Medienschau: Professor Kersting in der „Tagesschau“ zu KI-Agenten

26.02.2026

Neue Plattformen, die menschliche Hilfe für KI-Agenten vermitteln, sind nach Ansicht von TU-Professor Kristian Kersting aktuell „noch ein Marketing-Gag“. „Aber das ist eben das, was sich gerade ändert“, sagte der Experte für Künstliche Intelligenz (KI) gestern (25. Februar) der ARD-„Tagesschau“. „Die Entwicklung ist so rasant, dass aus dem Gag vielleicht übermorgen oder meinetwegen auch schon morgen sehr schnell Realität werden kann.“ Der Audiobeitrag befasste sich mit neuen Angeboten wie „rentahuman.ai“, über die KI-Agenten auf menschliche Unterstützung zugeifen können sollen, wenn sie mit bestimmten Aufgaben nicht weiterkommen.

In der Arbeitswelt von morgen werde die Arbeit mit KI-Agenten in vielen Branchen selbstverständlich sein, sagte Kersting und betonte dabei das Wort Zusammenarbeit: „Ich glaube nicht, dass wir so weit sind, dass wir KI-Agenten komplett in die freie Welt setzen können.“ Noch könne er sich nicht vorstellen, dass KI-Agenten selbstständig über finanzielle Fragen entscheiden können. Zur Frage, wer bei Fehlern der KI die Verantwortung übernehme, sei noch viel mehr Forschung und Entwicklung notwendig.

Kersting leitet an der TU Darmstadt das Fachgebiet Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik. Zudem ist er unter anderem Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Reasonable AI“ (RAI), Gründungsmitglied und Co-Direktor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) sowie Mitglied des DFKI Labs an der TU. mih