TU Darmstadt auf der CeBIT 2012

05.03.2012

TU Darmstadt auf der CeBIT 2012

Universität präsentiert fünf Forschungsprojekte

Die intelligente Baustelle, eine App, die Restaurants für den aktuellen Anlass sucht, Computer-Spiele, die körperlich fit halten, ein Transportmanagement, das Spediteuren die Verlagerung des Transports auf die Schiene erleichtert – die TU Darmstadt zeigt vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT in Hannover, wie es geht.

Rote Fahnen der CeBIT 2012. Bild: Rainer Jensen / Deutsche Messe
Die TU Darmstadt präsentiert fünf Forschungsprojekte auf der CeBIT 2012. Bild: Rainer Jensen / Deutsche Messe

Die intelligente Baustelle kommt

Wissenschaftler am Institut für Baubetrieb der TU Darmstadt haben ein System entwickelt, das die Optimierung von Bauprozessen ermöglicht. Das Szenario der intelligenten Baustelle präsentiert das Institut für Baubetrieb gemeinsam mit der Software AG nun auf der CeBIT.

Das neue System kombiniert eine Prozessmanagementsoftware mit Positionssensorik. Der Stand der Bauausführung wird so über die Position von Baufahrzeugen, Kranen, Schalelementen oder anderen Betriebsmitteln verfolgt. Zusätzliche Informationen lassen sich über Online-Eingabemasken oder durch eine Informationsverknüpfung per Barcode, die beispielsweise auf Lieferscheinen von Materialtransporten angebracht sind, in das System einbinden. Das Tool ermöglicht der Bauleitung damit neben der umfassenden Dokumentation der Bauausführung auch die Steuerung der entsprechenden Prozesse in Echtzeit, so dass die zur Verfügung stehenden Kapazitäten auf der Baustelle bestmöglich eingesetzt werden.

Das Forschungsprojekt wird präsentiert am Stand D11, Halle 4.

foodQuest – Restaurantempfehlungen je nach Anlass

foodQuest ist die ganz andere Suche nach Restaurants: Statt einer Umkreissuche oder Küchenauswahl rückt der Anlass des Restaurantbesuchs in den Vordergrund. Der Benutzer wählt den aktuellen Anlass, z.B. Kunden-Essen, stilvolles Date oder Kindergeburtstag, in der foodQuest-App aus und erhält passende Empfehlungen. Mit der App kann er sofort online einen Tisch reservieren bzw. alternativ im Restaurant anrufen.

Die Einführung der kostenfrei verfügbaren iPhone-App ist für Juni 2012 geplant. Auf der CeBIT präsentieren die foodQuest-Gründer Ken Knoll und Chris Chard einen ersten Prototyp für Hannover.

Der Stand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen auf der CeBIT. Die TU Darmstadt zeigt dort mehrere Forschungsprojekte. Bild: Ken Knoll
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Der Stand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen auf der CeBIT. Die TU Darmstadt zeigt dort mehrere Forschungsprojekte. Bild: Ken Knoll

Serious Games für Sport, Gesundheit und Lernen

Das Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) präsentiert attraktive Spiele, die für Bildung, Gesundheit und Sport eingesetzt werden können.

Für Menschen, die durch Krankheit oder Alter körperlich eingeschränkt sind, ist es schwierig, sich ausreichend zu bewegen. Exergames sind Computerspiele, die diesen Menschen helfen, sich körperlich fit zu halten: Die Anwendung ErgoActive ist ein spielerisches Herz-Kreislauf-Training; BalanceFit ist ein Spiel zum Training von Kraft, Koordination und Balance, um die Sturzgefahr von hochbetagten Senioren zu verringern.

Kollaboratives Lernen in 3D und Pedale fördern die Zusammenarbeit bzw. dienen der Beurteilung und individuellen Lernförderung von Schülerinnen und Schülern.

Video „Der will doch nur spielen – Serious Games“

Simulation und Datenfluss in Transportnetzwerken

Ein Forschungsschwerpunkt des Fachgebiets Unternehmensführung und Logistik ist das Transportmanagement. Im Mittelpunkt der Entwicklung stehen DV-gestützte Entscheidungshilfen für Transport-Unternehmen.

Das Projekt VESUHV versucht, mithilfe eines standardisierten und zuverlässigen Datenaustauschs die Effektivität der Transportkette zu erhöhen. Das Projekt MitKV unterstützt bei der Entscheidung, ob eine Verlagerung des Transports vom Sattelaufleger auf die Schiene technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Anforderungskonforme Prozessmodellierung und –motivation (aPM2)

Unternehmen müssen schnell und flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren. Dazu müssen Unternehmensabläufe und –prozesse kurzfristig geändert werden. aPM2 ist eine ganzheitliche Modellierungs- bzw. Dokumentationsverfahren, mit dessen Hilfe das Unternehmen transparent machen kann, welche Aktivitäten in welcher Reihenfolge, von wem mit welchen Mittel ausgeführt werden.

Der auf der CeBIT vorgestellte Prototyp ist eine modulare Webanwendung und basiert teilweise auf OpenSource-Anwendungen.

Die Forschungsprojekte foodQuest, Serious Games, Transportnetzwerke und aPM2 präsentiert die TU Darmstadt am Stand D20 des TechnologieTransferNetzwerks Hessen, Halle 26.

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