TU radelt mit Rückenwind

11.05.2010

TU radelt mit Rückenwind

86 Elektro-Fahrräder machen mobil

Die TU Darmstadt radelt mit Rückenwind: Der Kanzler der TU, Dr. Manfred Efinger (2. Radler v.l.) mit weiteren Projektbeteiligten bei der Übergabe der Pedelecs. Bild: Größer
Die TU Darmstadt radelt mit Rückenwind: Der Kanzler der TU, Dr. Manfred Efinger (2. Radler v.l.) mit weiteren Projektbeteiligten bei der Übergabe der Pedelecs. Bild: Größer

Die Technische Universität Darmstadt radelt ab sofort mit Rückenwind. Am Nachmittag übernahmen Verwaltung, Fachbereiche und Angehörige der TU insgesamt 86 Elektro-Fahrräder (Pedelecs). Die Anschaffung der Räder wird aus einem Programm der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität finanziell unterstützt.

„Bike & Business 2.0“ heißt das Projekt des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, das die TU Darmstadt elektromobil macht: Verwaltung, Fachbereiche und Angehörige der TU bestellten in diesem Rahmen 86 Pedelecs des Darmstädter Fahrradherstellers und Projektpartners riese und müller. 20 der am Nachmittag übergebenen Fahrräder werden in Pools an den Standorten der Universität verteilt und können demnächst von allen Fachbereichen und zentralen Einrichtungen per Intranet gebucht werden. „Diese Pool-Fahrräder eignen sich mit ihrer elektrischen Tretunterstützung hervorragend für Dienstgänge und kurze Dienstfahrten innerhalb der Stadt, etwa zwischen dem Campus Stadtmitte und dem Campus Lichtwiese“, ist TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger überzeugt. Weitere 15 Fahrräder werden von Fachbereichen der TU genutzt, die anderen Pedelecs gehen in den Besitz der jeweiligen Besteller über, die damit künftig den größten Teil ihres Arbeitsweges zurücklegen dürften.

Der Planungsverband hat sich langfristig zum Ziel gesetzt, den bisher geringen Fahrradanteil am Berufsverkehr in der Rhein-Main-Region zu erhöhen und erprobt dazu verschiedene Instrumente zur Fahrradförderung. In einer Begleitstudie wird daher bis Mitte kommenden Jahres untersucht, wie sich die Pedelecs auf die Mobilität und den Berufsverkehr der TU-Angehörigen auswirken. Neben der TU beteiligen sich derzeit fünf Städte aus der Rhein-Main-Region sowie das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Kranichstein am Projekt.

Da das Rhein-Main-Gebiet im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) außerdem eine „Modellregion Elektromobilität“ ist, wurde die Anschaffung der Pedelecs aus Mitteln des zweiten Konjunkturpakets finanziell unterstützt: Die TU und ihre Angehörigen mussten nur rund 55 Prozent des Ladenpreises zahlen, die restliche Summe wird aus dem Fördergeld bestritten. Insgesamt ist das Förderprogramm „Modellregionen Elektromobilität“ mit 115 Millionen Euro ausgestattet. Neben der Region Rhein-Main existieren bundesweit sieben weitere Modellregionen Elektromobilität.

Die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main versetzt den Ballungsraum im Jahr 2010 nachhaltig in Bewegung. Die Regionale Projektleitstelle, die bei der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) angesiedelt ist, koordiniert Projekte, die nahezu alle Formen der E-Mobilität auf den Weg bringen: von E-Rollern und Pedelecs über Elektro- und Hybridbusse und Elektroautos bis hin zur Erprobung von Hybridnutzfahrzeugen. Unter dem Label ZEBRA (Zukunft Elektromobilität: Beispielhafte Regionale Anwendungen) arbeitet die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main eng verzahnt mit dem Projekt „Hessen – Modellland für die nachhaltige Nutzung von Elektroautos“ der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie. Das HMWK hat für die Elektromobilität die Federführung unter den hessischen Ministerien.

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Pressemeldung vom 11.05.2010

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