Am Fachgebiet Kommunikationstechnik an der Technischen Universität Darmstadt ist im Rahmen des LOEWE Zentrums emergenCITY ab sofort die Stelle für eine_n

Wiss. Mitarbeiter_in (w/m/d)

in einem zunächst bis zum 30.04.2021 befristeten Arbeitsverhältnis mit der Möglichkeit der Verlängerung zu besetzen.

Das LOEWE Zentrum emergenCITY ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum an der TU Darmstadt. Weitere beteiligte Universitäten sind die Universität Kassel und die Philipps-Universität Marburg. Ziel von emergenCITY ist die Erforschung von Grundlagen, Methoden und Lösungen für zukünftige resiliente digitale Städte. Im Fokus steht insbesondere die Erforschung und Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologie, die in Krisensituationen selbstständig reagieren, sich anpassen und neu konfigurieren kann. Weitere Informationen finden Sie unter www.emergenCITY.de.

Zweck des Arbeitsverhältnisses ist, sich unter Betreuung im Teilprojekt KOM2 des Zentrums wissenschaftlich mit dem Ziel der Promotion zu qualifizieren.

Die Bereitstellung resilienter Kommunikationsdienste in einem Krisenszenario, z.B. langanhaltender Stromausfall, Naturkatastrophe, terroristischer Anschlag oder Cyber-Angriff auf die Kommunikationsnetze einer Stadt, ist eine herausfordernde Aufgabe aufgrund der hohen Systemdynamik. Insbesondere sind die verfügbaren Kommunikations-, Rechen- und Speicherressourcen limitiert und ändern sich über der Zeit. Weiterhin ändern sich auch die Kommunikationsdienste, die bereitgestellt werden müssen, und deren Anforderungen (z.B. Latenz, Durchsatz und Zuverlässigkeit) über der Zeit, je nach aktueller Situation und sich daraus ergebender Relevanz. In solchen Szenarien versagen traditionelle Kommunikationsstrategien, da sie nicht für diese extremen Anforderungen entworfen wurden.

In Projekt KOM2 wird das o.g. situative Kommunikationsszenario mittels heterogener, probabilistischer Netze modelliert. Es soll untersucht werden, inwiefern sich fernsteuerbare oder teilautonome Fahrzeuge wie Drohnen und andere Unmanned Aerial Vehicles (UAVs) einsetzen lassen, um prioritäre Kommunikationsbedarfe, wie eine schnelle Verteilung von Warnmeldungen oder eine gezielte Benachrichtigung bestimmter Areale oder Bevölkerungsgruppen, durch Anpassung der Netztopologie zu unterstützen. Methoden der Optimierung und des maschinellen Lernens sollen genutzt werden, um Übertragungsstrategien zu entwerfen, die sich an die Dynamik des Netzwerks und dessen Umgebung anpassen und dabei die Netzwerkanforderungen erfüllen. Weiterhin sollen Worst-Case-Metriken für die Bewertung der Kommunikationsmechanismen entwickelt werden. Die Leistungsfähigkeit soll mittels analytischer Betrachtungen und durch Simulationen bestimmt werden.

Aufgaben

  • Mitarbeit in einem interdisziplinären Forschungsprojekt zur Erhöhung der Resilienz in Digitalen Städten
  • Planung, Koordination und Durchführung des Forschungsprogramms
  • Mitarbeit im emergenCITY Lab
  • Präsentation der Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Fachtagungen
  • Publikation der Forschungsergebnisse
  • Mitarbeit bei der Akquisition von Forschungsprojekten und der Ausarbeitung von Projektanträgen
  • Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit des Zentrums

Voraussetzungen

  • Sehr guter universitärer Studienabschluss (Master oder vergleichbar) in Elektrotechnik und Informationstechnik oder in einer verwandten Fachrichtung, z.B. Informatik oder Mathematik mit technischer Orientierung einer relevanten Disziplin
  • Selbstständiges Arbeiten, Engagement und Begeisterung zur Einarbeitung in komplexe interdisziplinäre Aufgabenstellungen
  • Vertiefte Kenntnisse in Nachrichtentechnik, Signalverarbeitung oder Kommunikationsnetzen
  • Programmiererfahrung und Kenntnisse in der Simulation nachrichtentechnischer Systeme, z.B. mittels Matlab, Python
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, Deutschkenntnisse sind von Vorteil
  • Soziale Kompetenz, organisatorische Fähigkeiten, hohe Leistungsbereitschaft
  • Gute Team- und Kommunikationsfähigkeit

Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion wird gegeben. Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerber_innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV - TU Darmstadt). Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen in einer PDF-Datei (max. 10MB) senden Sie bitte unter Angabe der Kenn-Nummer an Prof. Dr.-Ing. Anja Klein, Fachgebiet Kommunikationstechnik, E-Mail: a.klein@nt.tu-darmstadt.de.

Kenn-Nr. 708

Veröffentlicht am

28. November 2019

Bewerbungsfrist

12. Dezember 2019