Zulassungsverfahren

Zulassungsverfahren

Studieren an der TU Darmstadt. Bild: Thomas Ott
Studieren an der TU Darmstadt. Bild: Thomas Ott

Das Zulassungsverfahren kann sich zu jedem neuen Semester ändern. Bitte informieren Sie sich aktuell für den jeweiligen Bewerbungszeitraum – im Juni für ein Wintersemester und im Dezember für ein Sommersemester- über die jeweils geltenden Verfahren.

Folgende Zulassungsarten werden unterschieden: Zulassungsfreie Studiengänge, Studiengänge mit einem Eignungsfeststellungsverfahren und Aufnahmebeschränkte Studiengänge mit einem Auswahlverfahren.

 

Offene / Zulassungsfreie Studiengänge ohne besondere Verfahren

(1. Fachsemester und höhere Fachsemester)

Es gibt keine zahlenmäßige oder sonstige Beschränkung. Sofern die formalen Voraussetzungen (z.B. entsprechende Hochschulzugangsberechtigung, Nachweis Krankenkasse) erfüllt sind, ist der Studienplatz garantiert. Diese notwendigen Unterlagen erfahren Sie in einer Checkliste, die in der Online-Bewerbung individuell generiert wird. Diese müssen per Post eingereicht werden.

Sie erhalten nach dem Posteingang Ihrer Bewerbung ein direktes Zulassungsschreiben in Ihrem Bewerbungsaccount mit Informationen über die weiteren Schritte wie Zahlung Semesterbeitrag und Versand des Studienausweises mit Semesterticket.

 

Studiengänge mit einem Eignungsfeststellungsverfahren

(1. Fachsemester und höhere Fachsemester)

Hier legt der Fachbereich in einer eigenen Satzung zusätzliche Kriterien neben der Hochschulzugangsberechtigung an.

Die Teilnahme am Eignungsfeststellungsverfahren setzt die fristgerechte Einsendung des im Rahmen der Online-Bewerbung generierten Antrags mit den dort angeforderten Unterlagen voraus. In einigen Fachbereichen müssen Sie sich parallel zur Onlinebewerbung zum Eignungsgespräch anmelden.

Frist: bis einschließlich 15.07./15.01.

Informationen zum Ablauf des Eignungsfeststellungsverfahrens finden Sie auf den jeweiligen Fachbereichsseiten sowie innerhalb der Onlinebewerbung. Nach Abschluss des Eignungsfeststellungsverfahrens teilt der Fachbereich dem Referat Studierendenservice die Zulassungsergebnisse mit. Sie erhalten dann umgehend einen entsprechenden Bescheid.

Zur Zeit wird in folgenden Studiengängen ein solches Verfahren für Erstsemester und Bewerber in höheren Semestern durchgeführt:


Maschinenbau-Mechanical and Process Engineering (Bachelor), Fachbereich Maschinenbau

Biomolecular Engineering (Bachelor), Fachbereich Chemie

Chemie (Bachelor), Fachbereich Chemie

Mathematik (Bachelor und Lehramt), Fachbereich Mathematik


Ein Losverfahren wird in diesen Studiengängen nicht durchgeführt.

 

Aufnahmebeschränkte Studiengänge mit einem Auswahlverfahren

(1. Fachsemester und höhere Fachsemester)

In diesen Studiengängen gibt es eine vor dem Verfahren festgesetzte maximale Anzahl an Studienplätzen (Zulassungszahl). Übersteigt die Bewerberzahl die Anzahl dieser festgelegten Studienplätze wird ein Vergabeverfahren gemäß der „Studienplatzvergabeverordnung Hessen“ durchgeführt.

für ein Wintersemester: 15. Juli

für ein Sommersemester: 15. Januar

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Ausschlussfrist“

  • Der Abschluss muss zum Zeitpunkt der Bewerbung – spätestens bis 15.07. vorliegen. Sie nehmen dann im Rahmen der Quote „Zweitstudium“ am Auswahlverfahren teil. Wird der Abschluss später erlangt, nehmen Sie im Rahmen der Quoten für Erststudierende teil.
  • Zweitstudienbewerber können nur einen Zulassungsantrag stellen.
  • Die Studienplätze werden in der Quote „Zweitstudium“ durch Ermittlung einer Messzahl vergeben.
  • Diese Messzahl setzt sich aus dem Prüfungsergebnis des Erststudiums und der Gewichtung der Gründe für das Zweitstudium zusammen.
  • Daher sind folgende Nachweise bis einschließlich 15.07. nötig:
    • Abschlussnote Ihres Erststudiums
    • ausführliche Begründung für den Zweitstudienwunsch mit Angaben zur bisherigen Ausbildung und beruflichen Tätigkeit sowie zum angestrebten Berufsziel


