Medienschau: Professorin Knodt zur Blackout-Gefahr in Hessen

Resilienz im Krisenfall

06.01.2026

Mit Blick auf die aktuelle Lage in großen Teilen Berlins: Wie gut ist Hessen vor einem Blackout geschützt? Wie sicher ist die kritische Infrastruktur? Dieser Frage geht die „hessenschau“ in einem Beitrag nach und spricht mit Expert:innen aus Katastrophenschutz und Forschung. TU-Professorin Michèle Knodt erläutert das leitende Prinzip Resilienz – eine Stadt oder Gesellschaft sollte in einem Krisenfall durch Vorkehrungen so schnell wie möglich zurück zur Normalität kommen können – weist jedoch auch auf die Verwundbarkeit der hochtechnisierten Gesellschaft hin: „Wir können hundert Prozent der Infrastruktur auf keinen Fall schützen.“

Besonders kritisch seien Ausfälle an Kommunikationseinrichtungen und -mitteln, so Knodt. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die „Litfaßsäule 4.0“, eine energieautarke Erweiterung für Litfaßsäulen, die das LOEWE-Zentrum emergenCITY, die TU Darmstadt und Wirtschaftspartner im vergangenen Jahr als Prototyp vorstellten. Die Säule kann von Rettungskräften angesteuert und mit Informationen gespeist werden, um so schnell den Informationsfluss in der Bevölkerung zu organisieren.

Knodt ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft der TU, stellvertretende Koordinatorin von emergenCITY und Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX). sip