Patente Verbindung von Universität und Wirtschaft

14.10.2008

Patente Verbindung von Universität und Wirtschaft

3. Patentforum RheinMainNeckar trifft sich am 21. Oktober in Darmstadt

Nobelpreisträger Grünberg, der in Darmstadt promovierte, beobachtete zur Jahreswende 1987/1988 erstmals den „Riesenmagnetowiderstandseffekt“. Grünberg und sein Jülicher Institutsleiter erkannten rasch die Anwendbarkeit im Festplattenbereich und beschlossen ein Patent anzumelden. Nur neun Jahre nach der Entdeckung des Effektes brachte IBM ein fertiges Produkt auf den Markt: Eine Festplatte mit einer Kapazität von 10 GByte. Für die damalige Zeit war dies ein Quantensprung. Dadurch sicherte sich das Forschungszentrum Lizenzeinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe.

Diese Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft für neues, patentierbares Wissen ist Thema des 3. Patentforums RheinMainNeckar am 21. Oktober ab 16:30 Uhr. Der Veranstaltungsort mit der Prozesslernfabrik der TU Darmstadt könnte für dieses Thema nicht besser sein. Den Startpunkt bildet eine Besichtigung dieser Einrichtung. Bei den anschließenden Vorträgen steht die Zusammenarbeit von Hochschulen und Wirtschaft im Mittelpunkt. Der Vizepräsident der TU Darmstadt, Herr Prof. Dr. Anderl, erläutert in diesem Zusammenhang die Patentstrategie der Universität. Frau Dr. Cornelia Blau berichtet aus der Praxis ihrer universitären Transfereinrichtung in Kaiserslautern. Natürlich bekommen auch Unternehmen Gelegenheit die Zusammenarbeit aus ihrer Sicht zu beleuchten: Herr Schmidt von der Lynx Technik AG aus Weiterstadt gibt den Einstieg für eine interessante Diskussion.

Das Patentforum bietet im Anschluss Gelegenheit sich in lockerer Atmosphäre zu treffen, um direkt miteinander ins Gespräch zu kommen.

Veranstalter ist der Förderkreis Patentinformationszentrum Darmstadt e. V. Bei jedem Treffen des halbjährlich stattfindenden Patentforums wird ein anderes Thema aus dem Bereich der gewerblichen Schutzrechte in Vorträgen praxisnah diskutiert. Besonders eingeladen sind interessierte Unternehmen. Den Förderkreis bilden innovative Köpfe aus Unternehmen, Hochschulen, IHK, Handwerkskammer, Anwälte und Privaterfinder. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen.

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