Es werden folgende Fallgruppen unterschieden:

  • Wissenschaftliche Gründe:
    im Hinblick auf eine spätere Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung wird auf der Grundlage der bisherigen wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit eine weitere wissenschaftliche Qualifikation in einem anderen Studiengang angestrebt
  • Zwingende berufliche Gründe:
    es wird ein Beruf angestrebt, der nur aufgrund zweier abgeschlossener Studiengänge ausgeübt werden kann; ein Nachweis über diese berufliche Voraussetzung ist erforderlich
  • Besondere berufliche Gründe:
    die berufliche Situation wird durch den angestrebten weiteren Studienabschluss, der das Erststudium sinnvoll ergänzt, erheblich verbessert
  • Sonstige berufliche Gründe:
    das Zweitstudium ist aufgrund der beruflichen Situation aus sonstigen Gründen zu befürworten
  • Sonstiger Grund:
    keiner der oben genannten Gründe trifft zu

Wird das Zweitstudium nach einer Familienphase zum Zwecke der Wiedereingliederung oder des Neueinstiegs in das Berufsleben angestrebt, kann dieser Umstand unabhängig von der Zuordnung zu den oben genannten Fallgruppen bei der Messzahlbildung berücksichtigt werden.

Gemäß der Studienplatzvergabeverordnung Hessen ist die Teilnahme am Verfahren nur möglich, wenn für das beabsichtigte Studium unter Berücksichtigung der persönlichen Situation schwerwiegende wissenschaftliche oder berufliche Gründe sprechen. Hier sind der Bewerbung entsprechende Nachweise beizulegen.

Ausschlussfrist 15. Juli bzw. 15. Januar.
Verspätete Anträge werden vom Verfahren ausgeschlossen.

 

Auswahlkriterien

Von der Zahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze werden zuerst die so genannten „Vorabquoten“ abgezogen:

für ausländische Studienbewerber 10% mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung, für Bewerber für ein Zweitstudium 3% , für Härtefälle 5 % , für Bewerber mit eine der fachgebundenen Hochschulreife entsprechenden Qualifikation 2%.

Die verbleibenden Studienplätze werden vergeben:

  • an Bewerberinnen und Bewerber, die einen Dienst abgeleistet haben und die Kriterien für eine „Vorabzulassung“ erfüllen (siehe auch nächste Frage);
    sollte diese Zahl die verbliebenen Studienplätze übersteigen, entscheidet innerhalb dieser Bewerberquote das Los; eine Zulassung in den übrigen Quoten ist dann nicht mehr möglich. Diese Situation kann insbesondere dann entstehen, wenn der Studiengang im Vorsemester nicht aufnahmebeschränkt war.

Verbleibende Plätze werden vergeben

  • zu 20% nach Wartezeit (siehe auch nächste Fragen)
  • zu 80% nach der Durchschnittsnote (Leistung) (siehe auch nächste Fragen)

Die entsprechenden Ranglisten werden nach Bewerbungsschluss (15.07.) erstellt. Sofern Sie nicht aufgrund der Vorabquoten oder des Dienstes einen Platz erhalten hat, werden Sie sowohl auf der Wartezeitliste als auch auf der Leistungsliste geführt. Bei Ranggleichheit entscheidet auf der Wartezeitliste die Durchschnittsnote mit, auf der Leistungsliste die höhere Wartezeit.

Die erforderliche Anzahl der Wartesemester bzw. die erforderliche Durchschnittsnote stehen folglich nicht bereits vor dem Auswahlverfahren fest, sondern ergeben sich nach der Aufstellung der Ranglisten in Abhängigkeit von der festgesetzten Zulassungszahl. Die Auswahlgrenzen werden in den Verfahrensergebnissen veröffentlicht.

Bewerben Sie sich auch dann, wenn Sie zum Dienst einberufen werden/worden sind oder bereits Dienst ableisten bzw. ableisten werden, um Ihren Anspruch zu wahren.

