UNITE! Virtual Research Encounter

Gemeinsames Kolloquium zweier UNITE!-Partner

25.09.2020

Die Nachwuchsgruppe SEE-URBAN-WATER vom Institut für Angewandte Geowissenschaften am Fachbereich Material- und Geowissenschaften der TU Darmstadt hat in einem Research Encounter angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zweier UNITE!-Partner – TU Darmstadt und der Universidade de Lisboa (ULisboa) – zusammengebracht. “Roofs, walls and open space – Green Infrastructures and Nature-based Solutions in urban areas” soll eine Plattform zum Austausch über laufende Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten sein sowie zu einem interdisziplinären und internationalen Diskurs darüber einladen. Im Interview geben die beiden Organisatoren, TU-Professor Jochen Hack und Professorin Cristina Matos Silva von ULisboa, einen Rückblick auf das erste Kolloquium dieser Art.

Der Research Encounter fand aussschließlich virtuell statt (Symbolbild).

Professor Hack, Leiter des Fachgebiets Ingenieurökologie und der BMBF-geförderten Nachwuchsgruppe SEE-URBAN-WATER, hat sich im Vorfeld des gemeinsamen Kolloquiums gezielt nach einer Person mit ähnlichen Forschungsinteressen umgesehen. An der ULisboa ist er mit Professorin Cristina Matos vom Instituto Superior Técnico und der Forschungsgruppe Green Infrastructure fündig geworden. Aus beiden Forschungsgruppen haben sich jeweils drei Studierende bereiterklärt ihre aktuellen Forschungsarbeiten vorzustellen. Rund 40 Studierende haben als Zuhörerinnen und Zuhörer virtuell am Research Encounter teilgenommen.

Was hat Sie motiviert diese Veranstaltung ins Leben zu rufen?

Professor Hack: Das Veranstaltungsformat „Research Encounter“ habe ich im Rahmen meiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der TU Darmstadt für meine Forschungsgruppe und Studierenden in den vergangenen zwei Jahren als eine wiederkehrende Plattform zum Austausch über laufende Forschungs- und Abschlussarbeiten etabliert. Das spezielle Veranstaltungsformat stieß auf großes Interesse bei unseren Studierenden und bietet eine sehr gute Möglichkeit Schnittstellen unter verschiedenen, aber den gleichen Themenbereich oder Kontext behandelnden, Arbeiten zu identifizieren und Studierende auf der Suche nach einer Aufgabenstellung für Abschlussarbeiten zu informieren. Mit dem UNITE! Virtual Research Encounter wurde nun das Format zum ersten Mal als Austauschs- und Vernetzungsinstrument zwischen zwei Forscher- bzw. Studierendengruppen zweier Universitäten angewandt.

Professor Matos Silva: I saw it as an opportunity to discuss ongoing research topics, needs and outputs. Besides exchanging information on ongoing research, I believe these research encounters can put together researchers from different universities and boost future cooperation.

Sind Sie mit dem ersten gemeinsamen Research Encounter zufrieden?

Professor Hack: Insgesamt ist es sehr gut gelaufen. Die Vorträge und Interaktion waren sehr zufriedenstellend in Inhalt und Form. Es gab, wie erhofft, eine rege Diskussion und Anknüpfungspunkte für eine zukünftige Zusammenarbeit konnten effizient identifiziert werden. Man könnte die Veranstaltung um ein bis zwei Vorträge kürzen, da die Veranstaltungsdauer mit viereinhalb Stunden und nur sehr kurzen Pausen doch lang war. Von Seiten der Studierenden gab es jedoch durchweg positive Rückmeldungen. Es wurde sogar um eine Zertifizierung der Teilnahme gefragt.

Professor Jochen Hack ist Leiter des Fachgebiets Ingenieurökologie.

Professor Matos Silva: I think it was a success! We had almost 40 participants during about four hours, nobody gave up during the event. I already have some feedback from students who went and looked up publications from the participants in the event and wanted to use similar approaches in their ongoing work.

Soll die Veranstaltung fortgesetzt werden?

Professor Hack: Die Kollegin von ULisboa und ich haben ein sehr positives Fazit aus der Veranstaltung gezogen und würden das Format in Zukunft gerne wiederholen. Bei einem nächsten Encounter könnten ein bis zwei inhaltliche Schwerpunkte ausgewählt werden, um diese noch gezielter zu bearbeiten. Bei diesem ersten Encounter stand ein eher umfassender Austausch über verschiedene Themengebiete im Vordergrund.

Professor Matos Silva: We want to establish a collaboration. For now, we are thinking of doing it through common students and future Research & Development calls.

Welche Vorteile sehen Sie in UNITE!?

Professor Hack: UNITE! unterstützt bei der Organisation und Kommunikation der Veranstaltung. Einen weiteren Vorteil sehe in der Möglichkeit, methodische und fachdidaktische Unterstützung und zusätzliche Ressourcen dafür zu erhalten. Zukünftig ist es auch hoffentlich wieder möglich, echte Mobilitätsförderung zu nutzen.

Professor Matos Silva: UNITE focuses on gathering know-how from different parts of the world. As a Professor and researcher at the University this is a must for me.

Haben Sie weitere Ideen dazu?

Professor Hack: Eine weitere Idee wäre die Entwicklung eines gemeinsamen Forschungs- und/oder Lehrprojektes mit gemeinsamer Nutzung digitaler Infrastruktur (z. B. zur Verwaltung, Austausch, Analyse und Auswertung von Daten).

Professor Matos Silva: I believe it would be interesting to have a similar event in about six months with other ongoing work of students, because it will manage to join most of the ones that participated this time (I guess they will still be working in this field) and new ones. Besides, since this first event was a success, I think more people will want to be involved, maybe even from industry or municipalities.

Professor Cristina Matos Silva von ULisboa.

Der Virtual Research Encounter “Roof, walls and open space – Green Infrastructures and Nature-based Solutions in urban areas” wurde aufgezeichnet und ist einsehbar.

Die Fragen stellte Mareike Hochschild