Europas Wettbewerbsfähigkeit braucht starke Universitäten

Unite! fordert Erhalt von Hochschulbildung im ECF

13.05.2026

Das Executive Board von Unite! veröffentlicht ein Statement mit der Forderung, Verweise auf Hochschulbildung und European Universities Alliances in der Verordnung zum European Competitiveness Fund (ECF) beizubehalten.

Unite! fordert die Mitglieder des Europäischen Parlaments auf (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet), die derzeit im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE-Ausschuss) des Europäischen Parlaments diskutierten Änderungen an der Verordnung zum European Competitiveness Fund (ECF) erneut zu prüfen.

Die aktuell im ITRE-Ausschuss diskutierten Änderungen – insbesondere die Kürzung von Erwägungsgrund 21 sowie die Streichung von Artikel 30 – würden sämtliche ausdrücklichen Verweise auf Hochschulen und European Universities Alliances entfernen. Dadurch würden European Universities Alliances künftig von der Förderfähigkeit strategischer Investitionen ausgeschlossen, obwohl sie eine zentrale Rolle bei der Stärkung des Europäischen Bildungsraums, des Europäischen Hochschulraums und des Europäischen Forschungsraums spielen.

Die Streichung von Verweisen auf Hochschulbildung aus der ECF-Verordnung würde:

  • Europas Fähigkeit verringern, auf den kritischen Fachkräftemangel zu reagieren, der im Letta-Report und im Draghi-Report hervorgehoben wird – obwohl European Universities Alliances in einer einzigartigen Position sind, hochqualifizierte Aus- und Weiterbildungsangebote in großem Maßstab bereitzustellen.
  • Die Verbindung zwischen industriellen Investitionen und Europas Talent- und Innovationsökosystemen schwächen (ebenfalls ein zentraler Punkt im Draghi-Report) – obwohl European Universities Alliances als Innovationszentren Hochschulen mit ihren regionalen Ökosystemen vernetzen: Kommunen, KMU, große Unternehmen, Start-ups, NGOs, Schulen, Bürgerinnen und Bürger sowie zivilgesellschaftliche Akteure.
  • Den Druck auf das Erasmus+-Budget erhöhen – zu einem Zeitpunkt, an dem das Programm bereits mit sinkenden Mitteln für den Hochschulbereich konfrontiert ist.

Diese Faktoren würden Europas Fähigkeit erheblich schwächen, die Kompetenzen, Talente und Innovationsökosysteme zu entwickeln, die notwendig sind, um global wettbewerbsfähig zu bleiben.

Unite! fordert die Mitglieder des Europäischen Parlaments daher nachdrücklich auf:

  • Erwägungsgrund 21 einschließlich des Verweises auf University Alliances beizubehalten und damit sicherzustellen, dass Kompetenzentwicklung, Hochschulbildung sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiterhin als wesentliche Bestandteile von Europas Wettbewerbsfähigkeit anerkannt werden.
  • Artikel 30 einschließlich des Verweises auf Hochschulbildung zu erhalten und damit die rechtliche Grundlage für eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrie zu sichern.

European Universities Alliances zählen zu den erfolgreichsten Instrumenten der EU für tiefgreifende institutionelle Transformation, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Talentförderung und die beschleunigte Verwertung von Forschungsergebnissen. Ihr Ausschluss aus der ECF-Verordnung wäre ein strategischer Rückschritt – gerade in einer Zeit, in der Europa seine Investitionen in Wissen, Kompetenzen und Innovation stärken und nicht schwächen muss.

Unite! appelliert an die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Europas langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, indem Hochschulbildung und European Universities Alliances ausdrücklich Bestandteil der ECF-Verordnung bleiben. Unite!