Fit für die Industrie 4.0

11.06.2014

Fit für die Industrie 4.0

Hessischer Wirtschaftsminister auf Antrittsbesuch – Fördergeld für Modellfabrik

Die Technische Universität Darmstadt ist mit Forschung und Lehre ein starker Motor für die hessische Wirtschaft. Davon hat sich heute der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei seinem Antrittsbesuch überzeugt. Al-Wazir informierte sich unter anderem über das neue Projekt „Effiziente Fabrik 4.0“, für das er einen Förderbescheid über 537.000 Euro überreichte.

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (m.) mit Prof. Joachim Metternich (li.) und TU-Vizepräsidentin Prof. Mira Mezini. Bild: Claus Völker
Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (m.) informiert sich über die „Werkbank der Zukunft“ (mit Prof. Joachim Metternich und TU-Vizepräsidentin Prof. Mira Mezini). Bild: Claus Völker

Tarek Al-Wazir wies bei der Übergabe des Bescheids auf die Bedeutung eines intelligenten Umgangs mit Rohstoffen und Energie hin, für den an der TU geforscht wird: „Nur ein ressourceneffizienter Standort wird ökonomisch konkurrenzfähig und ökologisch nachhaltig sein können. Die ,Werkbank der Zukunft‘, die in Darmstadt entsteht, soll hessischen Unternehmen helfen, ihre Produktion durch fortschrittliche Technologien zu optimieren.“

Für den Standort Hessen ist die industrielle Produktion ein wichtiger Wirtschaftszweig. Um im globalen Wettbewerb mithalten zu können, ist vor allem der effiziente Einsatz von Ressourcen gefragt.

Hier setzt das Projekt „Effiziente Fabrik 4.0“ an, das das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) und das Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) am Fachbereich Maschinenbau zusammen mit externen Partnern realisieren: Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien sollen künftig in der industriellen Produktion zum Einsatz kommen, um die Prozesse dort effizienter zu gestalten.

Wie man vorhandene Technologien und Ansätze intelligent verknüpft und wie der Einsatz in bereits bestehenden Betrieben und Produktionsumgebungen in der Praxis aussehen kann, wird im Projekt „Effiziente Fabrik 4.0“ erforscht, erprobt und in einem späteren Stadium Anwendern in der Prozesslernfabrik der TU Darmstadt anschaulich vor Augen geführt. Hier werden auch Workshops stattfinden, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der freien Wirtschaft an der integrierten Technologie zu schulen und so die Kompetenzen hessischer Unternehmen zu fördern.

Effiziente Fabrik und Gründungsstrategie

Minister Tarek Al-Wazir mit Professorinnen und Professoren der TU Darmstadt. Bild: Claus Völker
Der Wirtschaftsminister überreichte bei seinem Antrittsbesuch einen Förderbescheid für das neue Projekt „Effiziente Fabrik 4.0“. Bild: Claus Völker

Das neue Projekt startete im Mai und läuft bis Ende 2015. Es baut auf die schon an der TU laufenden Vorhaben „Smart Tool“, „SmartF-IT“ und „Eta-Fabrik“ auf.

„Von der ,Effizienten Fabrik 4.0‘ profitieren die TU Darmstadt als eine der führenden technischen Universitäten Deutschlands und die hessische Wirtschaft gleichermaßen“, sagt Professor Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU. „Wir bilden hier herausragende Nachwuchswissenschaftler und Fachkräfte aus und stärken durch unseren Wissens- und Technologietransfer die Wettbewerbsfähigkeit hessischer Unternehmen.“

Professor Joachim Metternich, Institutsleiter des PTW, ergänzt: „Das Projekt ,Effiziente Fabrik 4.0‘ gliedert sich nahtlos in die existierenden Lernfabriken an der TU Darmstadt ein. Es erweitert die bestehenden Lernumgebungen um neueste Forschungserkenntnisse zur Verknüpfung von klassischer industrieller Produktion mit dem ,Internet der Dinge‘. Ziel ist es, die intelligente Fabrik zum Gegenstand von Aus- und Weiterbildung sowie weiterer Forschung zu machen.“

Während seines Antrittsbesuches informierte sich Minister Al-Wazir außerdem über die energieeffiziente „Eta-Fabrik“, die derzeit an der TU aufgebaut wird, über das Konzept der Prozesslernfabrik und über die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich Energie, die an der TU intensiv praktiziert wird. In einem weiteren Programmpunkt ging es um die Gründungsstrategie der TU Darmstadt. Unter anderem berichteten junge Gründerinnen und Gründer über ihre Vorhaben, mit denen sie den Schritt aus dem universitären Umfeld in die Wirtschaft wagen.

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