Gemeinsam in Europa

Unite! – Von der Vision zur starken Allianz

08.05.2026

Die TU Darmstadt feiert den Europatag und damit eine ihrer stärksten Allianzen – Unite! Was 2019 als Idee in Darmstadt begann, ist mittlerweile eine gefestigte Hochschulallianz mit eigenständigem Profil und dem Ziel, zu einem resilienten und lebendigen Europa beizutragen. Zum Europatag 2026 werfen wir einen Blick auf die bisherigen Erfolge und weiteren Vorhaben.

Europawochen 2026 an der TU Darmstadt

2019 fand das Kick-off-Meeting von Unite! an der TU Darmstadt statt. Neben der TU Darmstadt als Koordinatorin gehörten der Allianz damals sechs Partneruniversitäten an: Aalto University (Finnland), KTH Royal Institute of Technology (Schweden), Grenoble INP-UGA (Frankreich), Politecnico Di Torino (Italien), Universitat Politècnica de Catalunya (Spanien) und Universidade de Lisboa (Portugal). Unite! gehörte somit zu den ersten der 17 geförderten Hochschulallianzen der ersten Ausschreibung des Programms Erasmus+.

Sechs Jahre lang stand TU-Präsidentin Tanja Brühl Unite! als Präsidentin vor. Unter ihrer Leitung machte Unite! entscheidende Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen und wirkungsvollen Europäischen Universitätsallianz: Die Allianz wuchs von sieben auf neun Mitgliedsuniversitäten (neu hinzu kamen die Politechnika Wrocławska (Polen) und die TU Graz (Österreich)), erste gemeinsame Studienprogramme wurden etabliert, und ambitionierte Initiativen wurden umgesetzt, darunter der Unite! Seed Fund, das Visiting-Professorship-Programm, der Unite! Metacampus und hochschulübergreifende Lehrangebote.

Professorin Tanja Brühl ,
Präsidentin der TU Darmstadt

Vor sieben Jahren war Unite! nur eine Idee. Heute ist es eine beständige Allianz mit Strahlkraft weit über unsere Regionen hinaus.

Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt
Bild: Katrin Binner

„Vor sieben Jahren war Unite! nur eine Idee. Heute ist es eine beständige Allianz mit Strahlkraft weit über unsere Regionen hinaus“, sagt TU-Präsidentin Brühl. „Unser ganzheitlicher Ansatz wird auch künftig Wirkung entfalten. Unite! bietet herausragende Chancen für Studierende, Forschende in allen Karrierestufen und Mitarbeitende. Wir verbinden exzellente, innovative Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz. Mein Dank gilt allen Uniters, die unsere Allianz mitgestalten – mit ihrem beeindruckenden Engagement und ihrer Überzeugung.“

Unite! heute

Die Allianz verzeichnet neun gemeinsame EU-Projekte und 57 Seed-Fund-Projekte mit rund 200 beteiligten Wissenschaftler:innen. Außerdem sind über 100 Kurse von Unite!-Universitäten für die gesamte Allianz entstanden sowie neun Unite! Joint Programmes und 30 Kurse im Unite!-Weiterbildungsprogramm für Mitarbeitende mit 2.350 Teilnahmen. Pro Jahr finden mittlerweile rund 2.000 Studierendenmobilitäten (physisch, hybrid, virtuell) statt.

Unite! hat sich zu einem Impulsgeber für zukunftsweisende europäische Hochschulbildung entwickelt – mit nachhaltiger Wirkung in Lehre, Forschung und Innovation. Die Zusammenarbeit soll die Wirkung der Allianz weiter stärken, insbesondere mit Blick auf den kommenden europäischen Förderrahmen 2028–2034.

Im Herbst 2025 übergab Brühl nach sechs Jahren engagierter Leitung die Präsidentschaft an Vivien Quéma von Grenoble INP-UGA. Quéma wurde von der Unite! Assembly einstimmig gewählt. Seine Vision, die er gemeinsam mit den Rektor:innen entwickelte und beim Unite! Academic Forum präsentierte, zielt darauf ab, die ambitionierte Arbeit seiner Vorgängerin fortzuführen – und Unite! weiterzuentwickeln: von einem Erasmus+-Projekt hin zu einer dauerhaften, wirksamen Europäischen Universitätsallianz.

„Die Europäischen Hochschulallianzen zeigen, wie Europa im Alltag von Hochschulen grenzüberschreitend und konkret Gestalt annimmt: durch gemeinsame Studienangebote, neue Mobilitätsformate und eine engere Zusammenarbeit in Forschung, Innovation und Transfer. Die Allianzen sind dabei wichtige Impulsgeber für die Transformation des europäischen Hochschulraums. Zugleich fördern sie durch ihre enge Kooperation auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa. Wir freuen uns daher, dieses Engagement im Mai anlässlich des Europatages erneut sichtbar zu machen“, sagte DAAD-Präsident Professor Joybrato Mukherjee. mho

Europäische Hochschulallianzen

Die Europäischen Hochschulallianzen sind grenzüberschreitende Hochschulverbünde, die gemeinsam innovative Lehr- und Lernformate sowie neue Kooperationsformen bei Bildung, Forschung, Third Mission und Technologietransfer entwickeln. Aktuell fördert die EU nach fünf Ausschreibungsrunden im Erasmus-Programm 73 Allianzen in 36 Ländern mit fast 650 beteiligten Hochschulen. 75 deutsche Hochschulen sind an 66 Europäischen Allianzen beteiligt – so viele wie aus keinem anderen EU-Land.

Im Herbst 2025 veröffentlichte die EU eine sechste Ausschreibung für eine zweijährige Anschluss-Förderung. Bis Anfang März 2026 hatten europäische Hochschulen die Möglichkeit, sich zu bewerben. Die Bekanntgabe der Ergebnisse soll im Juli erfolgen.