Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung

Der iSP UWS beschäftigt sich mit dem Zustand und den durch den Einfluss des Menschen verursachten Veränderungen der natürlichen Umwelt. Thematisiert werden komplexe natürliche Zusammenhänge und Regelkreise, die Ursachen und die Entstehung von Umweltproblemen sowie Handlungsoptionen zu deren Lösung.

Das aktuelle Semesterprogramm für den iSP UWS (wird in neuem Tab geöffnet)

Die Lehrveranstaltungen des Schwerpunktes lassen sich in den Wahlbereichen einer Vielzahl an Studiengängen einbringen. Alternativ kann das iSP-Zertifikat UWS als Zusatzqualifikation erworben werden. Weitere Informationen unter Anmeldung und Anerkennung.

Über den iSP UWS

Der Schutz der natürlichen Umwelt ist eine der großen Herausforderungen unserer durch Technik geprägten Zivilisation. Der immer stärkere Eingriff des Menschen in die Erd- und Ökosysteme zeitigt Folgen, die immer stärker spürbar sind und gesellschaftliche Transformationsprozesse erforderlich machen.

Das Lehrangebot des iSP UWS soll Studierenden die Möglichkeit geben, sich in diese komplexe Aufgabe einzuarbeiten. Studierende lernen Ursachen und Kontexte ökologischer Problemlagen sowie Handlungsoptionen zu deren Lösung kennen.

Der iSP UWS wird von Prof. Dr. Liselotte Schebek geleitet und von Tobias Berger koordiniert. Er ist am Fachbereich 13 angesiedelt.

Kompetenziele des iSP UWS:

  • Sie lernen naturwissenschaftliche Zusammenhänge und stoffliche wie energetischen Austauschbeziehungen zwischen den Umweltmedien Wasser, Boden und Luft kennenund deren technische und gesellschaftliche Beeinflussung durch den Menschen.
  • Sie lernen die ökologische Krise als Krise gestörter Mensch-Umwelt-Beziehungen kennen.
  • Sie verstehen unterschiedliche fachlich-disziplinäre Sichtweisen und theoretische wie methodische Herangehensweisen an die Krise.
  • Sie erarbeiten interdisziplinär abgesicherte Lösungsstrategien, die die Verbesserung der Technik selbst (Effizienzsteigerung), Verhaltensänderungen (Suffizienz), aber auch angemessene Reaktionen des gesellschaftlich-politischen Systems (Governance) einbeziehen.
Bild: Pixabay
Der iSP sucht nach Ursachen, Kontexten und Lösungsmöglichkeiten ökologischer Problemlagen

Eigene Lehrveranstaltungen:

Diese Ringvorlesung wird jeden Winter angeboten und steht Studierenden aller Fachbereiche sowie der interessierten Öffentlichkeit offen.

Zeit: Dienstag von 18.05-19.45 Uhr (Online)

TUCan-Nr.: 13-K3-0011-vl

Wie funktioniert und tickt das Erdsystem? Entlang globaler Umweltveränderungen beleuchten Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen zentrale Zusammenhänge und geben damit fundierte Perspektiven an die Hand, um die gegenwärtige planetare Krise einzuordnen.

Vorlesungsinhalte: Funktionsweise und Krisen unseres Erdsystems

Die Ringvorlesung führt in das Forschungsfeld der Erdsystemforschung ein. Dieses begreift die Erde als System und hat zum Ziel, dessen Herausbildung und Funktionsweise zu verstehen und leistet somit einen zentralen Beitrag für die Erfassung des „Zustands“ unserer Erde. Hierzu werden Erkenntnisbestände und Methoden aus einer Vielzahl an Wissenschaftsbereichen integriert. Durch die Analyse empirisch bewährter Modelle und ihre Projektion in die Zukunft versucht die Erdsystemforschung sogenannte „Kipppunkte“ im Erdsystem zu identifizieren und damit verbundene Umweltfolgen sichtbar zu machen.

In der Ringvorlesung werden die Methoden, Forschungsansätze und Erkenntnisse der Erdsystemforschung anhand unterschiedlicher globaler Umweltveränderungen (z.B. Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Ozeanversauerung) beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Interaktion zwischen Land, Atmosphäre, Wasser, Eis, Biosphäre, Gesellschaften, Technologien und Wirtschaft unter Berücksichtigung des menschlichen Einflusses. Dabei werden interdisziplinäre Bezüge hergestellt und die Erdsystemforschung selbst kritisch in den Blick genommen.

