Viel Sport, Kultur und Internationales

11.06.2015

Viel Sport, Kultur und Internationales

Campusfest lockt 6.000 TU-Angehörige ins Hochschulstadion

Ob spaßige Mitmach- und Schnupperangebote, sportliche Wettkämpfe bei den internen Hochschulmeisterschaften oder die wohl kürzeste Reise um die Welt in der „International Corner“ – für nahezu jeden Geschmack war etwas beim Campusfest TU meet & move dabei.

Headis beim Campusfest TU meet & move. Bild: Nadia Rückert
Ping-Pong mit Köpfchen. Headis-Duell auf dem Campusfest. Bild: Nadia Rückert

Die beste Taktik auf dem Campusfest war es wohl sich einfach treiben zu lassen, „meet and move“ eben. Jedoch nicht ohne vorher bei der „Pasta Party“ vorbeizuschauen. Wie in den vergangenen Jahren spendierte das TU-Präsidium 2.000 Portionen Pasta, die am Mittwoch nach einer Stunde vollständig ausgegeben waren. Ein neuer Rekord. „Da muss man eben schnell sein“, freute sich Daniel, Sportstudent im fünften Semester, der gleich eine der ersten Portionen ergattern konnte.

Wem der Sinn eher nach Fernweh stand, der war in der „International Corner“ richtig. Rund 15 studentische Hochschulgruppen aus aller Welt informierten dort über ihr Programm und boten landestypische Spezialitäten und Spiele an. „Die Souvlaki sind der Hammer“, kommentierte ein Student begeistert, was die Mitglieder des griechischen Studentenvereins natürlich besonders freute.

Am Stand der katholischen Hochschulgemeinde konnten die Besucher die eigene Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Dort mussten kleine Holzklötze übereinander gestapelt werden. Auf den ersten Blick eine scheinbar einfache Aufgabe. Das Problem: Das ganze musste im Team mit einem an vielen Seilen hängenden Haken geleistet werden, was eine Menge Koordination und Kommunikation nötig machte.

Gute Laune bei den Mitmach- und Schnupperangeboten

Impressionen vom Campusfest. [Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten]
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Impressionen vom Campusfest. [Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten]

Nach dieser Konzentrationsaufgabe konnte eine Runde Kanupolo nicht schaden. Im Spielmodus fünf gegen fünf musste dabei jedes Team versuchen, einen Ball mit Hand oder Paddel in den Korb zu befördern. „Es macht einfach richtig Laune“, merkte die Kanupolospielerin Elisabeth an. Das galt auch für die Funsportart Headis, eine Art Fußballtischtennis, die man auf dem Nebenfeld ausprobieren konnte. „Wir haben hier alle, von blutigen Anfängern bis zur Top 20 der Weltrangliste“, erklärte Dominic Lenhardt; „jeder kann mitmachen.“

Direkt neben den Kopfballakrobaten waren die „Autoschieber“ zu finden. Ein Name, den man durchaus wörtlich nehmen konnte. Aufgabe war es, ein Auto so schnell wie möglich einen Parcours entlang zu schieben – ohne dabei von der Fahrbahn abzukommen. Eine Riesengaudi für alle Beteiligten. Das Autoschieben war zugleich Teil der fünften Uni-Olympiade. Eine weitere Disziplin war der Ping-Pong-Hindernisparcours, den zu Beginn des Festes bereits das Präsidium der TU Darmstadt erfolgreich bewältigt hatte.

Auch die „Gesundheitsstraße“ erwies sich als Publikumsmagnet. Besonders die Infostände, an denen die Besucher sich ein eigenes Fitnessprofil erstellen lassen konnte, erregten das Interesse. Besonders interessant für die Angestellten der TU: das Pausenprogramm „Office Fresh Up“. „Die bewegte Kurzpause für Beschäftigte an der TU“, erklärte Studentin Jana Hiller. Der Name ist dabei Programm. Die Beschäftigten können zwischen verschiedenen Kurzworkouts wählen und so „mehr Bewegung“ in ihren Arbeitsalltag hineinbringen.

Abwechslungsreicher Musik-Mix auf der Bühne

Heizten vor der Bühne ordentlich ein. DJ Dominik Groebler mit dem Sänger Julian Hermann. Bild: Patrick Bal
Heizten vor der Bühne ordentlich ein. DJ Dominik Groebler mit dem Sänger Julian Hermann. Bild: Patrick Bal

„Es movt ganz schön“, stellte Moderatorin Claudia Ludwig zur Halbzeit des Campusfestes erfreut fest. Mal rockig, mal klassisch, mal soft, mal sportlich ging es zudem auf der Festbühne zu. Neben einem Zumbakurs – mitmachen ausdrücklich erwünscht – und Auftritten des Chors der TU Darmstadt, der TU Bigband und anderen Musikgruppen gab es auch einen Tanz-Flashmob, bei dem die Gruppe „Rueda de Casino“ zu feurigen kubanischen Rhythmen abtanzte.

„Die ganze Atmosphäre ist einfach cool“, sagte eine Gruppe Sport- und Geschichtsstudenten, die gegen Nachmittag auf dem Hauptfeld chillten und das Fest ruhig ausklingen ließen. Ans Ausruhen dachten die Mitglieder des albanischen und kosovarischen Studentenvereins zu dieser Zeit noch überhaupt nicht. Sie vertrieben sich dieselbe vielmehr mit einer kurzweiligen Tanzdarbietung.

Das galt auch für einen der Höhepunkte des Campusfestes, das Fischerstechen. „I don’t know what they are doing, but it’s fun“, sagte ein indischer Student und hätte wohl am liebsten selbst mitgemacht. In einem spannenden Finale sicherten sich die „Klosterfrauen“ am Ende den Gesamtsieg über die „Standhaften“.

Ein weiterer Höhepunkt war die Funsportart „Jugger“. Ähnlich einem umgedrehten Capture-The-Flag geht es darum, den „Läufer“ unbeschadet durch das gegnerische Spielfeld zu bringen, so dass er den „Jug“ genannten Ball dort unterbringen kann. Das Besondere daran: Jeder Spieler hat verschiedene Schaumstoffwaffen, mit denen er die Mitglieder des anderen Teams auf Distanz halten kann. „Spaßig, aber auch anstrengend“, meinte ein sichtlich erschöpfter TU-Mitarbeiter.

Auspowern beim Ultra-Marathon

Ultra-Marathon. Erste Überholmanöver nach dem Start. Bild: Patrick Bal
Ultra-Marathon. Erste Überholmanöver nach dem Start. Bild: Patrick Bal

Am Ende ihrer Kräfte waren auch die Teilnehmenden des Ultramarathons. Dort sicherten sich die „Sportstudis“ zum dritten Mal hintereinander den Sieg und ließen die „Mountainbike Unigruppe“ und die „IAP Jogger“ hinter sich. Beim „World Soccer Cup“ ging der Titel an die international zusammengesetzte Truppe von „Tadjikistan“ vor „Jugoslawien“ und „Papua-Neuguinea“.

Auch bei der Uniolympiade blieben größere Überraschungen aus. Es gewannen ebenfalls zum dritten Mal die „Zahlräder“, die ihre Titelverteidigung ausgiebig feierten. Auf den zweiten Platz schaffte es das Team des „Office Fresh Up“. Der dritte Platz ging an die Gruppe „ISM&D“.

Vor der beeindruckenden Kulisse des illuminierten Hochschulstadions fand das Campusfest mit einem Auftritt der Darmstädter Band „Forever Lion“ und der Hochschulsportschau seinen musikalischen als auch sportlichen Abschluss.

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