Im Fachbereich Material- und Geowissenschaften der Technischen Universität Darmstadt ist im Fachgebiet Funktionale Materialien, Leitung Prof. O. Gutfleisch, voraussichtlich die Stelle für eine_n

Wiss. Mitarbeiter_in (w/m/d) - Tetragonalen Verzerrung in Eisen-basierten Legierungen – 75%

in einem zunächst auf 3 Jahre befristeten Arbeitsverhältnis im Projekt C03 "Toward Tetragonalisation of Bulk Fe-based Alloys with High Defect Population" im Rahmen des SFB 1487 "Eisen, neu gedacht!" (siehe https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/aktuelles_meldungen/einzelansicht_342464.de.jsp) zu besetzen.

Das Team des SFB1487 besteht aus multidisziplinären Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen Chemie, Materialwissenschaft und Maschinenbau der TU Darmstadt sowie von Wissenschaftler_innen der Goethe-Universität Frankfurt am Main (GU), der Universität Heidelberg (UHD), der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU), der Philipps-Universität Marburg (UMR) und dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPIE CEC).

Die Stelle ist im international renommierten Fachgebiet Funktionale Materialien angesiedelt, das sich im Schwerpunkt mit der ressourceneffizienten Entwicklung von neuen Funktionsmaterialien befasst. Die Forschungsthemen der Arbeitsgruppe liegen in den Gebieten permanentmagnetischer Werkstoffe, magnetokalorischer Materialien, ferromagnetischer Formgedächtnismaterialien sowie Magnetmaterialien für biomedizinische Anwendungen mit Schwerpunkten in der Synthese, Charakterisierung und Modellierung der magnetischen, thermischen und (mikro-) strukturellen Eigenschaften.

Die Aufgaben für diese Stelle des SFB 1487: Die Hauptfragestellung befasst sich damit, ob sich zur Stabilisierung der tetragonalen Verzerrung in Eisen-basierten Legierungen die Löslichkeit leichter Elemente auf den Zwischengitterplätzen erhöhen lässt, indem man Prekursoren mit einer hohen Dichte an Defekten verwendet. Zur Herstellung der Prekursoren sollen zwei Ansätze verfolgt werden: (i) Feststoff-Gas-Reaktion mit Absorption/Desorption von Wasserstoff und Ammoniak; (ii) Hochgradige plastische Umformung.

Zur Unterstützung der experimentellen Untersuchungen sollen zusätzlich DFT Berechnungen durchgeführt werden. Dadurch sollen die vielversprechendsten Legierungselemente (z.B. Co, Cu) identifiziert werden, die sich dazu eignen, die Löslichkeit auf den Zwischengitterplätzen zu erhöhen, so dass sich größere c/a-Verhältnisse stabilisieren lassen. Außerdem soll untersucht werden, welche Änderungen nur durch eine Veränderung der lokalen Umgebung aufgrund des Aufbrechens der kubischen Symmetrie verursacht werden und welche Veränderungen der Bildung chemischer Bindungen zwischen Atomen auf den Zwischengitterplätzen und den umgebenden Eisenatomen zugeschrieben werden können.

Die_Der Stelleninhaber_in soll bereit und in der Lage sein, sich in ein interdisziplinäres Team einzubringen und die eigene Arbeit mit fester Zielsetzung und höchster Motivation selbständig zu bearbeiten. Gleichzeitig soll sie_er durch ihren_seinen eigenen Beitrag die Bearbeitung der übergreifenden Gesamtfragestellungen des SFBs 1487 im Austausch mit den anderen Wissenschaftler_innen aktiv vorantreiben.

Voraussetzungen sind ein hervorragend abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Masterabschluss oder vergleichbar) der Fachrichtung Materialwissenschaft, Physik oder Chemie, vorzugsweise mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Synthese und Charakterisierung von magnetischen Materialien und Gas-Feststoff-Reaktionen sowie sehr gute Englischkenntnisse (flüssig in Wort und Schrift).

Wir bieten die Einbindung in die Forschung zu einem Schlüsselthema im Bereich der Funktionsmaterialien sowie exzellente Arbeitsbedingungen mit Einbindung in ein wissenschaftliches Netzwerk aus ausgewiesenen Expert_innen mit internationaler Reputation zum Fachthema aus der Chemie und Materialwissenschaft.

Die Technische Universität Darmstadt bietet abwechslungsreiche vielfältige Aufgaben, eigenverantwortliches Arbeiten, bedarfsorientierte Fortbildungsmöglichkeiten und eine individuelle Personalentwicklung. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind selbstverständlich. Daneben erhalten Sie eine Freifahrtberechtigung für den Nah- und Regionalverkehr im Bereich des Landes Hessen (LandesTicket Hessen) nach den jeweils geltenden Bestimmungen. Alle Tarifbeschäftigten der Universität können das Angebot der Entgeltumwandlung zugunsten eines „Job Rad“-Leasingmodells nutzen.

Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion wird gegeben. Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerber_innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV - TU Darmstadt).

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen unter Angabe der Kenn-Nummer an Dr. Imants Dirba, info@fm.tu-darmstadt.de, mit einem einzigen PDF-Dokument (max. Dateigröße 5 MB) als Anhang, zu senden.

Die Webseite des Fachgebietes finden Sie unter https://www.mawi.tu-darmstadt.de/fm.

Mit dem Absenden Ihrer Bewerbung willigen Sie ein, dass Ihre Daten zum Zwecke des Stellenbesetzungsverfahrens gespeichert und verarbeitet werden. Sie finden unsere Datenschutzerklärung auf unserer Homepage.

Kenn-Nr. 766

Veröffentlicht am

21. Dezember 2021

Bewerbungsfrist

31. Januar 2022