Hier finden Sie das Programm. (wird in neuem Tab geöffnet)

Weitere Informationen (wird in neuem Tab geöffnet)

Anmeldung zu den Terminen für Gasthörende (wird in neuem Tab geöffnet)

Bei Fragen oder wenn Sie als Gast teilnehmen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf:

Programm der Ringvorlesung Erdsystemforschung im WiSe 2021-22

Diese Ringvorlesung wird im Sommersemester 2021 angeboten und steht Studierenden aller Fachbereiche sowie der interessierten Gasthörenden offen.

Zeit: Donnerstag, 16.15 bis 17.45 Uhr
Ort: online (via Zoom)
TUCan-Nr.: 13-K3-0023-vl

Wasserstoff ist in aller Munde. Er wird aktuell als wesentlicher Baustein für die Energiewende diskutiert. Das Wasserstoff für den Betrieb von Brennstoffzellen genutzt werden kann, wissen die allermeisten. Aber was muss man noch über Wasserstoff, seine Erzeugung und Nutzung wissen? Die einführende Ringvorlesung richtet sich neben Studierenden als primäre Zielgruppe auch explizit an die interessierte Öffentlichkeit. Fragen ausdrücklich erwünscht! Die Vorträge werden so gehalten, dass anschließend ausreichend Zeit zur Diskussion bleibt.

Erfahren Sie mehr im Programm (wird in neuem Tab geöffnet).

Weitere Informationen (wird in neuem Tab geöffnet) sowie Anmeldung für Gasthörende (wird in neuem Tab geöffnet).

Die Veranstaltungsreihe ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem interdisziplinären Studienschwerpunkt Umweltwissenschaften, der Fachgruppe Katalysatoren und Elektrokatalysatoren und der LandesEnergieAgentur Hessen.

Kontakt für Fragen:

Programm der Ringvorlesung Wasserstoff

Dieses Seminar wird im Sommersemester 2021 angeboten und richtet sich explizit an Studierenden aller Fachbereiche.

Zeit: Freitag 9.50 bis 13.20 Uhr (alle zwei Wochen)
Ort: online (via Zoom)
TUCan-Nr.: 13-K3-0022-se
Dozent: Dr. Henning Wilts (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie)

Die radikale Veränderung unserer bislang linearen Form des Wirtschaftens („Produzieren-Nutzen-Wegwerfen") hin zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft gilt als zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Klimaschutz, ebenso aber auch für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa. Dafür notwendig wären tiefgreifende Veränderungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette: recycling- und reparaturfreundliches Produktdesign, neue zirkuläre Geschäftsmodelle und hochwertige Verwertung von Produkten am Ende ihrer Nutzungsphase. Insbesondere eine ganz neue Verknüpfung dieser Prozesse: Raus aus dem Silo-Denken, hin zu integrierten Kreislaufwirtschaftsstrategien.

Trotz der ökologischen und ökonomischen Potentiale einer Kreislaufwirtschaft scheint Deutschland auf diesem Transformationspfad zu stagnieren. Sehr hohe Recyclingquoten führen hier nicht zu geschlossenen Stoffkreisläufen, Sharing und Leasing bleiben Nischen-Phänomene, eine Vermeidung von Abfällen ist kaum erkennbar. Dieser Widerspruch ist Ausgangspunkt des Seminars, das sich im Kern folgenden Fragen widmet

  • Wo steht Deutschland auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft?
  • Wo liegen die Chancen, wo aber auch die Risiken?
  • Wie sieht die notwendige „Zukunftskunst" aus, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft gestalten zu können?

An konkreten Beispielen von der Plastiksteuer bis zum „Pfand auf alles" analysieren die Seminarteilnehmden den Transformationsprozess zur Kreislaufwirtschaft. Im Seminar werden dazu unterschiedliche interdisziplinäre Theorieansätze vorgestellt, um die praktischen Beispiele zu bewerten und daraus Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Zero Waste Strategien oder Reallaboren für die Kreislaufwirtschaft zu ziehen.

Das Seminar wird von Dr. Henning Wilts (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie) durchgeführt. Herr Wilts leitet dort die Abteilung Kreislaufwirtschaft und verfügt über umfassende Erfahrungen (Theorie und Praxis) auf diesem Gebiet.

