DART Racing fährt auf Sieg

20.06.2011

DART Racing fährt auf Sieg

TU Darmstadt Racing Team präsentiert Rennwagen zeta2011 für die neue Saison

Das TU Darmstadt Racing Team e.V. (DART Racing) hat für die kommende Saison der „Formula Student“ einen neuen Rennwagen entwickelt und stellt ihn am Abend erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit dem zeta2011 genannten Boliden wollen die Studierenden an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen, in der DART Racing den achten Platz in der Gesamtwertung von weltweit über 450 Teams erreicht hatte.

Das TU Darmstadt Racing Team e.V. (DART Racing) hat für die kommende Saison der „Formula Student“ einen neuen Rennwagen entwickelt und stellt ihn am 20. Juni 2011 erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit dem zeta2011 genannten Boliden wollen die Studierenden an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen, in der DART Racing den achten Platz in der Gesamtwertung von weltweit über 450 Teams erreicht hatte. Bild: DART
Mit dem zeta2011 genannten Boliden wollen die Studierenden an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen. Foto: DART Racing

Seit 2005 nimmt DART Racing als studentische Hochschulgruppe der Technischen Universität Darmstadt an der weltweit ausgetragenen Rennserie „Formula Student“ teil. Die Saison 2010 war die bislang erfolgreichste: Ein 4. Platz im deutschen Wettbewerb, ein 3. Platz in Italien und ein 2. Platz in Österreich bedeuteten am Ende den 8. Platz in der Weltrangliste von über 450 Teams.

Carbon und Aluminium sparen Gewicht

Um an diesen Erfolg auch in der Saison 2011 anknüpfen zu können, haben die rund 45 studentischen Mitglieder seit dem vergangenen September einen neuen Rennwagen gebaut. Die Weiterentwicklung des Vorjahresmodells wird mit einem 95-PS-Motor angetrieben und ist mit einem Gewicht von rund 210 Kilogramm noch einmal 6 Kilogramm leichter als der Vorgänger epsilon2010. Gewicht spart vor allem der Einsatz von Carbon. Der extrem leichte Verbundwerkstoff kommt im zeta2011 unter anderem in der Monocoque-Karosserie, in den Querlenkern und den Antriebswellen zum Einsatz, die Achsschenkel bestehen aus dem ebenfalls leichten Aluminium. Ebenso wie die Karosserie haben die Studierenden die meisten Bauteile bis hin zu den Bremsscheiben selbst konstruiert. Die 15-Zoll-Reifen des Renners werden in Kooperation mit Pirelli jährlich weiterentwickelt und dem Team exklusiv zur Verfügung gestellt.

Das Auto wurde seit Ende September von den Studierenden komplett in Eigenregie konzipiert, konstruiert, entwickelt, gefertigt und montiert. In den ersten Monaten wurden die Konzepte erstellt, die Baugruppen konstruiert und der Grundstein für die Fertigung und Montage ab Januar gelegt. Nach dem heutigen Rollout wird das Auto in den kommenden Wochen nun für die Wettbewerbe fit gemacht und das Fahrwerk und der Motor abgestimmt. Während das Team kontinuierlich an dem Auto weiter arbeitet, verbessern die Fahrer ihre Fähigkeiten auf verschieden Teststrecken. Der Saison beginnt auf dem Red Bull Ring in Österreich (27. bis 30. Juli), vom 4. bis 8. August findet das „Heimrennen“ in Hockenheim statt. Zum Saisonabschluss geht es vom 2. bis 5. September nach Italien.

Studierende arbeiten in Eigenregie

Die Mitglieder von DART Racing wollen nicht nur an den Rennen teilnehmen, sondern auch mit einem innovativen und anspruchsvollen Konzept überzeugen. So hat sich der Verein außerdem der Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik verschrieben, was durch die zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten bekräftigt wird, die in das Projekt einfließen. Die engagierten Teammitglieder, die an der TU Darmstadt Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen, Mechanik oder Informatik studieren, begreifen die Formula Student als Chance, den eher theoretischen Lehrplan mit Begeisterung für Motorsport und Praxiserfahrung zu verbinden. Sie haben die Möglichkeit, den kompletten Entwicklungsprozess des Fahrzeugs mit zu gestalten und ihr Studium um Erfahrungen in der praxisorientierten Team- und Projektarbeit zu ergänzen. Die Studierenden arbeiten gänzlich in Eigenregie und leisten die gesamte Arbeit im Verein und im Team zusätzlich neben ihrem Studium.

In der „Formula Student“ treten weltweit mehr als 450 Teams auf über zehn Wettbewerben gegeneinander an. Die „Formula Student“ ist in erster Linie ein Konstruktionswettbewerb, allerdings fließen auch Parameter wie Beschleunigung, Kraftstoffverbrauch und Handling der Fahrzeuge in die Bewertung ein. Zudem muss das Gesamtkonzept aus Kosten, Konstruktion und Leistung einer Fachjury präsentiert werden.

zeta 2011: Daten und Fakten

Gesamtgewicht: ca. 210 KG

Antrieb: 600 ccm Suzuki GSX-R 600 Motor (ca. 95 PS)

Gesamtlänge: 2,815 m

Gesamtbreite: 1,415 m

Gesamthöhe: 1,110 m

Kosten:

ca. 80.000 Euro Materialkosten

ca. 30.000 Arbeitsstunden der Team-Mitglieder

zur Liste