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Während weltweit um die 100 Millionen Menschen soziale Chatbots nutzen, um mit ihnen emotionale Beziehungen zu führen, nutzen etwa 3,2 Milliaren Menschen allgemeine LLM-basierte Chatbots, und auch dabei geht es oft um Gefühle, seien es eigene Stimmungsschwankungen oder Unsicherheiten in Liebesbeziehungen. Bevor empirisch zu untersuchen ist, wie sich diese Praktiken mittel- bis langfristig auf unsere Emotionalität auswirken werden, ist konzeptionell zu klären, worin diese Veränderungen bestehen könnten. Eine Hypothese lautet, dass neue Emotionstypen entstehen könnten. In dem Vortrag wird vor dem Hintergrund der allgemeineren Diskussion zu „Neo-Emotions“ erörtert, inwiefern das möglich ist. „Nostalgie“ etwa ist heute ein bekanntes Phänomen, tauchte aber erst im 17. Jahrhundert als Begriff auf. In der Umweltethik versucht man, den Begriff der „Solastalgia“ zu etablieren. Könnte sich ein interpersonal übergreifendes, als Disposition stabiles, emotionales Phänomen in Bezug auf Emotionen simulierende KI-Avatare entwickeln, das begrifflich präzisiert Eingang in unser Selbstverständnis findet? 

When?

June 10, 2026, 18:05-19:45

Where?

Gebäude S1|03 Raum 223, Hochschulstraße 1, 64289 Darmstadt

Gebäude S1|03 Raum 223, Hochschulstraße 1, 64289 Darmstadt

Organiser

Prof. Dr. Eva Weber-Guskar, Ruhr-Universität Bochum

annette.ripper@tu-darmstadt.de
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