Das Seminar richtet sich explizit an interessierte Studierende aller Fachbereiche mit ganz unterschiedlichem Vorwissen / fachlichem Hintergrund, die einen Einstieg in diese gesellschaftsrelevante Thematik finden möchten. Es lässt sich im Wahlbereich einer Vielzahl an Studiengängen einbringen sowie im iSP-Zertifikat Umweltwissenschaften anerkennen lassen.

Die Sitzungen finden alle zwei Wochen als Doppeltermin (2x90 Min) statt. Beachten Sie bitte die Informationen, die im begleitenden Moodle-Kurs kurz vor Beginn der Lehrveranstaltungen eingestellt werden.

Kontakt für Fragen:

Geöffnete Lehrveranstaltungen:

Das Veranstaltungsangebot des iSP UWS besteht neben den eigenen Lehrformaten aus einer thematischen Auswahl des gesamten Lehrveranstaltungsangebot der TU Darmstadt. Dies ermöglicht eine vielfältige Auseinandersetzung mit der Thematik aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven.

Aktuelle Entwicklungen der Klimapolitik (FB 02), Willkommen im Anthropozän! Einführung in die Umweltgeschichte (FB 02), Polymere und Umwelt (FB 07), Ökologie-Vorlesung (FB 10), Urban Hydrology and Ecology (FB 11) Einführung in die Meteorologie (FB 11), Umweltplanung (FB 13), Green Building Design (FB 13), Energiesysteme II (FB 16).

Struktur

Die Lehrveranstaltungen sind einem Grundlagenmodul und vier Themenfeldern zugeordnet. Diese Struktur bildet gleichzeitig den Rahmen für das iSP-Zertifikat Umweltwissenschaften. Die Themenfelder unterscheiden sich mit Blick auf die Wissenschaftskultur (Natur-, Ingenieur- und Gesellschaftswissenschaften), mit der jeweils die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand der Umweltwissenschaften erfolgt.

  • Grundlagenmodul: Grundlagen der Umweltwissenschaften
  • Die Vorlesung thematisiert die komplexen natürlichen Zusammenhänge sowie die Folgen anthropogener Eingriffe, der Entstehung und Wirkung von Umweltproblemen sowie deren Lösung aus den verschiedenen fachlich-disziplinären Sichtweisen, d.h. mit deren theoretischen und methodischen Ansätzen sowie mit deren Verknüpfung.
    Durch die Auseinandersetzung mit den Zielen, Inhalten und Arbeitsmethoden anderer im Berufsalltag relevanter Disziplinen wird ein verbessertes Verständnis des eigenen Berufsfelds Umweltingenieurwesen sowie eine größere Praxiskompetenz der Absolventen ermöglicht. Im Rahmen eines Begleitseminars werden komplexe Umweltthemen, welche aus der Vorlesungsveranstaltung bekannt sind, durch praktische Zugänge für die Studierenden greifbar gemacht.
    Insgesamt hat das Modul einen Umfang von 6 CP Modul und ist Pflicht für den Erwerb des iSP-Zertifikat Umweltwissenschaften.
  • Themenfeld 1: Forum Nachhaltigkeit
    • Das Themenfeld „Forum Nachhaltigkeit“ bildet die inhaltliche und organisatorische Schnittstelle aller drei interdisziplinären Studienschwerpunkte. Im „Forum Nachhaltigkeit“ werden interdisziplinäre Veranstaltungen zu Fragen ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit angeboten, die von Studierenden aller drei iSP belegt werden können. Folgende Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten:
      • Die interdisziplinäre Ringvorlesung „Global Challenges“, die alljährlich im Sommersemester angeboten wird, mit jeweils wechselnden Themen und wechselnder organisatorischer Federführung.
      • Das Seminar „Forum Nachhaltigkeit“, das alljährlich im Wintersemester stattfindet und von der Vieldeutigkeit des Nachhaltigkeitsbegriffs ausgeht: geisteswissenschaftlich in Bezug auf Werte, Normen, Versorgungsprinzipien (NAG), ökologisch und umweltwissenschaftlich in Bezug auf Lebenszyklus- und Stoffstromanalysen, Zertifizierung und Bewertung (UWS) und entwicklungspolitisch in Bezug auf Globalisierung, Risiko- und Nutzenverteilung, Stabilität und Sicherheit (TuE).
  • Themenfeld 2: Technosphäre: Technologie, Innovation, Effizienz
  • In diesem Themenfeld werden Veranstaltungen aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften angeboten, die den Studierenden eine ingenieurwissenschaftliche Sichtweise auf Umweltprobleme und Lösungsansätze bietet.
  • Themenfeld 3: Natürliche Umwelt: vom Erdsystem zum Habitat
  • In diesem Themenfeld werden überwiegend Veranstaltungen aus dem Bereich der Naturwissenschaften angeboten. Darin wird naturwissenschaftliches Grundlagenwissen vermittelt und der Bezug zum Verständnis der Veränderung der Umwelt durch Eingriffe des Menschen hergestellt.
  • Themenfeld 4: Perspektive der Gesellschaft
  • In diesem Themenfeld werden Veranstaltungen aus dem Bereich der Geistes-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaften angeboten. Diese Veranstaltung vermitteln den Studierenden insbesondere Ausgestaltung und Relevanz von politischen und sozialen Rahmenbedingungen sowie Steuermechanismen im Bereich Umweltschutz.

