TU Darmstadt wirbt 210 Millionen Euro Drittmittel ein

Zuwächse bei EU-Förderung, LOEWE und industrieller Gemeinschaftsforschung

25.03.2026

Die TU Darmstadt hat im vergangenen Jahr Drittmittel in Höhe von insgesamt rund 210,3 Millionen Euro eingeworben. Damit ist es gelungen, das hohe Drittmittelniveau leicht wachsen zu lassen – in Zeiten generell rückläufiger Drittmittel. Das positive Ergebnis unterstreicht die Leistungsfähigkeit der TU Darmstadt.

„Ich freue mich sehr, dass es uns auch 2025 gelungen ist, als TU Darmstadt mit unserer leistungsstarken Forschung in vielfältigen wettbewerblichen Formaten zu überzeugen“, so TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl. „Ich danke allen Wissenschaftler:innen unserer Universität herzlich für ihre erfolgreiche Arbeit an innovativen und zukunftsweisenden Projekten – sowohl in der Grundlagen- als auch der anwendungsorientierten Forschung. Mein herzlicher Dank gilt auch den Kolleg:innen aus den wissenschaftsunterstützenden Bereichen in allen Teilen der TU. Ihr beindruckendes Engagement ist wesentlicher Teil unseres gemeinsamen Erfolges.“

Ich danke allen Wissenschaftler:innen unserer Universität herzlich für ihre erfolgreiche Arbeit an innovativen und zukunftsweisenden Projekten – sowohl in der Grundlagen- als auch der anwendungsorientierten Forschung.

TU-Präsidentin Tanja Brühl

Als Drittmittel werden finanzielle Mittel bezeichnet, die eine Hochschule über ihre Grundfinanzierung durch Land und Bund hinaus von dritter Seite einwirbt. In der Regel sind diese Gelder projekt- oder bereichsbezogen und befristet. Die Höhe der Drittmittel gilt als wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit und Forschungsstärke einer Universität, wie Professor Matthias Oechsner, Vizepräsident für Forschung der TU Darmstadt, erläutert: „Es ist ein eindrückliches Signal, dass wir als TU Darmstadt in Zeiten rückläufiger Bewilligungsquoten die Summe der eingeworbenen Drittmittel leicht steigern konnten. Unsere ausgewiesenen Stärken als Technische Universität bringen wir mit großem Engagement ein in die Kooperation mit unseren Partner:innen im Verbund der Rhein-Main-Universitäten. Indem wir unsere komplementären Profile verbinden, entstehen neue Lösungen und Veränderungen für übermorgen. Von den großartigen Chancen und Potentialen dieser Vernetzung wollen wir im April auch die Gutachtenden im Wettbewerb um den Status eines Exzellenzverbundes überzeugen.“

Der mit Abstand größte Drittmittelgeber war wie schon 2024 der Bund mit 69,8 Millionen Euro (minus 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr), gefolgt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 52,9 Millionen Euro (minus 5,6 Prozent). 33,2 Prozent der Drittmitteleinnahmen der TU stammen aus dem Etat des Bundes, 25,1 Prozent aus dem der DFG. Der Rückgang der DFG-Fördermittel für die TU Darmstadt spiegelt einen generellen Trend wider. Die Förderquoten der Forschungsgemeinschaft bei den Anträgen aller Universitäten sind seit einigen Jahren rückläufig. Besonders stark ist der Rückgang in der Einzelförderung im Bereich der Naturwissenschaften, der für die TU Darmstadt traditionell wichtig ist. Von diesem Trend ist auch die TU Darmstadt betroffen.

Eine wichtige Ursache für den Anstieg der TU-Drittmitteleinnahmen war die Förderung durch die Europäische Union, die sich gegenüber dem Vorjahr um rund 75,6 Prozent auf nunmehr 26,1 Millionen Euro erhöhte. Dies entspricht 12,4 Prozent des gesamten Drittmittelaufkommens. Der Zuwachs ist vor allem auf die prestigeträchtigen ERC Grants, die von TU-Forschenden koordinierten Verbundprojekte und Promotionsprogramme (Doctoral Networks) der Marie Skłodowska-Curie Actions sowie die EU-Strukturförderung zurückzuführen.

Neben Mitteln von EU, Bund und DFG sind die LOEWE-Fördermittel des Landes Hessen eine weitere bedeutende Position im Drittmittelaufkommen der TU Darmstadt. Auch hier war die Entwicklung erfreulich: Die Einnahmen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 15,7 Millionen Euro, ein Plus von rund 14,1 Prozent gegenüber 2024. Die Mittel stammen aus den Verbundforschungsprogrammen der LOEWE-Schwerpunkte und -Zentren sowie aus Einzelförderungen in den Förderlinien LOEWE-Exploration, LOEWE-Spitzen-, Start- und Transferprofessuren.

Einen großen Drittmittelzuwachs konnte die TU zudem bei Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung und aus Mitteln der AIF Allianz für Industrie und Forschung verbuchen. Insgesamt wurden hier Projekte mit einem Fördervolumen in Höhe von 4,5 Millionen Euro eingeworben – ein Plus von 40,8 Prozent. Dieser Posten macht 2,1 Prozent des Drittmittel-Portfolios aus.

Die Industrie förderte zudem gemeinsame Projekte mit der TU mit rund 27,5 Millionen Euro (minus 3,6 Prozent, Anteil von 13,1 Prozent an den Gesamt-Drittmitteleinnahmen). Weitere Vorhaben mit externen Partnern schlugen mit rund 13,7 Millionen Euro zu Buche (minus 5,9 Prozent, Anteil von 6,5 Prozent an den Gesamt-Drittmitteleinnahmen).

sip