Was bietet der elektronische Personalausweis?

26.02.2009

Was bietet der elektronische Personalausweis?

TU Darmstadt präsentiert Anwendungsprojekte auf der CeBIT 2009

CeBIT-Fahnen
CeBIT 2009: Die TU Darmstadt ist dabei. Foto: Deutsche Messe Hannover

Im November 2010 wird in Deutschland der elektronische Personalausweis eingeführt. Die TU Darmstadt ist mit dem Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) an der Entwicklung des elektronischen Personalausweises beteiligt. Auf den CeBIT 2009 vom 3. bis 8. März in Hannover wird die TU Darmstadt zwei Forschungsprojekte präsentieren.

Im Projekt „Innovative Personalausweis-Anwendungen“ werden in Kooperation mit der Universität Kiel innovative Anwendungsmöglichkeiten des elektronischen Personalausweises erforscht. Im Vordergrund steht dabei der Lifetime eSafe: Dieser elektronische Datenspeicher erlaubt es dem Nutzer, beliebige persönliche Dokumente langfristig sicher und vertraulich abzulegen. Der elektronische Personalausweis ermöglicht die sichere Authentisierung des Benutzers am eSafe.

Die Vertraulichkeit der gespeicherten Daten ist insbesondere dadurch gewährleistet, dass der eSafe von einem verteilten Dienstleisterkonsortium betrieben wird. Das Projekt zielt darauf ab, die Anwendungspotentiale des elektronischen Personalausweises aufzuzeigen und zu nutzen. Von der Universität Kiel ist das Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an dem Projekt beteiligt. Das Projekt wird durch ISPRAT (Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie e.V.) gefördert.

Im Projekt Campuspilot wird im Rahmen eines Pilotversuches an der Technischen Universität Darmstadt die Authentisierungsfunktion des elektronischen Personalausweises von einer Probandengruppe getestet. Die Teilnehmer verwenden den elektronischen Personalausweis, um verschiedene existierende Onlinedienste im Campusumfeld zu nutzen, wie etwa den Download von eBooks, die Noteneinsicht oder die Raumbuchung.

Ziel dieses Pilotprojekts sind belastbare Aussagen zum Anwendungspotential der Authentisierungsfunktion und verwertbare Erkenntnisse für den Einsatz des elektronischen Personalausweises in der Praxis, insbesondere Hinweise zur Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz dieser neuen Technologie. In dem Projekt, das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Auftrag gegeben wurde, arbeitet CASED mit der FlexSecure GmbH zusammen.

Ein weiteres Projekt befasst sich mit dem Nachweis der Sicherheitseignung des Authentisierungsprotokolls PACE (Password Authenticated Connection Establishment). Mittels PACE, einer Neuentwicklung des BSI, wird ein authentischer, verschlüsselter Kanal zwischen elektronischem Personalausweis und Lesegerät aufgebaut.

Das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) bündelt die Kompetenzen der Technischen Universität Darmstadt, des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie und der Hochschule Darmstadt.

Die TU Darmstadt auf der CeBIT 2009 vom 3. bis 8. März:

Die TU Darmstadt ist in Hannover mit insgesamt fünf Projekten auf dem Gemeinschaftsstand der hessischen Hochschulen im TechnologieTransferNetzwerk (TTN) Hessen vertreten: Halle 9, Stand C22.

Pressekontakt:

Dr. Alex Wiesmaier, CASED, Technische Universität Darmstadt,

Tel. +49 6151 16 37271, wiesmaier[at]cased.de

Weitere Informationen:

www.cased.de

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