„Neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Wissenschafts- und Technologiestandorts Darmstadt“

24.10.2008

„Neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Wissenschafts- und Technologiestandorts Darmstadt“

Exzellenz-Center der TU, HDA und Fraunhofer Institut eröffnet

„Das LOEWE-Zentrum AdRIA passt hervorragend zur international renommierten wissenschaftlichen Kompetenz der TU Darmstadt für ‚Intelligente Materialien’. Hervorzuheben ist dabei der Bund-Länder-Exzellenzcluster Smart Interfaces und die Graduiertenschule CE, die drei Forschungsschwerpunkte Mechatronische Systeme, Funktionale Werkstoffe und Vernetzte Produkt- und Produktionsentwicklung sowie zwei Sonderforschungsbereiche an der TU Darmstadt. Diese Fakten sprechen für die herausragende Rolle der TU Darmstadt auf diesem Gebiet“, erläutert TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel. „AdRIA verbindet die grundlagenorientierte Forschung an der TU Darmstadt mit anwendungsorientierten Fragestellungen des Fraunhofer-Innovationsclusters.“

Das Projekt AdRIA hatte sich in der ersten Auswahlrunde der wettbewerblich organisierten hessischen Forschungsinitiative „LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ Ende Juni 2008 durchgesetzt. Seit 1. Juli vom wird es Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziell gefördert: Bis 2010 sind Landesmittel von knapp 14,2 Millionen Euro bewilligt worden. Für das erste Halbjahr 2011 wurden weitere rund 3,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Im Rahmen einer Feierstunde übergab Staatsministerin Silke Lautenschläger heute in Darmstadt Bewilligungsbescheide und Urkunden zur Eröffnung des LOEWE-Zentrums „AdRIA Adaptronik – Research, Innovation, Application“ und „Fraunhofer-Innovationsclusters Adaptronische Systeme RheMA“ an den Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, und den Koordinator des neuen Zentrums, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit und Professor an der TU Darmstadt, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, sowie an den Präsidenten der TU, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, und die Präsidentin der Hochschule Darmstadt, Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch. Die Technische Universität und die Hochschule sind Projektpartner in dem LOEWE-Zentrum.

Im neuen LOEWE-Zentrum AdRIA verfolgen mehrere Partner ein gemeinsames Ziel: Die Fachbereiche Maschinenbau, Material- und Geowissenschaften, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Mathematik und Chemie der TU Darmstadt werden mit dem Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik der Hochschule Darmstadt und dem Fraunhofer LBF fachlich eng abgestimmt forschen, um Technologie, Grundlagen und Know How sowie Produkte in der Schlüsseltechnologie Adaptronik dynamisch weiter zu entwickeln.

Mittelfristig plant die Fraunhofer-Gesellschaft, AdRIA zu einem neuen Fraunhofer-Institut für Adaptronik in Darmstadt auszubauen. Die Mitarbeiter des neuen LOEWE-Zentrums werden in eigenen, hochmodern ausgestatteten Räumen in unmittelbarer Nähe zum Fraunhofer-Institut in Darmstadt-Kranichstein arbeiten.

Das Forschungsgebiet der Adaptronik zeichnet sich nicht nur durch eine hohe wissenschaftliche, sondern auch durch eine enorme wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz aus: Adaptive Strukturen, die sich selbständig an veränderliche Betriebsbedingungen anpassen, sind die Basis für eine neue Klasse intelligenter, zukunftsfähiger Produkte auf den Gebieten Energie, Mobilität, Umwelt und Gesundheit. Der Transfer des wissenschaftlichen Know-hows in die Produktentwicklungen bietet daher den Unternehmen – zum Beispiel in den Sparten Automobilbau, Bau- und Haustechnik, Medizintechnik, Maschinen- und Anlagenbau – viel versprechende Marktchancen. Für den Verbraucher werden vielfältige Vorteile im Alltag erwartet, wie etwa weniger Lärm und Schwingungen in Fahrzeugen oder mehr Schallschutz in Bürogebäuden.

Im Rahmen der ersten LOEWE-Förderrunde unterstützt die Landesregierung fünf LOEWE-Zentren und fünf LOEWE-Schwerpunkte bis 2010 mit insgesamt 115 Millionen Euro. Rund 32 Millionen Euro sollen zusätzlich für das Jahr 2011 bewilligt werden.

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