffflammen beeinflusst. An der TU Darmstadt arbeitet der Maschinenbau-Professor an der Modellierung und Simulation innovativer Energieumwandlungsprozesse. Der Fokus seiner aktuellen Forschung liegt auf Wasserstoff und Metallen als kohlenstofffreie Energieträger. Als Initiator und Leiter des interdisziplinären Verbundprojekts „Clean Circles“, das mehr als 20 Principal Investigators vereint, treibt er dieses dynamisch wachsende Forschungsfeld maßgeblich voran. Seine internationale Spitzenstellung belegt auch ein 2024 eingeworbener ERC Advanced Grant für das Projekt „A-STEAM“ („Aluminum steam combustion for clean energy“), in dem Hasse die thermofluiddynamischen Grundlagen für die Reaktion von Aluminiumpartikeln mit Dampf erforscht.

„Leuchtendes und inspirierendes Beispiel“

Die Präsidentin der TU Darmstadt, Professorin Tanja Brühl, hatte bei der Bekanntgabe im Dezember Hasses Arbeit als „leuchtendes und inspirierendes Beispiel für unsere Mission als Technische Universität“ gewürdigt. „Mit seiner Forschung erschließt er Neuland für die Welt von Morgen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Bearbeitung der großen Veränderungsaufgaben für eine klimaneutrale Energiezukunft– getragen von großer Neugier und lebendiger interdisziplinärer Kooperation“, sagte sie über den Preisträger.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG an in Deutschland arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen verliehen. Pro Jahr können bis zu zehn Preise mit einer Preissumme von jeweils 2,5 Millionen Euro verliehen werden. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger waren vom zuständigen DFG-Ausschuss aus 144 Vorschlägen ausgewählt worden. Mit dem Preisgeld sollen unter anderem die Forschungsmöglichkeiten der Ausgezeichneten erweitert werden. Die Preisträgerinnen und Preisträger können es bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden.

mih

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