TU Darmstadt kompakt

17.04.2015

TU Darmstadt kompakt

Veranstaltungstipps für die Woche vom 20.4.-26.4.2015

Ob Ausstellungen, Führungen oder öffentliche Vorlesungen: Regelmäßig finden an der TU Darmstadt spannende Veranstaltungen statt. Eine Auswahl für die kommende Woche: Frühlingsfest im Schlossgraben, einen Vortrag zum energieautarken Studierenden-Wohnheim CUBITY sowie eine Filmvorführung über Clara Immerwahr.

Schlossgraben. Bild: Jan Ehlers
Frühling im Schlossgraben: Das feiert die TU Darmstadt am 25. April mit einer Mitmachaktion und einem Fest. Bild: Jan Ehlers

Mitmach- und Frühlingsfest mit Führungen durch Garten und Schloss

TU lädt zum Saisonstart in den Schlossgraben

Die TU Darmstadt lädt Gartenbegeisterte am Samstag zur nächsten Mitmachaktion und zum anschließenden Frühlingsfest ein.

Ab 11.00 Uhr können Gartenfreundinnen und -freunde bei der Mitmachaktion helfen, den bereits angelegten Teil des Schlossgrabens herauszuputzen. Gesucht werden Freiwillige, die Totholz und Unrat einsammeln und Efeu zurückschneiden.

Für die Aktion ist eine Anmeldung unter erforderlich.

Um 13:00 Uhr eröffnet Kanzler Manfred Efinger das anschließenden Frühlingsfest: Führungen durch den Schlossgraben informieren über den Fortgang der Sanierungs- und Gestaltungsarbeiten. Außerdem besteht Gelegenheit, auf eigene Faust durch den Graben zu flanieren und sich bei Kaffee und Kuchen mit anderen Gartenbegeisterten auszutauschen. Gegen eine geringe Spende kann man sich während des Festes einen kleinen Teil des Schlossgrabens für zu Hause eintopfen: kleine Dachwurz-Pflänzchen, die daran erinnern, dass diese Dickblattgewächse früher auf Dächern von Gebäuden wie dem Darmstädter Schloss wuchsen. Unter anderem waren sie als Blitzschutz gern gesehen.

Zeit: Samstag 25.4., 11:00-17:00 Uhr
Ort: Residenzschloss Darmstadt, Marktplatz 15, Schlossgraben

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Ringvorlesung: „Global Challenges: Armut“

Zwischen Armutsbekämpfung und Mittelschichtspolitik: Wohnungspolitik in Deutschland
Björn Egner

Nicht zuletzt seit Thomas Pikettys viel beachtetem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ sind Armut und soziale Ungleichheit zurück auf der Agenda der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In der interdisziplinären Ringvorlesung „Global Challenges“ steht deshalb in diesem Jahr das Thema Armut im Mittelpunkt. Das vielgestaltige Phänomen der Armut und sozialen Ausgrenzung, sowie die Möglichkeiten effektiver Armutsbekämpfung werden dabei stets in einer Doppelperspektive betrachtet: zum einen mit Blick auf Armut in hochentwickelten Industrieländern wie Deutschland, zum anderen mit Blick auf globale Ungleichheit und Armutsbekämpfung in den wenig entwickelten Ländern des globale Südens.

Zeit: Montag, 20.4., 18:00 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Gebäude S2|07, Raum 167, Hochschulstr. 6, 64289 Darmstadt


Vorlesungsreihe: Was steckt dahinter?

CUBITY „Plus-Energy and Modular Future Student Living“, Demonstrationsprojekt Solar Decathlon Europa 2014
Prof. Dipl.-Ing. M. Arch. Anett-Maud Joppien, Fachbereich Architektur, TU Darmstadt

Im Sommer 2014 stellte der Fachbereich Architektur der TU Darmstadt sein Projekt „Cubity“ auf dem europäischen Solar Decathlon in Frankreich vor. Cubity, das sind zwölf innovative, energieautarke Wohnmodule für Studierende, die in einem offenen Gesamtkonzept aus Gemeinschaftsflächen anordnet sind und an ein „Dorf in einem Haus“ erinnern.

