Wissensstadt auf der Lichtwiese

13.02.2008

Wissensstadt auf der Lichtwiese

Georg-Moller-Preis für TUD-Architekturstudentin Isabell Richter

Mit dem von der TU Darmstadt, der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der bauverein AG gemeinsam ausgeschriebenen Georg-Moller-Preis wurde am Montag (18.) die Architekturstudentin Isabell Richter ausgezeichnet. Aufgrund des hohen Niveaus und Qualität der Arbeiten hat eine Jury aus Vertretern der bauverein AG, der TU Darmstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt neben der Preisträgerin Isabell Richter außerdem noch drei weitere Arbeiten mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Die diesjährige Preisaufgabe lautete „Genesis – Graduate School of Energy Engineering, Science and Interdisciplinary Studies.“ – ein interdisziplinäres Forschungszentrum mit Graduiertenschule am Universitätsstandort Lichtwiese.

Preisträgerin Isabell Richter wurde für Ihren Entwurf mit einem Preisgeld von 2000 Euro ausgezeichnet. Sie entwickelte einen innovativen und räumlich spannungsvollen Entwurf für das Forschungszentrum. Umgeben von einer vor der Witterung schützenden, aber auch Energie produzierenden Klimahülle entwirft sie das Forschungszentrum in Form einer Wissensstadt mit Innenhäusern als Orte der Konzentration und Wissensproduktion, dazwischen entstehen gemeinschaftliche Plätze, Wege und Gassen: Orte der Wissensvermittlung, des Wissensaustausches und der zwanglosen Kommunikation.

Isabell Richter hat ihre Idee, so die Jury, konsequent umgesetzt und sich mutig mit einer ganz neuen Gebäudetypologie auseinandergesetzt. Eine Anerkennung von je 200 Euro erhielten Joost Hartwig, Corinna Humpohl und Regine Stutter. Der Georg-Moller-Preis wird in Erinnerung an das Werk Georg Mollers für Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt ausgelobt. Der erstmals 1989 verliehene Preis wird in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal verliehen.

Der Architekt und Bauforscher Georg Moller (1784-1852) hat als Leiter des Hessischen Staatsbauwesens mit seinen städtebaulichen Planungen die bürgerlich-klassizistische Struktur des Darmstädter Stadtgrundrisses und das Stadtbild mit wesentlichen Bauwerken, etwa dem „Moller-Bau“ des Staatsarchivs am Karolinenplatz, maßstabgebend geprägt.

Darmstadts Baudezernent, Stadtrat Dieter Wenzel, bescheinigte den am Wettbewerb beteiligten jungen Architekten „überraschende, äußerst interessante und zukunftsweisende Entwürfe.“ Wenzel betonte zudem, dass der Wettbewerb um den Georg-Moller-Preis bisher „stets interessante Hinweise und Anregungen für die städtebauliche Entwicklung nicht nur für Darmstadt“ gegeben habe.

Prof. Manfred Hegger, Vizedekan am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt, lobt den Beitrag der Preisträgerin Isabell Richter: „Die Arbeit besticht durch die Prägnanz der formulierten Idee und die Konsequenz, mit der diese architektonisch umgesetzt wurde.“

Wie Dr.-Ing. Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der bauverein AG, mitteilt, unterstützt die bauverein AG den Georg-Moller-Preis-Wettbewerb auch wegen der in diesem Rahmen entwickelten kreativen Ideen. Dieses Ziel sei beim diesjährigen Wettbewerb in besonderem Maße erfüllt.

Die Entwürfe der engeren Auswahl können bis zum 7. März 2008 im Kundencenter der Sparkasse Darmstadt am Luisenplatz besichtigt werden.

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