Campus-Orientierung für studierwillige Flüchtlinge

16.10.2015

Campus-Orientierung für studierwillige Flüchtlinge

TU Darmstadt unterstützt bei ersten Schritten in die Universität

Der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurden bereits mehr als 1.500 Flüchtlinge zugewiesen, weitere werden kommen – darunter auch junge Menschen, die ein Studium an der TU Darmstadt beginnen oder fortsetzen möchten. Die TU Darmstadt bietet ihnen erste Einstiege.

Fahne mit Willkommen und Welcome-Schriftzug. Bild: Patrick Bal
Die TU Darmstadt öffnet für studieninteressierte Flüchltinge mit verschiedenen Angeboten ihre Türen. Bild: Patrick Bal

Es ist eine erste Annäherung, ein Kennenlernen, ein niedrigschwelliger Zugang zum Lehrangebot: Für studieninteressierte und studierfähige Frauen und Männern, die vor Krieg und Elend in ihren Herkunftsstaaten geflohen sind und in Darmstadt und der Region einen neuen Ort zum Leben finden, öffnet die TU Darmstadt ihre Türen: So werden Angestellte der Universität, studentische Initiativen des AStA wie TUtor international und andere freiwillige Helfer Campusführungen für Flüchtlinge anbieten und wichtige Einrichtungen vorstellen – zum Beispiel die Universitäts- und Landesbibliothek oder Anlagen des Unisportzentrums. Zu den Rundgängen gehört auch eine Präsentation von Basisinformationen über die unterschiedlichen Fachbereiche und Studiengänge.

Rundgänge, Informationen, Gasthörerschaft

Alle interessierten Flüchtlinge können danach die Gasthörerschaft beantragen. Studentische Tandem-Teams helfen ihnen bei der elektronischen Anmeldung und Registrierung. Die obligatorische Gasthörer-Gebühr, welche die TU erheben muss, übernimmt die Vereinigung der Freunde der Universität. Der Gasthörer-Status gewährt den Zugang zu vielen Vorlesungen in den Fachbereichen in diesem Wintersemester – und die Option, sich für einen Platz in einem studienvorbereitenden Intensivkurs „Deutsch als Fremdsprache“ des Sprachenzentrums zu bewerben.

Schließlich werden mit Vertretern der Studierendenschaft „Buddy-Programme“ zur schnellen und nachhaltigen sozialen Integration von studierenden Flüchtlingen entwickelt. Geplant ist zudem, an einem Counter im Hauptgebäude (karo5 Erdgeschoss) Sprechstunden für persönliche Beratung und Information einzurichten. Auch das Studierendenwerk Darmstadt hat in der Otto-Berndt-Halle (Mensa) im „Come-together“ Büro eine Anlaufstelle eingerichtet; das dazugehörige „Interkulturelle Tutorenteam“ öffnet einige seiner Veranstaltungen für Flüchtlinge.

Den (Wieder-)Einstieg ins Studium ebnen

Darüber hinaus betrachten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsverwaltung es als selbstverständliche Aufgabe, geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Kreis der Flüchtlinge einen möglichst unbürokratischen Zugang zum Studium zu ermöglichen. Bisherige Sprach- und Fachkenntnisse, Bildungsniveaus und Zertifikate werden individuell gewürdigt. Das Studienkolleg wiederum arbeitet bei der für die Einschreibung in einen Studiengang formal notwendigen Prüfung der Studieneignungsfeststellung (Fähigkeiten wie Sprachniveau, Mathematikkenntnisse, Textproduktion) mit externen Partnern zusammen. Auch hier werden Kosten unbürokratisch getragen.

Bereits seit Monaten bildet das Sprachenzentrum der TU ehrenamtliche Deutschlehrer aus die Flüchtlinge unterrichten.

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