Ja zu internationaler Mobilität

TU-Studierende planen Auslandsaufenthalte trotz Corona

10.11.2020

Mehr als 200 TU-Studierende planen im Sommer 2021 ein Auslandssemester. Das Referat für Internationale Beziehungen und Mobilität unterstützt sie dabei. Zweimal in der Woche beraten studentische Hilfskräfte und die Länderreferentinnen des Referats via zoom – und geben differenzierte Antworten zur dynamischen globalen Lage. Die Bewerbungsfrist für einen Auslandsaufenthalt im Studienjahr 2021/22 endet am 30. November.

Die Bedeutung internationaler Kooperationen und der Austausch mit Universitäten weltweit hat auch in Zeiten von Corona nichts an Bedeutung und Reiz eingebüßt. Das Interesse von Lehrenden, wissenschaftlichem Personal und Studierenden ist ungebrochen groß, lediglich die Form des Austausches wandelt sich. Das gilt auch für die konkrete Zusammenarbeit: Ein Flug etwa in die USA, um dort an der Partneruniversität University of Texas at San Antonio an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen, ist vorerst passé. Stattdessen werden neue kommunikative Lösungen gesucht und gefunden.

Was bedeutet das für den Studierendenaustausch? Passen die Corona-Pandemie und ein Studium an einer Partneruniversität überhaupt zusammen? „Ja und nein“, sagen die vier Referentinnen des Referats Internationale Beziehungen und Mobilität, die sich um die Outgoings der TU Darmstadt kümmern. Da sind zum einen die Hürden und Risiken: Einige Partneruniversitäten in Amerika und Asien, aber auch in Europa, haben das aktuelle Wintersemester für Austauschstudierende komplett storniert – unter anderem, weil sie nicht vollumfänglich die virtuelle Kapazität an Vorlesungen und Seminaren vorhalten. Einige Länder wiederum haben einen Einreise-Stopp verhängt. Zudem sagen Studierende ihre geplanten Aufenthalte ab, weil sie keine Planungssicherheit haben, nicht auf Kosten für die Wohnung oder den Flug sitzenbleiben möchten und weil sie das Risiko eines Lockdowns oder einer Erkrankung in einem fremden Land weitab von zu Hause nicht eingehen wollen. Bisher haben 230 Studierende ihren Aufenthalt im akademischen Jahr 2020/21 annulliert. Eine Entscheidung, die wohl in jedem Einzelfall sehr schwer gefallen ist und lange abgewogen wurde.

Gleichwohl befinden sich derzeit in Amerika und Asien-Pazifik noch 20 Studierende, die eine längeren Aufenthalt geplant hatten. Sie stehen im ständigen Kontakt mit ihrer Ansprechpartnerin im Referat Internationale Beziehungen und Mobilität. In Europa haben 310 Studierenden einen Auslandsaufenthalt angetreten oder planen, dies noch zu tun.

Virtuelles Lehrprogramm

Trotz allem – ein Austauschsemester kann mit guten Gründen erwogen werden. In Zeiten von Corona bedeutet das die Teilnahme an einem virtuell oder hybrid organisierten Lehrprogramm aus Präsenzveranstaltungen und digitalen Vorlesungen und Seminaren. Bei Partneruniversitäten auf anderen Kontinenten müssen sich Studierende der TU bei synchron angebotenen Veranstaltungen auf einen anderen Arbeitsrhythmus einstellen: Ein Seminar etwa an der Tongji-Universität in Shanghai muss während des digitalen Auslandssemesters auch mal um 5.00 Uhr morgens am PC verfolgt werden. Allerdings gibt es auch asynchrone Angebote, damit Austauschstudierende, die in anderen Zeitzonen wohnen, zu „ihrer“ Tageszeit das Seminar aufrufen können.

Für aktuelle wie potentielle Outgoings bieten die Referentinnen des Referats für Internationale Beziehungen und Mobilität regelmäße Zoom-Veranstaltungen an. Dabei werden neben der Diskussion der aktuellen Lage auch praktische Tipps für die Planung des Auslandsaufenthaltes gegeben.

Mittlerweile ist das Angebot um eine Online-Sprechstunde erweitert: Jeweils Dienstagnachmittags und Donnerstagvormittags können Studierende ihre Fragen zu einem (geplanten) Auslandsstudium mit den studentischen Hilfskräften und den Referentinnen persönlich klären. Die Sprechstunde wird von den Studierenden gut angenommen. Auch wenn das Team keine hundertprozentige Planungssicherheit zusagen kann, so ist es doch über die aktuellen Entwicklungen an den internationalen Partneruniversitäten bestens informiert – und auch die Kooperationspartner sind hochengagiert und betonen, wie wichtig gerade jetzt eine gute Kooperation ist; sie tun alles dafür, das Sommersemester 2021 wenigstens virtuell zu öffnen.

Derzeit planen noch 185 Studierende der TU Darmstadt, im Sommersemester 2021 an einer europäischen Partneruniversität zu studieren. Einen Aufenthalt in Amerika und Asien-Pazifik planen 81 Studierende. Einige Partneruniversitäten offerieren für diese Zeit bereits ein breites Angebot an Online-Kursen, an denen die Studierenden der TU teilnehmen können und die auch digitale Kontakte mit Studierenden der Gastuniversität beinhalten. Für diese Option haben sich bereits TU-Studierende entschieden, um erste Erfahrungen der interkulturellen Zusammenarbeit machen zu können, auch wenn Reisen noch eingeschränkt ist.

Daten, Fakten, Ansprechpartnerinnen

Online-Sprechstunde für Studierende: jeden Dienstag 14-15 Uhr und Donnerstag 10-11 Uhr

Service und Beratung auf den Webseiten der TU Darmstadt

Ansprechpartnerinnen:

- Europa: Corinna Caspar-Terizakis und Sabine Roos,

- Asien und Pazifik: Dagmar Bergwitz; Kontakt:

- Nord- und Lateinamerika: Julia Fitzthum; Kontakt: