Preise und Auszeichnungen

10.04.2013

Preise und Auszeichnungen

Wissenschaftler und Studierende der TU Darmstadt erbringen regelmäßig herausragende Leistungen in Forschung und Lehre. Eine Übersicht der jüngsten Preise:

Dr. Jörg Broschek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft, wird im Juli 2013 einen „Canada Research Chair“ an der Wilfrid Laurier University (WLU) in Waterloo übernehmen. Die „Canada Research Chairs“ dienen der Förderung von Exzellenz in der Forschung und werden im Rahmen eines Programms der kanadischen Regierung auf Vorschlag einer Universität vergeben. Für nicht-kanadische Wissenschaftler ist eine solche Berufung eine hohe Auszeichnung und Anerkennung bisheriger wissenschaftlicher Leistungen.

Broschek hat in seinen Arbeiten zur vergleichenden Föderalismusforschung einen eigenen Ansatz eines historischen Institutionalismus entwickelt, der wesentlich zum besseren Verständnis der Dynamik von föderalen Regierungssystemen beiträgt. In seiner Forschung an der Wilfrid Laurier University wird Broschek diese Arbeiten fortsetzen und auf der Grundlage seiner Theorie die institutionelle Architektur, die historische Entwicklung, die Leistungsfähigkeit und die demokratische Qualität von Bundesstaaten in Nordamerika und Europa untersuchen.

Jens Kober, Absolvent des Fachgebiets Intelligente Autonome Systeme, Fachbereich Informatik, wurde mit dem Georges Giralt Award ausgezeichnet. Mit dem Award zeichnet das European Robotics Research Network (EURON) jährlich die beste europäische Doktorarbeit in der Robotik aus. Kober erhält den Preis für seine Arbeit „Learning Motor Skills: From Algorithms to Robot Experiments“.

Jens Kober ist der dritte deutsche Robotiker, der den Georges Giralt Award erhält. Kober studierte und forschte an der Universität Stuttgart, der Ecole Centrale Paris und am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik. Seine Dissertation wurde an der TU Darmstadt von Prof. Dr. Jan Peters betreut.

Professor Horst Hahn wurde mit dem Robert Franklin Mehl Award ausgezeichnet. Hahn, Professor im Bereich Materialwissenschaft der TU Darmstadt und Geschäftsführer des Instituts für Nanotechnologie Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ist erst der sechste deutsche Wissenschaftler, der die angesehene Auszeichnung von der Minerals, Metals & Materials Society (TMS) erhält.

Professor Horst Hahns Arbeiten zur Herstellung von Nanopartikeln mittels Inertgas und chemischer Gasphasen-Synthese sind Grundlage für heutige industrielle Produktionsverfahren. Er gilt international als Wegbereiter der Erforschung der so genannten nanokristallinen Materialien, aus denen Werkstoffe mit gänzlich neuen bewusst hergestellten Eigenschaften möglich geworden sind.

Der Robert Franklin Mehl Award ist der höchste Preis, den die TMS verleiht. Er soll jene Qualitäten anerkennen, die wirklich herausragende Wissenschaftler im Bereich der Natur- und Technikwissenschaften charakterisieren: Originalität und Brillanz des Denkens kombiniert mit wissenschaftlichen Visionen, die disziplinübergreifend sind.

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