TU Darmstadt kompakt

04.05.2015

TU Darmstadt kompakt

Veranstaltungstipps für die Woche vom 4.5.-10.5.2015

Ob Ausstellungen, Führungen oder öffentliche Vorlesungen: Regelmäßig finden an der TU Darmstadt spannende Veranstaltungen statt. Eine Auswahl für die kommende Woche: der Studieninformationstag TUDay, ein Vortrag über die Chemie der Chemiewaffen sowie die Game Days 2015.

Schüler am TUDay. (c) Andreas Arnold
Einblicke für Schülerinnen und Schüler bietet der TUDay. Bild: Andreas Arnold

TUDay 2015

Studieninformationstag an der TU Darmstadt

„Soll ich lieber Chemie studieren oder Biomolecular Engineering?“ „Was macht ein Mathematiker später im Beruf?“ und „Was ist eigentlich Psychologie in IT?“ Es sind viele ähnliche Fragen, die sich Schülerinnen und Schüler vor dem Abitur stellen. Antworten darauf kann ein Besuch des Studieninformationstags am 06. Mai 2015 geben.

An diesem Informationstag präsentiert sich die TU Darmstadt als Studienort. Spezielle Vorträge, Führungen, typische Lehrveranstaltungen und Gespräche mit Lehrenden und Studierenden bieten Einblick in sämtliche Studiengänge. Alle Studieninteressierten können sich so ein eigenständiges und realitätsnahes Bild vom Studienangebot, den Studienbedingungen und dem studentischen Alltag verschaffen.

Der TUDay richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 bzw. der Qualifikationsphase 2, aber auch alle anderen Studieninteressierten sind herzlich willkommen.

Zeit: Mittwoch, 6.5., 9:00-17:00 Uhr
Ort: Zentrale Begrüßung in der Mensa Stadtmitte, Otto-Berndt- Halle, Gebäude S1|11, Alexanderstraße 4
Danach dezentrale Veranstaltungsorte an den Fachbereichen und Instituten

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Darmstädter Energie-Kolloquium

Rückbau kerntechnischer Anlagen
Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes, Karlsruher Institut für Technologie

Die Stilllegung kerntechnischer Anlagen rückt durch den begrenzten Lebenszyklus als auch durch den politisch beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie immer mehr in das öffentliche Interesse. Der komplette Rückbau stellt für die beteiligten Ingenieure ein überaus komplexes Problem mit unzähligen Randbedingungen und Variablen dar.

Standardbaumaschinen dienen oft als Grundlage für Rückbauarbeiten, müssen aber bei jeder Anwendung bzw. für jedes Bauteil neu angepasst, weiterentwickelt und mit Zusatzsensoren ausgestattet werden. Die Rückbaukosten liegen je nach Bauart der Kraftwerke bei mehreren hundert Millionen Euro. Der Ausstieg aus der Kernenergie und die damit verbundene Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke bis zum Jahre 2022 haben die Thematik in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gesetzt. Weltweit werden über 440 Kernkraftwerke betrieben.

Eine aktuelle Schätzung geht davon aus, dass etwa 200 Reaktoren bis 2040 weltweit stillgelegt werden. Die Kosten für den Rückbau der weltweit laufenden Anlagen werden auf mehr als 100 Milliarden Dollar beziffert. Sascha Gentes stellt in seinem Vortrag die notwendigen Techniken und Verfahren beispielhaft dar.

Zeit: Montag 4.5., 16:15-17:45 Uhr
Ort: Campus Botanischer Garten, Gebäude B2|02, Schnittspahnstr. 9, Raum 30

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Ringvorlesung: „Global Challenges: Armut“

Soziale Sicherung in Entwicklungsländern, Carina Schmitt

Nicht zuletzt seit Thomas Pikettys viel beachtetem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ sind Armut und soziale Ungleichheit zurück auf der Agenda der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In der interdisziplinären Ringvorlesung „Global Challenges“ steht deshalb in diesem Jahr das Thema Armut im Mittelpunkt. Das vielgestaltige Phänomen der Armut und sozialen Ausgrenzung, sowie die Möglichkeiten effektiver Armutsbekämpfung werden dabei stets in einer Doppelperspektive betrachtet: zum einen mit Blick auf Armut in hochentwickelten Industrieländern wie Deutschland, zum anderen mit Blick auf globale Ungleichheit und Armutsbekämpfung in den wenig entwickelten Ländern des globale Südens.

Zeit: Montag, 4.5., 18:00 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Gebäude S2|07, Hochschulstr. 6, Raum 167


Vorlesungsreihe: Was steckt dahinter?

Entstehung der schweren Elemente in Supernovae und Kollisionen von Neutronensternen
Prof. Dr. Almudena Arcones, Fachbereich Physik

Bei allen Elementen, die schwerer als Eisen sind (z.B. Gold oder Uran), ist ihre Entstehung ein ungelöstes Rätsel. Nur unter extremen Bedingungen ist es überhaupt möglich, schwere Elemente herzustellen. Dies deutet auf explosionsartige Phänomene im Universum hin, bei denen gewaltige Mengen an Energie freigesetzt werden, wie beispielsweise in Supernovae und Kollisionen von Neutronensternen.

In Kernkollaps-Supernovae bilden sich beim Tod von Sternen, welche mindestens die achtfache Masse unserer Sonne besitzen, Neutronensterne und neue Elemente. Allerdings werden in gewöhnlichen Supernovae höchstens Elemente bis zu Silber erzeugt. Lediglich in Magnetorotations-Supernovae, deren Explosionen von enormen magnetischen Feldern angetrieben werden, entstehen noch schwerere Elemente bis zu Uran. Weitere Quellen schwerer Elemente sind die Verschmelzung von zwei Neutronensternen oder einem Neutronenstern und einem schwarzen Loch.

