Neue Karrierewege nach der Promotion

30.04.2013

Neue Karrierewege nach der Promotion

An der TU finden universitäre Forschung und industrielle Anwendung zueinander

Mit einem neuen Modell zur Förderung der Karrierechancen promovierter Ingenieure und Ingenieurinnen hat die TU Darmstadt zwei Nachwuchsgruppen an der Schnittstelle von Forschung und Anwendung gegründet.

Dr. Steven Wagner mit einer Versuchsanordnung. Bild: Katrin Binner
Dr. Steven Wagner leitet die UNICO-Gruppe Hochtemperatur Prozessdiagnostik. Bild: Katrin Binner

Die TU Darmstadt reagiert mit University Industry Collaborative (UNICO) Research Groups auf sich ändernde Qualifizierungswege und Anforderungen in den anwendungsnahen Ingenieurwissenschaften.

UNICO verknüpft universitäre Forschung und industrielle Anwendung und bietet so promovierten Ingenieuren einen neuartigen Weg für die wissenschaftliche Weiterqualifikation, der durch eine reine Tätigkeit in der Industrie im Anschluss an die Promotion oft nicht möglich ist.

Qualifizierung für zwei Berufswelten

Professor Bruder, Wissenschaftlicher Direktor von Ingenium an der TU Darmstadt und Vorsitzender der Auswahlkommission von UNICO, sieht in dem Programm großes Potential für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: „Mit UNICO schafft die TU Darmstadt ein neues Angebot zur Unterstützung von attraktiven Karrierewegen, die in der industriellen Praxis, aber eben auch in einem akademischen Umfeld liegen können.“

Nachwuchswissenschaftler mit einer hohen Anwendungsorientierung können mit UNICO als Leiter ihrer eigenen Gruppe für bis zu fünf Jahre ihre Forschungserfahrung vertiefen. Sie entwickeln in dieser Zeit ihr eigenes wissenschaftliches Profil und arbeiten zugleich eng mit industriellen Kooperationspartnern zusammen.

Ziel der UNICO Research Groups ist eine Qualifikation der Wissenschaftler sowohl für eine Professur als auch für eine Leitungsposition in der Industrie oder der außeruniversitären Forschung.

Rückenwind für Forschung und Karriere

Unterstützt werden die Gruppen aus Mitteln des Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets des hessischen Wissenschaftsministeriums sowie durch ein etabliertes Fachgebiet der TU, welches zudem Kontakte und die wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellt. Für die weitere Vernetzung und Karriereorientierung wird durch die TU ein Begleitprogramm an Qualifizierungsmaßnahmen, Coaching und Mentoring angeboten.

Nach einem kompetitiven Auswahlverfahren sind mit Dr. Steven Wagner und Dr. Martin Knöll im Oktober 2012 und Februar 2013 die ersten beiden UNICO Research Groups in den Fachbereichen Maschinenbau und Architektur gegründet worden.

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