iSP Technologie und internationale Entwicklung

Der interdisziplinäre Studienschwerpunkt Technologie und internationale Entwicklung (iSP TuE) gibt Studierenden einen Einblick in die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei der Einsatz von Technologien, sowie gesellschaftliche und kulturelle Faktoren, die den Erfolg technischer Maßnahmen bestimmen.

Die Lehrveranstaltungen des Schwerpunktes lassen sich in den Wahlbereichen einer Vielzahl an Studiengängen einbringen. Alternativ kann ein Zertifikat als Zusatzqualifikation erworben werden. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter iSP-Zertifikat TuE als Zusatzqualifikation sowie unter Anmeldung und Anerkennung .

Das aktuelle Semesterprogramm für den interdisziplinären Studienschwerpunkt Technologie und internationale Entwicklung finden Sie unter aktuelle Lehrveranstaltungen .

Ziele und Inhalte

Die Studierenden lernen die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Grundlagen, Möglichkeiten und Probleme der technischen Kooperation kennen. Sie erhalten einen Einblick in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit. Sie suchen im Rahmen fachlich gemischter Projektgruppen nach angepassten und fachübergreifenden Lösungen für die komplexen Probleme der Entwicklungszusammenarbeit. Sie erlernen die Methoden der Projektarbeit und ihrer Evaluierung an Hand konkreter Beispiele und identifizieren die Kriterien für erfolgreiche Technologieprojekte.

Zeit: Montagabend, 18 Uhr

Beginn: 12. April 2021, Ende: 12. Juli 2021

TUCaN-Nr.: 02-TE-1002-vl

Lehrende: Prof. Dr. Jens Steffek; Miranda Loli

Beschreibung

Das COVID-19-Virus hat die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und regiert werden, tiefgreifend verändert. Viele dieser Veränderungen werden bleiben. In unserer interdisziplinären, öffentlichen Ringvorlesung werden wir die Folgen der Pandemie und ihrer Bekämpfung in den Blick nehmen. Themen sind unter anderem die fortschreitende Digitalisierung, die Veränderung der Arbeitswelt und der Geschlechterverhältnisse, aber auch soziale Ungleichheit, Populismus und fake news. Auch das Verhältnis von Wissenschaft und Politik, die Rolle internationaler Zusammenarbeit und die Chancen einer nachhaltigen Entwicklung werden zur Sprache kommen. Was hat die COVID-19-Krise in all diesen Bereichen verändert? Hat sie nur bestehende Veränderungsprozesse beschleunigt oder hat sie ganz neue in Gang gesetzt? Hat sie manche Entwicklungen vielleicht sogar umgekehrt? Diese Fragen wollen wir mit Wissenschaftler*innen aus den Reihen der TU Darmstadt aber auch auswärtigen Gästen besprechen. Die Veranstaltung findet online via zoom statt.

Erfahren Sie mehr im Programmflyer (wird in neuem Tab geöffnet) .

Weitere Informationen sowie Anmeldung für die Termine

Die Vortragsreihe wird am 12. April mit einer Podiumsdiskussion der drei Projektleiter*innen des iSP-Programms eröffnet, die die diversen Aspekte der COVID-19-Krise vorstellen, breitere Perspektiven zu langfristigen Folgen der Krise bieten und Einblicke in die Praxis der Krisenbewältigung geben werden. Im Sommersemester 2021 wird die Ringvorlesung Global Challenges federführend von Prof. Jens Steffek (Technische Universität Darmstadt) und Miranda Loli (iSP TuE) organisiert.

Kontakt bei Fragen zur Ringvorlesung

Kontakt bei technischen Fragen zur Anmeldung

Struktur

Der iSP TuE wird in enger Zusammenarbeit mit externen Praxispartner (z.B. GIZ, KfW Entwicklungsbank etc.) angeboten und dient der gezielten Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für eine Berufstätigkeit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Erwerb eines Zertifikats mit festgelegtem Curriculum wird die Qualifikation dokumentiert. Zudem lassen sich Lehrveranstaltungen, die im Rahmen des iSP TuE angeboten werden, in vier Themenfelder gliedern.

Themenfeld 1 | Forum Nachhaltigkeit

Im Themenfeld Forum Nachhaltigkeit werden Veranstaltungen angeboten, die von allen Studierenden aller drei iSP belegt werden müssen und eine gesamtgesellschaftliche Perspektive auf Nachhaltigkeit mit großer Interdisziplinarität ansprechen. In diesem Themenfeld werden regelmäßig zwei zur Auswahl stehende Wahlpflichtveranstaltungen seitens der iSP angeboten:

  • Interdisziplinäre Ringvorlesung „Global Challenges“, 3 ECTS-Punkte / 2 SWS. Sie findet alljährlich im Sommersemester statt.
  • Seminar „Nachhaltigkeit“, 3 ECTS-Punkte / 2 SWS

Darüber hinaus sollen wechselnde aktuelle Veranstaltungen auch unter Einladung externer Referenten angeboten werden.