Zertifikat Umweltwissenschaften als Zusatzqualifikation

Studierende aller Fachbereiche mit und ohne Vorkenntnisse der TU Darmstadt haben die Möglichkeit, im Studienschwerpunkt Umweltwissenschaften ein Zertifikat zu erwerben, mit dem sie die erworbenen Fähigkeiten nachweisen können. Dieses Zertifikatsprogramm ist studienbegleitend angelegt und interdisziplinär ausgerichtet.

Die Teilnahme bietet Studierenden nicht nur einen Einblick in die ökologische Krise und damit verbundene Umgangsweisen, sondern vermittelt ein grundlegendes Verständnis für weitläufige Feld der Umweltwissenschaften. Das Programm steht im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung und führt durch verschiedene Disziplinen, was den Blick über die eigene Fachrichtung hinaus ermöglicht.

Anforderungen

Für die Ausstellung des Zertifikates müssen die Studierenden nachweisen, dass sie insgesamt mindestens 10 SWS (15 CP) an Veranstaltungen aus dem Studienschwerpunkt belegt haben. Neben dem Grundlagenmodul sind drei aus den vier Themenfelder abzudecken. Für Studierende im Fach Umweltingenieurwissenschaften gilt die Sonderregelung, dass mindestens 10 SWS (15 CP) zu erwerben und dabei alle vier Themenfelder abzudecken sind.

Beachten Sie dabei bitte Hinweise in der Studienordnung (wird in neuem Tab geöffnet).

Wichtiger Hinweis: Für den Erwerb eines Zertifikates sind die besuchten Veranstaltungen als „zusätzliche Leistungen“ anzumelden. Eine gleichzeitige Einbringung in Studiengängen ist nicht möglich.

Anmeldung

Wenn Sie ein Zertifikat anstreben, melden Sie sich bitte unter der Rubrik Anerkennung und Anmeldung (wird in neuem Tab geöffnet) an. Dort finden Sie auch weitere Informationen (u.a. zur Anmeldung in TUCaN).

Ein Miniprüfungsplan ist nicht mehr erforderlich. Um sich zu vergewissern, dass Ihre Wahl an Lehrveranstaltungen im Rahmen des iSP Umweltwissenschaften anerkannt werden können, haben Sie die Möglichkeit einen (ggf. vorläufigen) Belegbogen (wird in neuem Tab geöffnet) auszufüllen und bei Tobias Berger per einzureichen.

Musterzertifikat über die erfolgreiche Absolvierung des Zertifikats iSP UWS

Vergangene Semesterprogramme:

Hinweis: Die Lehrveranstaltungen im Themenfeld 1 und 4 wechseln jedes Semester. In den Themenfeldern 2 und 3 werden Lehrveranstaltungen in der Regel kontinuierlich angeboten. Dennoch sind Änderungen jedes Semester möglich.

Bei Fragen oder Beratungsbedarf

  • Sie haben Interesse am iSP-Zertifikat, fragen sich jedoch, welche Lehrveranstaltungen für Sie geeignet sind bzw. ihr Studium sinnvoll ergänzen?
  • Sie haben Anregungen / Feedback für uns?

Dann nehmen Sie bitte per Kontakt mit Tobias Berger auf und vereinbaren Sie ggf. einen Gesprächstermin.