Vor Ort bei LOEWE-Projekten

25.08.2015

Vor Ort bei LOEWE-Projekten

Staatsminister und Staatssekretär zu Besuch an der TU Darmstadt

Im Rahmen der Themenwoche „LOEWE“ der Hessischen Landesregierung informierten sich Staatsminister Axel Wintermeyer, Justizstaatssekretär Thomas Metz und der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, an der TU Darmstadt über LOEWE-Projekte.

Staatsminister Axel Wintermeyer zu Besuch beim LOEWE-Projekt FlexiVote. Bild: Staatskanzlei
Staatsminister Axel Wintermeyer zu Besuch bei FlexiVote. Bild: Staatskanzlei

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat dem LOEWE-Projekt „FlexiVote – Entscheidungs- und Konfigurationssystem für mehr Sicherheit bei Internetwahlen“ einen Besuch abgestattet. „FlexiVote entwickelt ein Baukastensystem für die elektronische Stimmabgabe bei Wahlen. Wenn die Wähler per Knopfdruck über das Internet abstimmen können und nicht mehr an die Wahlurne müssen, dann wird die demokratische Partizipation weiter erleichtert – eine Forschung, die es zu fördern lohnt“, sagte Wintermeyer.

Entwickelt wird ein internettaugliches Konfigurationssystem zur elektronischen Stimmabgabe, das beispielsweise bei Parlamentswahlen eingesetzt werden kann. Das Baukastensystem wird kostengünstig und flexibel gestaltet, damit es auch für unterschiedliche Wahlgänge bei Vereinen, Institutionen oder Unternehmen Verwendung findet. Das Land Hessen fördert das Projekt im Jahr 2015 mit 172.000 Euro.

Am Projekt FlexiVote sind die Firmen Micromata und Polyas sowie die Technische Universität Darmstadt beteiligt. „Solche Zusammenschlüsse von hessischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Wissenschaftseinrichtungen sind ein wichtiger Beitrag, die Zeit zwischen einer Erfindung und der Einführung auf dem Markt zu verkürzen“, sagte Wintermeyer.

Zur vollständigen Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei vom 25.08.2015

NICER – Kommunikation in Krisensituationen

Justizstaatssekretär Thomas Metz hat den LOEWE-Schwerpunkt „NICER“ besucht. Das Projekt beschäftigt sich unter anderem mit Lösungsstrategien, um die Kommunikation der Bevölkerung in Krisensituationen aufrecht zu erhalten.

„Naturkatastrophen, aber auch großflächige Schadensereignisse wie aktuell die Explosionen in der chinesischen Stadt Tianjin, führen oftmals dazu, dass die bestehenden Kommunikationssysteme massiv überlastet sind oder gar die Kommunikations- und Energieversorgungsinfrastrukturen langfristig ausfallen,„ so Prof. Matthias Hollick vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt, der als Koordinator von NICER Justizstaatssekretär Metz empfing.

Hollick weiter: “Im Ergebnis ist eine flächendeckende Kommunikation genau dort nicht mehr gewährleistet, wo im Krisenfall der größte Bedarf besteht: Bei den Ersthelfern und den unmittelbar Betroffenen, die versuchen eine humanitäre Katastrophe abzumildern oder zu verhindern. Hier können oft wenige Stunden viele Menschenleben retten.“

Ziel von NICER ist die Erforschung wissenschaftlicher und technologischer Grundlagen, die eine robuste Vernetzung von IT-Systemen mittels infrastrukturloser Kommunikationsnetze ermöglichen. Diese Netze müssen dabei auch unter extremen Bedingungen zuverlässig arbeiten: Eine Kommunikation soll trotz eingetretener Schäden und für großflächige und komplexe Schadensfälle möglich sein. Zu den Forschungsthemen in NICER zählt die Integration von Rettungsrobotern in die Krisenbewältigung.

„Naturkatastrophen und andere Krisensituationen sind keine Ereignisse, die wir bloß in den Abendnachrichten verfolgen und die uns nichts angehen. Auch wir in Deutschland sind direkt davon betroffen. Eine schnelle Hilfe durch funktionierende Kommunikation kann dabei Leben retten“, so der Justizstaatssekretär, der in diesem Zusammenhang an die Oderflut 1996 und die Elbehochwasser in den Jahren 2002 und 2013 erinnerte.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums der Justiz vom 24.08.2015

Energie in Schwungmassenspeichern

Im Rahmen der Themenwoche hat sich der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, am Institut für Mechatronische Systeme über das Projekt „Hochintegrierter Schwungmassenspeicher in Außenläufer-Bauform“ informiert – ein Gemeinschaftsprojekt der compoScience GmbH, der Mecatronix GmbH und der TU Darmstadt.

Schwungmassespeicher sind die älteste Form, Energie zu speichern. Dieses Funktionskonzept wurde in dem LOEWE-Projekt aufgenommen und durch Nutzung neuer Faserverbundwerkstoffe, Magnetlager und einer neuen Konstruktion optimiert. „Der Einsatz elektrischer Energiespeicher im Stromnetz gewinnt vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen und dem gesellschaftlichen Ziel der Reduzierung des CO2-Ausstoßes an großer Bedeutung“, unterstrich Minister Grüttner.

Schwungmassenspeicher speichern Energie in der Rotationsbewegung einer Schwungmasse und zeichnen sich gegenüber chemischen Energiespeichern besonders durch die hohe Leistungsdichte, die von der Zyklenzahl unabhängige Lebensdauer und den Verzicht auf giftige Chemikalien aus.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom 21.08.2015

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