Themenfeld 2 | Grundlagen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

Diese einführenden Veranstaltungen geben einen Überblick über wirtschaftliche, politische und soziale Dimensionen internationaler Zusammenhänge und insbesondere über die aktuellen Probleme und Themen der Entwicklungszusammenarbeit. In den hier angebotenen Veranstaltungen werden grundlegende Kenntnisse entwicklungspolitischer und –ökonomischer Paradigmen vermittelt, sowie aktuelle Herausforderungen an eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. In der Ringvorlesung im Sommersemester berichten Experten aus der Praxis zu wechselnden Themen. Folgende Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten:

  • Vorlesung „Global Governance“, 3 ECTS-Punkte / 2 SWS- Diese Vorlesung, die alljährlich im Wintersemester stattfindet, erläutert die Möglichkeiten und Grenzen globaler politischer Zusammenarbeit unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Entwicklungsländern.
  • Seminar-Einführung in die Entwicklungszusammenarbeit, 3 ECTS-Punkte / 2 SWS

Themenfeld 3 | Projekte in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

In diesem praxisnahen Modul werden Seminarveranstaltungen angeboten, die sich mit Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen. Präsentiert werden unter anderem aktuelle Konzepte der Entwicklungszusammenarbeit, die beteiligten Institutionen und deren Hierarchien, Techniken der Projektplanung und -durchführung, Fragen der Evaluierung und Monitoring usw. Übergeordnetes Ziel ist es, den Studierenden praxisrelevante Kompetenzen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu vermitteln. Es sollen künftig in jedem Semester mindestens drei Veranstaltungen aus diesem Modulbereich angeboten werden, die sich mit unterschiedlichen Themenbereichen der projektbasierten Entwicklungszusammenarbeit und mit unterschiedlichen Weltregionen beschäftigen.

Themenfeld 4 | Vertiefende Veranstaltungen

Die vertiefenden Veranstaltungen geben den Studierenden die Möglichkeit, ihren thematischen Interessen nachzugehen und neue Themenfelder der interdisziplinären Entwicklungszusammenarbeit kennenzulernen. Regelmäßig angeboten werden Lehrveranstaltungen zu den sozioökonomischen, politischen und ökologischen Folgewirkungen internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Zudem soll eine große Bandbreite an Gegenstandsbereichen vorgestellt werden, die in der Entwicklungszusammenarbeit von großer Bedeutung sind, wie etwa die Stadtplanung und Infrastrukturprojekte. Es sollen künftig in jedem Semester mindestens drei Veranstaltungen aus diesem Modulbereich angeboten werden.

Zertifikat Technologie und internationale Entwicklung als freiwillige Zusatzqualifikation

Studierende aller Fachbereiche der TU Darmstadt haben die Möglichkeit, im Studienschwerpunkt Technologie und Internationale Entwicklung ein Zertifikat zu erwerben, mit dem sie die dort erworbenen Fähigkeiten nachweisen können.

Das für Studierende aus vier Modulen bestehende Programm wird als „Interdisziplinäres Zertifikatsprogramm Technik und internationale Entwicklung” auf Masterniveau fortgeführt. Dieses Zertifikatsprogramm ist studienbegleitend angelegt und interdisziplinär ausgerichtet.

Für die erfolgreiche Teilnahme erhalten Absolvent*innen ein Zertifikat, das ihre besonderen Kenntnisse ausweist. Dies ist eine Zusatzleistung und die doppelte Anrechnung von Lehrveranstaltung sowohl für das reguläre Studium, als auch für das Zertifikat ist nicht möglich.

Das Lehrangebot wird vom Studienschwerpunkt Technik und internationale Entwicklung konzipiert und koordiniert. Es verbindet Lehrveranstaltungen der TU Darmstadt mit zusätzlichen interdisziplinären Veranstaltungen, von Experten aus der Praxis der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel des Programms ist es, Forschungsansätze und -traditionen aus verschiedenen Disziplinen zu vermitteln und somit den Blick über die eigene Fachrichtung hinaus zu ermöglichen.

Die Teilnahme bietet Studierenden nicht nur einen Einblick in unterschiedliche technologische Ansätze, sondern vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die Struktur und die Funktionsweisen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Für die Ausstellung des Zertifikates müssen die Studierenden nachweisen, dass sie insgesamt mindestens 10 SWS (15 CP) an Veranstaltungen aus dem Studienschwerpunkt belegt haben und davon

• mindestens 2 SWS (3 CP) aus dem Themenfeld 1 Forum Nachhaltigkeit

• mindestens 2 SWS (3 CP) aus dem Themenfeld 2 Grundlagen

• mindestens 2 SWS (3 CP) aus dem Themenfeld 3 Projekte

• mindestens 2 SWS (3 CP) aus dem Themenfeld 4 Vertiefung.

Für einen Erwerb des iSP-Zertifikats TuE melden Sie sich bitte unverbindlich unter der Rubrik Anerkennung und Anmeldung an. Dort finden Sie auch weitere Informationen, u.a. zur Anmeldung in TUCaN. Den Belegbogen finden Sie hier .