Ein Schatz für Darmstadt

Wir bauen die ehemalige Schlosskirche für Sie um

Die Schlosskirche im Wandel der Zeiten

Die ehemalige Schlosskirche blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Viel Zerstörung musste Sie erleben aber auch wunderschöne Ereignisse wie Hochzeiten, sowohl von den Royals als auch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts von Studierenden.

Entstehung und Hochzeit des Kirchenbaus

Die Schlosskirche nach dem Umbau durch Georg Moller 1841-43, vor ihrem erneuten Umbau 1891, Quelle: Stadtarchiv Darmstadt

Das bauliche Ensemble des ehemaligen Darmstädter Residenzschlosses besteht aus vielfältigen Gebäuden. Im Laufe seiner bewegten über 600-jährigen Baugeschichte hat es sich von einer bescheidenen Wasserburg der Grafen zu Katzenelnbogen zu einer stadtbildprägenden Anlage entwickelt. Bereits 1377 wurde die Burgkapelle der mittelalterlichen Wasserburg geweiht, jedoch knapp 200 Jahre später im Schmalkaldischen Krieg zerstört.

Im Zuge des umfassenden Wiederaufbaus und Ausbaus des Schlosses im 16. Jahrhundert entstand 1597 die Schlosskirche des Darmstädter Residenzschlosses, die zu den frühesten protestantischen Kirchenbauten in Hessen zählt. Noch vor ihrer Fertigstellung wurde dort eine erhielt sie ihre Orgel, die oberhalb von Altar und Kanzel und so im direkten Blickfeld der Gemeinde positioniert war.

Seitdem gehörte eine Orgel in die Schlosskirche in Darmstadt. 1623 wurde eine neue Orgel von Adam Knauth aufgestellt, welche sich heute in der Kirche von Worfelden bei Büttelborn befindet. Anlässlich der Berufung des Komponisten Christoph Graupner nach Darmstadt wurde 1711 eigens eine Orgel von Meister Christian Vater aus Hannover gefertigt. Zuletzt zierte eine Orgel von E. F. Walcker & Cie. aus Ludwigsburg von 1878 den Raum.

Die Schlosskirche wurde aufgrund von Bauschäden zwischen 1841 und 1843 unter Hofbaumeister Georg Moller noch einmal einschneidend verändert.

Prof. Dr. Ursula Kramer,
1. Vorsitzende der Christoph-Graupner-Gesellschaft

Die Christoph-Graupner-Gesellschaft freut sich auf die Mitgestaltung von Konzerten, bei denen die Musik Graupners ab 2020 wieder an ihrem einstigen zentralen Wirkungsort, der ehemaligen Schlosskirche, zum Erklingen gebracht wird.

Die Schlosskirche im 20. Jahrhundert

Gruppenaufnahme während der Hochzeit des Erbgroßherzogs Georg Donatus Erbgroßherzog v. Hessen und bei Rhein (1906-1937) mit Erbgroßherzogin Cäcilie geb. Prinzessin v. Griechenland (1911-1937) vor der Schlosskapelle Darmstadt, / v. l. n. r.: Herr Müller; unbekannte Dame; Fürstin Margarita zu Hohenlohe-Langenburg geb. Prinzessin v. Griechenland (1905-1981); Großherzogin Eleonore v. Hessen und bei Rhein geb. Prinzessin v. Solms-Hohensolms Lich (1871-1937); Großherzog Ernst Ludwig v. Hessen und bei Rhein (1868-1937), verdeckt; dahinter Markgräfin Theodora v. Baden geb. Prinzessin v. Griechenland (1906-1969); vorn, Prinz Andreas v. Griechenland (1882-1944); dahinter Herr v. Schröder; Prinzgemahl Philip v. Großbritanien (* 1921); Herr Lauterbach; Zuschauer, Quelle: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand noch eine royale Hochzeit in der Schlosskirche zu Darmstadt statt. In der Darmstädter Brandnacht 1944 wurde der Kirchenbau dann samt seiner Orgel zerstört. Seitdem fehlt eine Orgel!

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Teil des Schlosses in vereinfachter Form wiederhergestellt und ab Mitte der 1960er Jahre als Kirche der evangelischen Hochschulgemeinde genutzt. Die bereits bestellte Orgel wurde allerdings nie in der ehemaligen Schlosskirche aufgestellt. Ab 1970 diente der Kirchenbau ausschließlich als Büchermagazin.

Blick auf den Glockenbau 1947/48, Bild: Stadtarchiv Darmstadt ST 53 Fotosammlung. Nachlaß C. Schneider

Und heute?

Im Zuge der Grundsanierung des Kirchenbaus reifte die Idee, diesen Raum für festliche und kulturelle Veranstaltungen zu öffnen, entsprechend herzurichten und auch endlich wieder mit einer Orgel zu vervollständigen. Knapp 200 Personen können dort auf 192 Quadratmeter Fläche zusammenkommen. Für Konzerte bietet der Raum bis zu 150 Sitzplätze.

Dr. Marie-Luise Wolff,
ENTEGA AG

Die ENTEGA AG engagiert sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Wiederbelebung der historischen Schlosskirche im Herzen der Stadt als Raum für Begegnungen und Konzerte leistet hierzu einen wertvollen Beitrag. Die Musik verbindet Menschen unterschiedlicher Kulturen und eint die Gesellschaft.