Anett-Maud Joppien berichtet über das Projekt: Das Ziel, das studentische Wohnprojekt im Plus-Energiestandard zu planen und errichten, stellte zusammen mit den Anforderungen nach Modularität, Mobilität, Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz hinsichtlich der wechselseitigen Komplexität eine große Herausforderung für alle Beteiligten dar.

Zeit: Dienstag, 21.4, 17:15-18:45 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Magdalenenstraße 12, Historisches Maschinenhaus, Gebäude S1|05, Georg- Wickop-Hörsaal

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Kino im Audimax

Filmkreis der TU Darmstadt zeigt: Clara Immerwahr
Mit einer Einführung von Prof. Müller-Plathe und Prof. Nordmann

Am 22. April 1915 setzte das deutsche Militär weltweit erstmals Giftgas als moderne Massenvernichtungswaffe ein. Die zweite Flandern-Schlacht bei Ypern ging als Menetekel in die Geschichte ein. Anlässlich dieses Gedenktags zeigt der Filmkreis der TU Darmstadt den 2014 entstandenen Fernsehfilm „Clara Immerwahr“. Clara Immerwahr war die Ehefrau des Chemikers Fritz Haber, der mit seiner Forschung dem Giftgaskrieg den Weg bereitete.

Vor der Filmführung ordnen Professor Florian Müller-Plathe (Chemie) und Professor Alfred Nordmann (Philosophie) in einer kurzen Einführung die Film-Story ein in den zeitgenössischen Kontext der Chemie, Chemiegeschichte und Philosophie. Diese Hintergründe verleihen dem Geschehen im Film eine besondere Dramatik, Brisanz und Bedeutung: So scheinen einerseits die Chancen und Möglichkeiten der Chemie in der industrialisierten Gesellschaft des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert auf. Andererseits eröffnen sich Optionen der Wissenschaft als Beruf, der auch für neue Personengruppen zugänglich wird. Schließlich wird eine Ambivalenz gegenüber Wissenschaft und Technik deutlich, die Fortschritt und Wohlergehen versprechen und zugleich auch als entmenschlichend wahrgenommen werden.

Der Eintritt ist frei. Der Film wird im Rahmen von „DA stimmt die Chemie“ gezeigt.

Zeit: Dienstag, 21.4., 20:00 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Karolinenplatz 5, Gebäude S1|01, Audimax

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Mittwoch-Abend-Vortrag des Fachbereichs Architektur

Werke
Charles Pictet, Genf

Charles Pictet gehört zur jungen Schweizer Architekturszene. Immer wieder wird er – nicht nur von Fachpublikum – für seine puristischen Bauten gelobt. In den letzten Jahren hat er zahlreiche Preise gewonnen, aktuell ist er unter den 20 Finalisten des Häuser Awards 2015.

Zeit: Mittwoch, 22.4., 18:00-20:00 Uhr
Ort: Campus Lichtwiese, Franziska-Braun-Straße 10, Hörsaal- und Medienzentrum (Geb. L4|02), Hörsaal 202

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Ringvorlesung: Vergiftete Atmosphäre – Chemische Waffen und ihre Geschichte

Ypern, der Tag danach
Alfred Nordmann und Florian Müller-Plathe, TU Darmstadt

Am 22. April jährt sich zum 100. Mal der erste Großeinsatz moderner chemischer Waffen in einem Krieg. In der Schlacht bei Ypern in Flandern wurden 6000 Tonnen Chlorgas von deutschen Truppen auf den Feind geblasen – unter fachkundiger Anleitung von deutschen Forschern. Vielfach totgesagt, erfuhren sie vor zwei Jahren ihre vorerst letzte Wiederbelebung im syrischen Bürgerkrieg. Die Ringvorlesung beleuchtet nicht nur die militärischen, chemischen und technischen Aspekte der letzten hundert Jahre chemischer Kriegführung, sondern darüber hinaus die geschichtliche Dimension bis hin zu ihrer völkerrechtlichen Ächtung in der Chemiewaffenkonvention, die Problematik ihrer Entsorgung, ihre Bedeutung im Katastrophenschutz und nicht zuletzt ihre Spuren in Kunst, Literatur und Film.

Zeit: Donnerstag, 23.4., 12:00-13:30 Uhr
Ort: Campus Lichtwiese, Alarich-Weiss-Str. 4, Gebäude L2|02, Raum 762

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