Eine Auswahl aufgrund früheren Zulassungsanspruchs ist möglich, wenn:

  • Sie für diesen Studiengang zu Beginn oder während Ihres Dienstes für diese Hochschule zugelassen wurden (bitte den Zulassungsbescheid beifügen) oder
  • zu Beginn bzw. während des Dienstes für diesen Studiengang an dieser Hochschule keine Zulassungszahlen festgesetzt waren (erstmalige Aufnahmebeschränkung)
  • Die Zulassung spätestens zum zweiten Vergabeverfahren beantragt wird, das auf die Beendigung des Dienstes durchgeführt wird und der Dienst bis spätestens 31. Oktober beendet ist.

Dienst = Wehrdienst, Zivildienst, freiwilliger Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst, mind. zwei Jahre Entwicklungsdienst, Jugendfreiwiligendienst (FSJ/FÖJ), Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder einer pflegebedürftigen Person aus dem Kreis der sonstigen Angehörigen für mind. 3 Jahre

Falls die Anzahl der Bewerber, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen die festgelegte Zulassungszahl übersteigt, entscheidet innerhalb dieser Bewerberquote das Los. Wenn durch diese Quote die Zulassungszahl bereits ausgeschöpft ist, können keine Plätze mehr in den Quoten „Wartezeit“ und „Durchschnittsnote“ vergeben werden. Diese Situation kann insbesondere dann entstehen, wenn der Studiengang im vorhergehenden Semester nicht aufnahmebeschränkt war.

Eine Reservierung des Studienplatzes bis nach Beendigung des Dienstes ist nicht möglich, bei der Wiederbewerbung fügen Sie bitte den Zulassungsbescheid bei.

Die Zahl der Halbjahre nach Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur) bis zur erstmaligen Einschreibung ergibt die Anzahl der „Wartesemester“. Mit dieser Anzahl von Wartesemestern werden Sie auf der Wartezeitrangliste geführt.

Die Anzahl der Wartesemester wird automatisch erhöht, sofern entsprechende Angaben im Antrag gemacht werden:

  • um mindestens ein Semester, wenn ein berufsqualifizierender Abschluss vor dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung erlangt wurde, sofern die Hochschulzugangsberechtigung vor dem 16. Juli 2008 erworben worden ist. Ist die Hochschulzugangsberechtigung vor dem 16. Juli 2004 erworben worden, wird die Zahl der Halbjahre um bis zu vier Semester erhöht.
    Der berufsqualifizierte Abschluss darf nicht Voraussetzung für den Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung sein.
  • um ein Semester, wenn nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung ein berufsqualifizierender Abschluss erlangt oder eine Berufstätigkeit von mindestens dreijähriger Dauer ausgeübt wurde, sofern die Berufsausbildung oder die Berufstätigkeit vor dem 16. Januar 1998 aufgenommen worden sind (auch bestandene Unter-/Offiziersprüfung)

Die Hochschule ist nicht verpflichtet, den Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln. Kurzfristige Änderungen der Vergabeverordnung zu diesen Punkten sind möglich.

Die Anzahl der Wartesemester vermindert sich um die Semester, die Sie bereits an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind/waren.

Es zählt die Durchschnittsnote Ihres zum Hochschulstudium berechtigenden Zeugnisses (z.B. Abiturzeugnis, Zeugnis der Fachhochschulreife nach Abschluss des praktischen Teils, Meisterprüfung).

Mit dieser Durchschnittsnote werden Sie auf der Leistungsrangliste geführt.

Falls in Ihrem Zeugnis keine Durchschnittsnote nachgewiesen ist, lassen Sie diese bitte formlos von der Stelle, die das Zeugnis ausgestellt hat, bestätigen.

 

Bewerbung und weitere Informationen

Die Auswahlgrenzen für das 1. Fachsemester der letzten Vergabeverfahren finden Sie hier.

Informationen zum höheren Fachsemester sowie Fragen und Antworten zum Thema finden Sie auf der Seite Bewerbung für ein höheres Fachsemester.

Die Zulassungsbescheide für ein 1. Fachsemester werden direkt nach Abschluss des Rankings online in Ihrem Bewerbungsaccount zur Verfügung gestellt. Parallel erhalten Sie eine Benachrichtigung an die von Ihnen hinterlegte E-Mail-Adresse.

