Die beste therapeutische Dosis finden

11.05.2015

Die beste therapeutische Dosis finden

Graduiertenkolleg in Darmstadt erforscht die Wirkmechanismen von Strahlung

Das seit rund vier Jahren an der TU Darmstadt verankerte Graduiertenkolleg „Molekulare und zelluläre Reaktionen auf ionisierende Strahlung“ wird bis zum Jahr 2020 weiter gefördert. Das hat der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entschieden.

Labor bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung / GSI. Bild: Katrin Binner
Am Graduiertenkolleg werden auch weiterhn Wirkmechanismen von Strahlung erforscht, u.a. in Kooperation mit der GSI. Bild: Katrin Binner

In dem Graduiertenkolleg geht es um die Erforschung der Wirkmechanismen von Strahlung. Dazu kooperieren Wissenschaftler aus den drei naturwissenschaftlichen Fachbereichen der TU Darmstadt mit der strahlenbiologischen Arbeitsgruppe des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt sowie mit der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie der Medizinischen Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt. Sprecher des Graduiertenkollegs ist der Biologie-Professor Gerhard Thiel.

Ionisierende Strahlung wird zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt, kann aber auch selbst Tumore erzeugen. Ein Verständnis der Wirkung von Strahlung ist daher sowohl für die strahlentherapeutische Anwendung als auch für die verlässliche Risikoabschätzung einer Bestrahlung von großer Bedeutung. Dabei spielen Röntgen- und Gamma-Strahlen als elektromagnetische Wellenstrahlung sowie Atomkerne als Teilchenstrahlung für Fragen der Strahlentherapie und des Strahlenschutzes eine wichtige Rolle.

Obwohl bekannt ist, dass diese Strahlenarten Mutationen im Erbgut von Zellen hervorrufen können, sind die genauen Wirkmechanismen nur unzureichend bekannt. Diese Zusammenhänge werden interdisziplinär erforscht – für ein vollständiges Verständnis der Strahlenwirkung wird das gesamte Spektrum der physikalischen, chemischen, biologischen sowie biomedizinischen Strahlenwirkung berücksichtigt.

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