Hecken als Lebensräume für bedrohte Tierarten

11.03.2010

Hecken als Lebensräume für bedrohte Tierarten

TU Darmstadt vergibt Sonderpreis im Landeswettbewerb Jugend forscht

Lennart Schmitt vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern mit einem der 174 Nistkästen, die seiner Forschung dienten. Bild: Mareile Prüßner
Lennart Schmitt vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern mit einem der 174 Nistkästen, die seiner Forschung dienten. Bild: Mareile Prüßner

Die Technische Universität Darmstadt hat Lennart Schmitt vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern mit ihrem Sonderpreis im Landeswettbewerb Jugend forscht ausgezeichnet. Der 14 Jahre alte Schüler der 8. Klasse kann damit ein zweiwöchiges Praktikum bei Prof. Dr. Felicitas Pfeifer am Fachbereich Biologie der TU Darmstadt absolvieren.

Schmitt hat in seiner Wettbewerbsarbeit Hecken als Lebensräume für einheimische Vögel untersucht und diese mit dem Lebensraum Wald verglichen. Dazu hat er selbst 174 Nistkästen in verschiedenen Hecken angebracht und regelmäßig beobachtet. Die Ergebnisse stellte er Daten gegenüber, die eine ökologische Forschungsstation in benachbarten Waldgebieten erhoben hatte. Dabei stellte Schmitt fest, dass Hecken nicht nur sehr gute Lebensräume für Blau-, Kohl- und Tannenmeisen sind, sondern sich mit dem Feldsperling und der Haselmaus auch zwei bedrohte Arten in Hecken sehr wohl fühlen. Laut Schmitts Studie finden beide Arten in Hecken sogar bessere Bedingungen vor als in Wäldern. Schmitt empfiehlt daher, als Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen verstärkt Hecken anzulegen.

Die Technische Universität Darmstadt beteiligt sich seit 2001 jährlich mit der Ausschreibung eines Sonderpreises am Landeswettbewerb Jugend forscht Hessen, meist verbunden mit einem 14-tägigen Praktikum. Bisherige Preisträger arbeiteten und forschten in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Mathematik. Die Preisverleihung fand bei der Merck KGaA in Darmstadt statt.

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Vollständige Pressemeldung vom 11.03.2010

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