LOEWE stärkt auch im Jahr 2014 die TU Darmstadt

29.11.2013

LOEWE stärkt auch im Jahr 2014 die TU Darmstadt

Drei Schwerpunkte erhalten 2,6 Millionen Euro

Mehrere Forschungsprojekte der TU Darmstadt werden im Rahmen der hessischen Forschungsinitiative „LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ auch im kommenden Jahr finanziell gefördert.

Ein Forscher arbeitet an einer Antenne. Bild: Katrin Binner
Szenarien für eine „Smart City“: Das an der TU federführend angesiedelte LOEWE-Projekt „Cocoon “ wird mit 994.000 Euro gefördert. Bild: Katrin Binner

Wie das hessische Wissenschaftsministerium bekannt gab, wird das seit 2011 geförderte LOEWE-Schwerpunkt „Dynamo PLV – Dynamische und nahtlose Integration von Produktion, Logistik und Verkehr“ in 2014 mit rund 874.000 Euro unterstützt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an der verbesserten Verzahnung von Güter- und Informationsflüssen im Rahmen industriellen Wertschöpfungsketten. Dabei berücksichtigen sie Trends wie Globalisierung oder Urbanisierung.

Rund 750.000 Euro erhält der an der TU Darmstadt verankerte LOEWE-Schwerpunkt „SOFT CONTROL – Mit Polymeren an Grenzflächen Funktionen effizient schalten“. Hier geht es um Entschlüsselung des Zusammenhangs von Strukturänderungen von Polymeren durch externe Reize wie Licht, Chemikalien, magnetische oder elektrische Felder.

Ziel ist es, homogene, schnelle und effiziente Schaltvorgänge an dünnen Polymer- und Polymerhybrid-Schichten zu ermöglichen, um Folgeprozesse (z.B. Katalyse, Transportprozesse, Grenzflächen- und Bioaktivität) effizient zu modulieren. Neben der TU Darmstadt sind das Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF/Forschungsbereich Kunststoffe in Darmstadt sowie die Hochschule Darmstadt an dem Schwerpunkt beteiligt.

Kooperative Sensorkommunikation und Digital Humanities

Schließlich wird das an der TU Darmstadt federführend angesiedelte LOEWE-Projekt „Cocoon – Kooperative Sensorkommunikation“ mit 994.000 Euro gefördert. Forscher der TU Darmstadt und der Uni Kassel entwickeln Szenarien für eine „Smart City“, in der zum Beispiel sensorbestückte Alltags-Technikgeräte (etwa Smartphones) in einer Stadt intelligent miteinander verknüpft sind.

An der Verwirklichung dieser Vision arbeiten Informatiker, Elektro- und Informationstechniker sowie Mathematiker. Diese Form vernetzter Kommunikation funktioniert drahtlos über Funk und schafft durch die Auswertung der anfallenden Daten einen Mehrwert für alle Teilnehmer. Die Forschung des LOEWE-Schwerpunkts ist insbesondere für die Anwendungsfelder Verkehr, Gesundheit, Sicherheit und Energieeinsparung gesellschaftspolitisch und ökonomisch bedeutend.

Der LOEWE-Schwerpunkt „Digital Humanities – Integrierte Aufbereitung und Auswertung textbasierter Corpora“ (Federführung Goethe-Universität Frankfurt, Beteiligung TU Darmstadt) erhält im nächsten Jahr 886.000 Euro Landesförderung. In diesem Verbundprojekt entwickeln Geistes- und Kulturwissenschaften und Informatik Methoden und Werkzeuge, um die riesigen Datenmengen, die inzwischen als digitale Texte, Bilder, Filme, Tonaufzeichnungen und Kataloge vorliegen, wissenschaftlich auszuwerten und zu vernetzen.

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