Am Lehrstuhl für „Humanities Data Science and Methodology“, Institut für Geschichte, Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der Technischen Universität Darmstadt ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle für eine_n

Wiss. Mitarbeiter_in/Postdoc (w/m/d)

zu besetzen. Die Stelle wird für zunächst 3 Jahre angeboten, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere 2 Jahre.

Der Lehrstuhl für „Humanities Data Science and Methodology“ ist am Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt angesiedelt, welche eine führende, forschungsintensive technischen Universität in Deutschland darstellt. Mit einem bereits etablierten Forschungsprofil im Kontext der Digital Humanities ist die Universität auch eng mit der Allianz der Rhein-Main-Hochschulen verbunden. Ebenso ist die Universität international ausgerichtet und beteiligt sich an einer Vielzahl von internationalen Forschungs- und Lehraktivitäten, darunter Unite!, ein Netzwerk von Universitäten in sieben Ländern, welches ein neues Modell für einen europäischen virtuellen und physischen interuniversitären Campus entwickelt. Als Mitglied des Lehrstuhls für „Humanities Data Science and Methodology“ an der TU Darmstadt werden Sie Teil einer neu gegründeten, interdisziplinären, hoch motivierten und ehrgeizigen neuen Forschungsgruppe.

Der Lehrstuhl für „Humanities Data Science and Methodology“ arbeitet an der Schnittstelle zwischen historischer Forschung und den Digital Humanities. Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Nyhan ist besonders daran interessiert, die Vergangenheit mit digitalen Methoden zu erforschen, um die Geschichte als ein reichhaltiges und komplexes Forschungsfeld zu begreifen, in dem die Vorteile und Risiken datengesteuerter, gemischter Methoden und multimodaler Wissenschaft erforscht werden können. Darüber hinaus strebt die Forschungsgruppe an, die Übertragbarkeit der Ergebnisse dieser Arbeit auf viele Bereiche wie beispielsweise Informatik und Datenwissenschaft zu untersuchen, die darauf abzielen, Muster in großen, komplexen und oft unzusammenhängenden Datensätzen zu finden und ihnen einen Sinn zu geben.

Wir sind offen für die Einstellung einer Person, die an der Schnittstelle von digitaler Geschichte/Geisteswissenschaften und Informatik/Datenwissenschaft oder relevanten Aspekten der Datenverarbeitung arbeitet (z. B. Wissensgraphen und verknüpfte offene Daten; semantische Webtechnologien; maschinelles Lernen und KI; Forschungssoftwareentwicklung; Datenvisualisierung; Klanganalyse und MRT usw.). Zu den besonders gefragten Spezialisierungen oder Interessen gehören unter anderem:

1. Datengestützte historische Forschung und/ oder Sammlung von Forschungsdaten insbesondere zur Neueren und Neuesten Geschichte

2. Digital Oral History, mit dem besonderen Interesse an Geräuschstudien und/ oder Computergestützte Ansätze für Geräuschanalysen

3. Digitale Ansätze für die Geschichte der Geisteswissenschaften (insbesondere den Digital Humanities) und der Geschichte der Informatik

4. Critical Digital Humanities, besonders begrüßt werden hier Spezifikationen in Digitalisierungspolitik, digitale Hermeneutik und Quellenkritik aus historischer Perspektive

5. Datenethik, einschließlich der Nutzung von digitalen Daten, Plattformen und Infrastrukturen im Zusammenhang mit Fragen sozialer Gerechtigkeit aus historischer Perspektive

6. Feministische Digital Humanities aus historischer Perspektive

Ihr Profil:

Ein ausgezeichneter Doktortitel in Geschichte, digitaler Geschichte, Digital Humanities oder Oral History, idealerweise mit zusätzlicher Ausbildung und/ oder Erfahrung in Data Science, Computerwissenschaft, Informatik oder eine von den oben genannten Forschungsinteressen. Deutschkenntnisse oder die Bereitschaft, sich diese anzueignen, sind relevant für diese Stelle, da dies auch eine Kompetenz für das Unterrichten im Geschichtsfachbereich darstellt.

Ihre Aufgaben:

  • Mitwirkung an Forschung, Veröffentlichungen und Engagement an Aktivitäten des Lehrstuhls für „Humanities Data Science and Methodology“
  • Unterrichten von 4 Semesterstunden pro Woche
  • Entwicklung eines unabhängigen Forschungsprojekts: Der Stelleninhabende ist verpflichtet, eine Habilitation zu verfolgen. Daher ist die Lehre und die Entwicklung eines unabhängigen Forschungsprojekts Teil dieser Aufgabe.
  • Teilnahme an akademischen Selbstverwaltungsaufgaben
  • Sonstige Aufgaben nach Bedarf

Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung. Gelegenheit zur Vorbereitung einer Habilitation wird gegeben.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerber_innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV - TU Darmstadt). Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Ihre Bewerbung:

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung in englischer oder deutscher Sprache unter Angabe der Kennnummer (als eine PDF-Datei, max. 6 MB) ein an: sekretariat-hds@pg.tu-darmstadt.de

Bitte reichen Sie (1) ein Bewerbungsschreiben, (2) einen Lebenslauf mit Angaben zu akademischen Qualifikationen, Sprachkenntnissen und internationaler Erfahrung, (3) eingescannte Kopien von akademischen Referenzen und (4) einen Vorschlag für ein eigenständige Habilitationsprojekt, das Sie entwickeln möchten (maximal 4 Seiten; beachten Sie, dass es ausreicht, zu diesem Zeitpunkt ein breites Interesse an dem zu verfolgenden Gebiet zu haben, ein endgültiger Vorschlag ist in der Bewerbungsphase nicht erforderlich), ein.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich im Juli 2022 in Darmstadt oder ggf. auf digitalem Wege statt.

Mit dem Absenden Ihrer Bewerbung willigen Sie ein, dass Ihre Daten zum Zwecke des Stellenbesetzungsverfahrens gespeichert und verarbeitet werden. Sie finden unsere Datenschutzerklärung auf unserer Homepage.

Kenn-Nr. 416

Veröffentlicht am

22. Juni 2022

Bewerbungsfrist

13. Juli 2022