Deutsche-chinesische Forscher im neuen Licht

31.08.2012

Deutsche-chinesische Forscher im neuen Licht

TU Darmstadt am Kooperationsprogramm zu LED-Technologien führend beteiligt

China und Deutschland bauen ihre Forschungs-Kooperation aus, um LED-Technologien preiswerter, sauberer und effizienter zu gestalten. Einige der Leitprojekte wird das Fachgebiet Lichttechnik der TU Darmstadt steuern.

LED-Leuchte Siteco DL10
Zukunftstechnologie LED – Forscher der TU Darmstadt sind an dem deutsch-chinesischen Kooperationsprogramm führend beteiligt. Foto: Siteco

So umfassend wie jetzt haben Wissenschaftler aus China und Deutschland noch nie ihr Know-how und die künftigen Herausforderungen zum Thema Beleuchtungstechnik zusammengetragen: Bundesforschungsministerin Annette Schavan und ihr chinesischer Amtskollege Wan Gang unterzeichneten im Rahmen der aktuellen Regierungskonsultationen beider Staaten in Peking eine Vereinbarung zur Forschungskooperation zu energieeffizienten LED-Technologien. Professor Tran Quoc Khanh, Leiter des Fachgebiets Lichttechnik der TU Darmstadt, ist ein wichtiger Partner.

Khanh ist im Rahmen des Forschungs-Konsortiums der Beauftragte für die Erforschung biologischer und gesundheitlicher Wirkungen von Licht sowie für das Projekt einer gemeinsamen und einheitlichen Kalibrierung von Messeinrichtungen in Testlabors. Außerdem wird er Ergebnisse aus LED-Demonstrationsprojekten, etwa bei der Straßenbeleuchtung und bei der Beleuchtung von Schulen, auswerten.

Das Fachgebiet Lichttechnik der TU Darmstadt forscht intensiv über LED-Technologien. Es entwickelt neue Lösungen für Lichtmesstechnik, Straßenlampen, Auto-Scheinwerfer und -rückleuchten sowie für hocheffiziente Innenraumbeleuchtung in Niedrigenergiehäusern. Ein Team befasst sich mit der Spektral-Empfindlichkeit des menschlichen Auges.

Professor Khanh wird Ende September eine Forschungsdelegation aus China sowie Fachexperten anderer deutscher Forschungseinrichtungen an der TU Darmstadt empfangen.

TU Darmstadt in China stark engagiert

Auch beim deutsch-chinesischen Forschungs- und Innovationsprogramm „Sauberes Wasser“ hat die TU Darmstadt eine führende Rolle inne: Bundesforschungsministerin Schavan zog nun in Peking eine positive Zwischenbilanz des Programms. So wird im Rahmen des Verbundprojekts „Semizentral“ ein Wasserversorgungs- und Entsorgungssystem in Quingdao aufgebaut. Federführend ist das Fachgebiet Abwassertechnik der TU Darmstadt unter seinem Leiter Professor Peter Cornel.

zur Liste