Über den Preis

Der Robert Piloty-Preis wird für herausragende Leistungen sowie außergewöhnliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten der Informatik, der Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Angewandten Mathematik vergeben. Der Robert Piloty-Preis wird in der Regel zweijährlich vergeben. Er ist dotiert mit insgesamt 10.000 € und mit einer Medaille versehen.

Der Robert-Piloty Preis wird seit 2016 vergeben. Er führt die Alwin-Walther-Medaille der TU Darmstadt fort, die gemeinsam von den Fachbereichen Informatik und Mathematik vergeben wurde. Der Erweiterung des Profils durch die Hinzunahme der Elektrotechnik und Informationstechnik ist auch die Namensänderung des Preises geschuldet. Im Sinne eines fachlichen Bezugs zu dem Werk von Robert Piloty sind in der Elektrotechnik und Informationstechnik vorzugsweise Preisträger mit Arbeiten auf dem Gebiet der Datentechnik zu berücksichtigen. In der Mathematik sind Preisträger bevorzugt mit Arbeiten auf dem Gebiet der Angewandten Mathematik zu berücksichtigen.

Robert Piloty

Robert Piloty
Bild: privat
Professor Robert Piloty

Er wurde 1964 an die TH Darmstadt berufen und gründete das Institut für Nachrichtenverarbeitung in der damaligen Fakultät für Elektrotechnik (heute Institut für Datentechnik im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik).

Prof. Piloty erkannte bereits frühzeitig die Bedeutung elektronischer Rechenanlagen. Durch seine Initiative und unter seiner technischen Leitung entstand schon Anfang der fünfziger Jahre an der TU München die PERM (Programmgesteuerter Elektronischer Rechenautomat München), bei der Elektrotechniker und Mathematiker auf besondere Weise zusammenwirkten. Die PERM war nicht nur Demonstrationsmodell, sondern eine voll funktionsfähige digitale Rechenanlage, die 17 Jahre als Kern des Leibniz-Rechenzentrums München diente. Sie steht heute im Deutschen Museum in München

Prof. Piloty war darüber hinaus maßgeblich am Aufbau der Informatik als eigenständige Fachdisziplin in Deutschland wie an der TU Darmstadt beteiligt. Als Mitglied der Generalversammlung und als Vizepräsident der International Federation of Information Processing (IFIP) hat Robert Piloty über viele Jahre die deutsche Informatik international vertreten.

Seine vielfältigen Verdienste wurden durch nationale und internationale Auszeichnungen hoch anerkannt.

Die Fachbereiche

Das Robert-Piloty-Gebäude an der Technischen Universität Darmstadt, Sitz des Fachbereichs Informatik

Die Fachbereiche Informatik, Elektro- und Informationstechnik und Mathematik arbeiten an der TU Darmstadt in Forschung und Lehre auf vielfältige Weise eng zusammen. Der von diesen Fachbereichen gemeinsam vergebene Robert-Piloty-Preis ist nicht zuletzt in diesem Kontext zu verstehen.

Die Informatik in ihrer heutigen Bedeutung entstand Anfang der 1970er Jahre aus den Disziplinen der Mathematik und der Elektrotechnik heraus. Sie ist in den letzten Jahrzehnten zu einer Zukunftsdisziplin des 21. Jahrhunderts erwachsen. Der Fachbereich Informatik der TU Darmstadt wurde 1972 als eine der ersten Informatik-Fakultäten an deutschen Universitäten aus einer Tradition hervorragender, international anerkannter Pioniere der Informatik wie Alwin Walther (Wissenschaftliches Rechnen, Mathematik) und Robert Piloty (programmgesteuerte Rechenanlagen, Elektrotechnik) heraus gegründet. Er ist heute einer der in Forschung und Lehre führenden Informatik-Fachbereiche in Deutschland. Die Region Rhein-Main-Neckar mit Darmstadt als Zentrum ist einer der wichtigsten Standorte Europas für Informations-und Kommunikationstechnologien.

Der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt blickt auf eine lange erfolgreiche Geschichte zurück; er gehört seit vielen Jahren in Lehre und Forschung zur Spitzengruppe der Elektrotechnik- und Informationstechnik-Fakultäten in Deutschland. Seine ForscherInnen und AbsolventInnen genießen einen sehr guten Ruf in Industrie und Wissenschaft.

Der Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt ist einer der großen mathematischen Fachbereiche in Deutschland. Angewandte Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen sind profilbildende Schwerpunkte des Fachbereichs mit einer langen Tradition international anerkannter WissenschaftlerInnen und großer interdisziplinärer Forschungsarbeiten.