In der Regel erfolgt das Ranking Ende Juli/Anfang August. Prüfen Sie daher in dieser Zeit regelmäßig Ihr E-Mail-Postfach und/oder Ihren Bewerbungsaccount. Sie können eine Vollmacht ausstellen, falls Sie in diesem Zeitraum nicht persönlich anwesend sind – z.B. wegen eines Auslandsaufenthaltes.

Ablehnungsbescheide werden erst nach Abschluss der eventuell stattfindenden Nachrückverfahren per Briefpost verschickt. (ca Ende August)

Sie haben im Auswahlverfahren leider keine Zulassung keine Zulassung für den gewünschten Studienplatz erhalten? Dann bietet das Losverfahren noch eine Zulassungschance auch für diejenigen, die sich zuvor für diesen aufnahmebeschränkten Studiengang nicht beworben hatten.

Wenn nach Abschluss des Vergabeverfahrens noch Plätze frei sind oder wieder frei werden, vergeben wir diese durch Auslosung. Note und Wartezeit spielen hier keine Rolle, alle Losbewerber haben die gleichen Chancen.

Die Bewerbung für die Teilnahme am Losverfahren für ein erstes Fachsemester ist nur online möglich. (voraussichtlich ab Ende August/Anfang September).

Senden Sie bitte keine formlosen Losbewerbungen ein, diese können nicht berücksichtigt werden!

Es wird nicht in allen aufnahmebeschränkten Fächern ein Losverfahren durchgeführt, dies hängt von den freien bzw. frei werdenden Studienplätzen ab.

Ausgeloste Bewerber/Bewerberinnen werden per E-Mail und durch entsprechende Dokumente in Ihrem Bewerbungsaccount informiert; Ablehnungen werden nicht verschickt.

Zusätzlicher Hinweis für Bewerbungen eines höheren Fachsemesters:

Hier ist die Bewerbung zur Teilnahme am Losverfahren formlos (z.B. durch eine Postkarte) zu beantragen. Reichen Sie bitte keine weiteren Bewerbungsunterlagen ein.

Sofern ein Losverfahren durchgeführt wird, erhalten Sie den Zulassungsbescheid postalisch mit einer Informationen zu ggf. nötigen Unterlagen.

Bei Kombinationsstudiengängen „Joint Bachelor of Arts“ und „Lehramt an Gymnasien“ müssen für alle Studienfächer der gewählten Kombination die jeweils erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Eine Teilzulassung ist nicht möglich.

Weitere Informationen finden Sie in der Übersicht „Ausschlussfrist“


Sonderanträge stellen Sie im Rahmen der Online-Bewerbung. Der Antrag ist mit entsprechenden Nachweisen bis einschließlich 15.07. (Ausschlussfrist) an der TU Darmstadt einzureichen.

Nachteilsausgleich Durchschnittsnote:

  • Voraussetzung ist, dass sich besondere Umstände, die Sie nicht zu vertreten haben (z. B. sehr lange krankheitsbedingte Fehlzeiten), nachteilig auf die Durchschnittsnote ausgewirkt haben. Ein Schulgutachten, aus dem der Leistungsabfall im Zusammenhang mit dem Ereignis sowie die verbesserte Durchschnittsnote hervorgehen, ist dem Sonderantrag beizufügen.

Nachteilsausgleich Wartezeit:

  • Voraussetzung ist, dass Sie durch besondere, nicht von Ihnen zu vertretende Umstände (z.B. lange krankheitsbedingte Fehlzeiten) daran gehindert waren, die Hochschulzugangsberechtigung zu einem früheren Zeitpunkt zu erwerben und damit eine entsprechende Wartezeit zu erreichen. Den Nachweis erbringen Sie durch eine Bestätigung der Schule, dass die Hochschulzugangsberechtigung ohne diesen Umstand bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätte abgelegt werden können.

Härtefallantrag:

  • Der Antrag setzt voraus, dass Sie sich in einer so schwerwiegenden Ausnahmesituation befinden, dass eine sofortige Zulassung zum gewünschten Studium zwingend erforderlich ist (z.B. besonders schwere Erkrankung mit Tendenz zur Verschlimmerung). Ein fachärztliches Gutachten müssen Sie dem Antrag beifügen. Bei der Entscheidung über eine Zulassung als Härtefall sind besonders strenge Maßstäbe anzulegen.

Der praktische Teil der Fachhochschulreife muss zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht abgeschlossen sein. Dieser Nachweis kann bis zur Immatrikulation nachgereicht werden.