Projektwoche emb / KIVA

Eine Idee gedeiht

Interdisziplinäres Studieneingangsprojekt der Fachbereiche Maschinenbau, Biologie und Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften vom 3. bis 7. Dezember

Anspruchsvolle Projekte in der Studieneingangsphase sind traditionell ein besonderes Markenzeichen der Ingenieurwissenschaften an der TU Darmstadt. Im Rahmen des Projektes KIVA wird dieses bewährte Konzept ab diesem Jahr interdisziplinär erweitert – bis 2015 sollen die Studierenden aller Fachbereiche in ihrer Studieneingangsphase an einem interdisziplinären Projekt teilnehmen.

Studierende bei der Gruppenarbeit. Bild: Jan Ehlers
Ideenfindung interdisziplinär. Bild: Jan Ehlers

Nach dem erfolgreichen Auftakt durch den Fachbereich Elektro- und Informationstechnik, dem Fachbereich Physik und dem Institut für Psychologie im November sind am 3. Dezember 480 Studierende der Fachbereiche Maschinenbau, Biologie und Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften in 48 Teams in die zweite Projektwoche des aktuellen Wintersemesters gestartet: Die Projektwoche emb/KIVA, die vom Fachbereich Maschinenbau veranstaltet und durchgeführt wurde.

Fünf Tage hatten die Studierenden Zeit, ein Produkt zu entwickeln, das die zunehmende Wüstenbildung aufhält und Pflanzen auf unfruchtbaren Böden wachsen lässt.

And the winner is… Agro 3000

Die Letzten waren bei der emb/KIVA-Abschlussveranstaltung am 12.12.2012 die Ersten: Die Gruppe mit der Nummer 48 überzeugte die Jury im darmstadtium ebenso wie das Publikum und schlug mit ihrem Projekt „Agro 3000“ die insgesamt 47 konkurrierenden Gruppen aus Studierenden der Fachbereiche Maschinenbau, Biologie und Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften.

Für ihre Aufgabe, in einem Gebiet ihrer Wahl die zunehmende Wüstenbildung aufzuhalten und Pflanzen auf unfruchtbaren Böden wachsen zu lassen, versetzten sich die Studierenden nach Marroko. Über 90% der Fläche Marrokos bestehen aus Wüste, die sich aufgrund falscher Anbaumethoden der lokalen Bauern zudem immer mehr ausweitet. Dieses Problem löste das Gewinnerteam mit einem Vlies namens „Hemp 3000“.

Mit Hilfe des Vlieses aus marrokanischen Nutzhanf-Fasern, Superabsorber und Bio-Dünger plant die Gruppe, auf bisher unfruchtbaren Böden Hirse, Linsen und Senf anbauen zu können. Niembäume und Ölweiden dienen dabei als Windfang, für die Bewässerung möchte die Gruppe mit der Desertec-Stiftung kooperieren, die für den Betrieb ihres in der marrokanischen Wüste geplanten Solarkraftwerk ebenfalls Frischwasser benötigt. Das Vlies, das nach den Vorstellungen der Gruppe in einer Tiefe von ca. fünf Zentimetern liegen soll, kann dank des eigens entwickelten Spezialpfluges „Plow 3000“ von den lokalen Bauern in die Erde eingebracht werden, die bereits im zweiten Jahr des Projekts Erträge erwirtschaften könnten.

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