TU Darmstadts Asia Office an der NCKU feiert einjähriges Bestehen

Feierlichkeiten zum Jubiläum des Verbindungsbüros in Taiwan

18.05.2020

Gruppenfoto bei den Feierlichkeiten mit Büroleiterin Claudia Finner, NCKU Präsidentin Dr. Huey-Jen Jenny Su (2. und 3. von links) und Prof. Hsiao-Wen Wang, NCKUs Vizepräsidentin für Internationales (5. von links)

Das Asien-Verbindungsbüro der TU Darmstadt und die Partneruniversität NCKU in Tainan blickten in diesen Tagen auf allerlei Erwähnenswertes zurück: Seit dem ersten Partnerschaftsvertrag 1987 verwirklicht sich die Kooperation in studentischen Austauschprogrammen und wissenschaftlicher Zusammenarbeit, unter anderem durch Vermittlung zwischen dem Taiwan Comprehensive University System (TCUS) und der TU9 Allianz technischer Universitäten in Deutschland. Die TU ist dabei die erste deutsche Universität, die ein Verbindungsbüro in Taiwan unterhält.

“Die Partnerschaft mit der NCKU ist enorm wertvoll für die TU Darmstadt. Das Büro hat sich sehr bewährt, es gab viele neue Impulse und durch die enge Kooperation mit der NCKU vergrößert sich für beide Partner das internationale Netzwerk”, sagte Professorin Tanja Brühl, Präsidentin der TU Darmstadt. Auch die Feierlichkeiten zum einjährigen Bestehen dienten diesem Zweck. Am 7. Mai wurde mit dem Industriepartner Bosch Taipeh ein Future Leadership Scholarship Programm geplant, bestehend aus Studienaustausch, Praktikum und finanzieller Förderung. Auch mit dem Fachbereich Materials Science and Optoelectronic Science ist eine Kooperation und ein Austauschprogramm in Planung. NCKU Präsidentin Jenny Su lobte die TU Darmstadt als zukunftsgerichteten und verantwortungsvollen Partner. Sicherlich werde die Partnerschaft noch weitere Jubiläen erleben.

Das Verbindungsbüro ist Anlaufpunkt für viele Beteiligte und bildet Brücken vor Ort. “Durch das Verbindungsbüro – übrigens bisher das einzige einer deutscher Uni in Taiwan – können in persönlichen Gesprächen und Beratungen passgenaue Kontakte gefunden und bestehende Beziehungen intensiviert werden. Das verschafft uns einen großen Vorteil in unserer Internationalisierungsstrategie“, sagte Claudia Finner, Leiterin des Büros seit September 2019. Für die taiwanischen Studierenden wurden Angebote wie ein interkulturelles Training und ein Deutschkurs veranstaltet, und im Kurs „Deutsche Kultur“ stehen Lehrveranstaltungen, die über Studienmöglichkeiten in Deutschland informieren, im Curriculum.

Marc Henneberger vertritt seinen Fachbereich Maschinenbau
Architekturstudent Caleb Mehari bei der Posterpräsentation

Natürlich können sich auch ihre Kommilitonen von der TU, die gerade ihr Austauschsemester an der NCKU verbringen, mit Fragen an das Büro wenden. Bei der Posterpräsentation am 8. Mai zeigten diese sich durchweg begeistert von der Offenheit und Hilfsbereitschaft, sowie von der Kultur und Natur des Gastlandes. „Man hat zwar durch die Sprache vielleicht Startschwierigkeiten, aber die Menschen sind so hilfsbereit und zuvorkommend, dass das alle Probleme wieder ausgleicht“, sagte Elvira Khamenok, Masterstudentin aus dem Fachbereich Maschinenbau.

Da Taiwan die Ausbreitung des Virus Sars-CoVid-19 bisher gut unter Kontrolle hat, können aktuell fünf TU-Studierende ihren Austausch an der NCKU mit wenigen Einschränkungen erleben und sogar reisen: “Auch außerhalb der Uni gibt es in Taiwan viel zu entdecken. Man kann viele Reiseziele leicht erreichen, tolle Natur sehen – sowohl Berge als auch atemberaubende Küstenlinien“, erzählt Jens Grünwald, Master Informatik. Trotz der vielen Vorlesungen nutzt er fast jedes Wochenende, um verschiedenste Orte in Taiwan zu entdecken.