Diese Ereignisse sind auch die besten Kandidaten für die Detektion von Gravitationswellen. Außerdem könnte der radioaktive Zerfall von schweren instabilen Kernen im Jahr 2013 als Lichtkurve einer [sogenannten] Kilonova nach einem kurzen Gammablitz beobachtet worden sein. Kurze Gammablitze wiederum sind mit Neutronenstern-Verschmelzungen verknüpft.

Sowohl Supernovae als auch Verschmelzungen von Neutronensternen sind faszinierende, aber auch komplexe Systeme, da sie stark von allen vier Grundkräften der Physik abhängen. Deshalb ist die Modellierung des Ablaufs dieser hochenergetischen Phänomene eine spannende und notwendige Herausforderung zugleich, um die Herkunft der schweren Elemente im Universum zu verstehen.

Zeit: Dienstag, 5.5, 17:15-18:45 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Historisches Maschinenhaus, Gebäude S1|05, Magdalenenstraße 12, Hörsaal 122

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Das Akademische Viertel

Informatik: Sprachtechnologie
Prof. Dr. Chris Biemann

Im Veranstaltungsformat „Das Akademische Viertel“ thematisieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eine konkrete Herausforderung für verantwortliches Forschen. Nach dieser kurzen Einführung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, das vorgestellte Thema zu vertiefen und Perspektiven für eine weitergehende Auseinandersetzung zu entwickeln.

Zeit: Mittwoch, 6.5., 13:15 Uhr
Ort: Campus Lichtwiese, Hörsaal- und Medienzentrum (L4|02), Franziska-Braun-Str. 10, Raum 3


Mittwoch-Abend-Vortrag des Fachbereichs Architektur

Ort und Mensch, Bernardo Bader

Zeit: Mittwoch, 6.5., 18:00-20:00 Uhr
Ort: Campus Lichtwiese, Franziska-Braun-Straße 10, Hörsaal- und Medienzentrum (L4|02), Hörsaal 202

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Ringvorlesung: Vergiftete Atmosphäre – Chemische Waffen und ihre Geschichte

Die Chemie der Chemiewaffen
Florian Müller-Plathe, FB Chemie

Am 22. April jährt sich zum 100. Mal der erste Großeinsatz moderner chemischer Waffen in einem Krieg. In der Schlacht bei Ypern in Flandern wurden 6000 Tonnen Chlorgas von deutschen Truppen auf den Feind geblasen – unter fachkundiger Anleitung von deutschen Forschern. Vielfach totgesagt, erfuhren sie vor zwei Jahren ihre vorerst letzte Wiederbelebung im syrischen Bürgerkrieg. Die Ringvorlesung beleuchtet nicht nur die militärischen, chemischen und technischen Aspekte der letzten hundert Jahre chemischer Kriegführung, sondern darüber hinaus die geschichtliche Dimension bis hin zu ihrer völkerrechtlichen Ächtung in der Chemiewaffenkonvention, die Problematik ihrer Entsorgung, ihre Bedeutung im Katastrophenschutz und nicht zuletzt ihre Spuren in Kunst, Literatur und Film.

Zeit: Donnerstag, 7.5., 12:00-13:00 Uhr
Ort: Campus Lichtwiese, Alarich-Weiss-Str. 4, Gebäude L2|02, Raum 05

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Antike Welten

Alte Meister, neue Bilder und die Ästhetik der Kopie. Zur Ausschmückung der Stadt Rom in flavischer Zeit
Alexander Heinemann, Universität Freiburg

Über Jahrhunderte stellen griechische Bildwerke in Rom eine kulturelle Ressource ersten Ranges dar. Prominente Statuen und Gemälde aus Großgriechenland oder dem östlichen Mittelmeerraum werden zunächst als Kriegsbeute mitgeführt und als Siegesdenkmal geweiht. Spätestens ab augusteischer Zeit bringen sie die allgemeine Verfügung Roms über die kulturellen Hervorbringungen des Imperiums zum Ausdruck. Im 1. Jh. n. Chr. kommt die Aufstellung solcher opera nobilia zum Erliegen. Flavischen Großprojekten wie das Colosseum und das Stadion des Domitian folgen in formaler ebenso wie in inhaltlicher Hinsicht einer neuen Logik, die für die Gestaltung öffentlicher Räume bis zum Beginn der Spätantike prägend sein wird.

Zeit: Donnerstag, 7.5., 18:15-19:45 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Maschinenhaus, Gebäude S1|05, Magdalenenstr. 12, Raum 122

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Game Days 2015

Die GameDays widmen sich dem Thema Serious Games sowie Technologien, Konzepten und Methoden zur Erstellung, Steuerung und Evaluation von Serious Games innerhalb eines breiten Anwendungsspektrums, z.B. Bildung, Training und Simulation, Sport und Gesundheit oder Kultur und Tourismus. Am Samstag, 9. Mai 2015, ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen, aktuelle Spiele zu erproben oder an Workshops teilzunehmen und mehr über die Entwicklung und den Einsatz von Serious Games zu erfahren.

Zeit: Samstag, 9.5., 9:30-16:00 Uhr
Ort: Innenstadt Darmstadt sowie TU Darmstadt, Rundeturmstraße 10

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