Stecker: Brandmauer schließt große Teile der Wählerschaft aus
03.09.2026
26. August 2026
TU-Politikprofessor Christian Stecker hat sich in der ARD-Talkshow „Caren Miosga“ kritisch über die sogenannten Brandmauer gegenüber der rechten Alternative für Deutschland (AfD) geäußert. „Über die Brandmauer und die wachsende Stärke der AfD wird ein großer Teil der Wähler ausgeschlossen von Teilen politischer Repräsentation“, sagte er in der Sendung mit dem Titel „Ist die Brandmauer noch zu halten?“. Auf kommunaler Ebene sei die Abgrenzung vor allem in Ostdeutschland bereits größtenteils „zusammengerutscht“.
„AfD-Wähler sind nun mal nicht damit zufrieden, dass sie Alice Weidel im Bundestag reden hören dürfen“, sagte Stecker. „Sie möchten sich auch in Entscheidungen wiederfinden. Das ist durch diese Brandmauer blockiert.“ Strategisch sei es für die Union aus CDU und CSU „und ein Stück weit dann auch für die gesamte Demokratie“ fatal, sich bestimmte Mehrheiten zu verbieten, die thematisch da seien. Bespielhafte führte Stecker das Staatsbürgerschaftsrecht und die Kontrolle von Zuwanderung an. Statt immer breitere Kompromisskoalitionen zu bilden, sollten Parteien sich für flexiblere Kooperationen öffnen, zum Beispiel in Form von Minderheitsregierungen mit wechselnden Mehrheiten. mih