Wissenschaft über Grenzen hinweg verbinden
03.07.2026
Ende Juni wurde Grenoble zum Treffpunkt für Studierende aus ganz Europa. Fünf Tage lang kamen sie an der Chemistry Biology Health (CBH) Graduate School zusammen, um an der Summer School „Shape the Future“ teilzunehmen – zu einem der drängendsten Themen unserer Zeit: Umweltkontaminanten und ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
Unter den Teilnehmenden war auch Serin Joby Parekkadan, Masterstudentin der TU Darmstadt. Wie viele Studierende der Unite!-Allianz nutzte Serin die Gelegenheit, gemeinsam mit Studierenden der Unite!-Universitäten in einem kollaborativen und interdisziplinären Umfeld an realen wissenschaftlichen Herausforderungen zu arbeiten und dabei neue Perspektiven zu gewinnen.
Serin spricht darüber, was sie nach Grenoble geführt und welche Eindrücke sie von dieser besonderen Woche mitgenommen hat.
Warum bist du Darmstadt nach Grenoble gereist?
„Mein akademischer Hintergrund liegt vor allem in der synthetischen und molekularen Biologie, der Immunologie und im Bereich Public Health“, erklärt Serin. „Ich wollte nach Grenoble reisen, um die Verbindung zwischen Umweltkontaminanten und ihren direkten, konkreten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Krankheitsverläufe besser zu verstehen.“
Die Summer School bot die Möglichkeit über die Grenzen einzelner Fachdisziplinen hinauszublicken. Während der fünf Tage arbeiteten die Teilnehmenden mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Industrieexpertinnen und -experten zusammen, beschäftigten sich mit den molekularen Wirkmechanismen von Umweltkontaminanten und entwickelten in interdisziplinären Teams innovative Forschungsansätze für reale Kontaminationsszenarien.
Für Serin blieb eine Erfahrung besonders in Erinnerung:
„Die Momente, in denen wir die molekularen Wirkmechanismen von Umweltkontaminanten analysiert haben. Zu verstehen, wie chemische Schadstoffe direkt zelluläre Fehlfunktionen auslösen und erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit darstellen, hat mir noch einmal deutlich gemacht, warum diese Verbindung unterschiedlicher Forschungsbereiche so wichtig ist.“
Was nimmst du aus der Zusammenarbeit mit Studierenden unterschiedlicher Universitäten und wissenschaftlicher Fachrichtungen mit?
„Mir wurde bewusst, dass die Bewältigung von Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit einen multidisziplinären Ansatz erfordert. Wenn Perspektiven aus Ingenieurwissenschaften, Umweltwissenschaften und biomedizinischer Forschung zusammenkommen, lässt sich ein Problem von seiner ökologischen Ursache bis hin zu seinen Auswirkungen auf zellulärer Ebene beim Menschen verstehen.“
Was bedeutet für dich, Zukunft zu gestalten?
„Für mich bedeutet die Gestaltung der Zukunft, modernste biomedizinische Innovationen einzusetzen, um die komplexen gesundheitlichen Herausforderungen einer sich verändernden Umwelt zu verstehen, zu verhindern und zu behandeln.“
Was hat dich am meisten überrascht?
„Wie schnell eine Gruppe von Menschen aus völlig unterschiedlichen Universitäten und Fachrichtungen zusammenfinden, gemeinsame Ziele entwickeln und innerhalb weniger Tage zu einem eng zusammenarbeitenden Team werden kann.“
Mit Programmen wie den Summer Schools möchte Unite! Räume schaffen, in denen Studierende nicht nur gemeinsam lernen, sondern tatsächlich zusammenarbeiten, voneinander lernen und gemeinsam wachsen. Grenoble/mho
Über die Summer School
Die Summer Schools „Shape the Future“ der CBH Graduate School sind einwöchige Programme, die Master- und Promotionsstudierende zusammenbringen, um wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen aus der Praxis zu bearbeiten. Die Ausgabe 2026 zum Thema Umweltkontaminanten begrüßte Studierende der Université Grenoble Alpes sowie von Partnerhochschulen der Unite!-Allianz. Das Programm umfasste Fachvorträge, praxisorientierte Workshops, Laborbesuche und Teamprojekte und wurde vollständig in englischer Sprache durchgeführt.
Die Summer School zeigt beispielhaft, wie Unite! Möglichkeiten für internationale Mobilität und nachhaltige wissenschaftliche Zusammenarbeit schafft.
Informationen zu ähnlichen Angeboten an den Unite!-Universitäten finden sich im Unite! Catalogue for Students.