Abschluss erzielt: Hessen-Tarifvertrag wird an der TU Darmstadt vollständig übernommen!

Erhöhte Corona-Prämie für untere Entgeltgruppen

Liebe Kolleg*innen, die Gewerkschaft ver.di hat am 27. Oktober eine Tarifeinigung mit der TU Darmstadt erzielt. Sie beinhaltet die vollständige und zeitgleiche Übernahme des zuvor für die hessischen Landesbeschäftigten erreichten Tarifvertrags. Darüber hinaus hat ver.di für die unteren Entgeltgruppen (bis EG 9) eine stärkere Anhebung der Corona-Prämie erreicht (1.400 statt 1.000 Euro). Zudem erhalten die TU-Beschäftigten die Möglichkeit, Gehaltsbestandteile für das Leasing von Fahrrädern zu nutzen. Das Tarifergebnis: Entgelterhöhung: ab 1. August 2022 plus 2,2 Prozent; ab August 2023 plus 1,8 Prozent, mindestens 65 Euro; Auszubildende jeweils 35 Euro mehr Corona-Prämie: Für die Entgeltgruppen 10 bis 15 wie im Tarifvertrag Hessen 500 Euro im Dezember 2021, weitere 500 Euro im März 2022. An der TU Darmstadt wird die Corona-Prämie für Beschäftigte der Entgeltgruppen 1 bis 9 auf jeweils 700 Euro erhöht. Auszubildende jeweils 250 Euro, Teilzeitbeschäftigte anteilig. Auszubildende: Wer die Abschlussprüfung mindestens mit Note 3 besteht, wird bei dienstlichem Bedarf unbefristet übernommen. Für sie gilt dann direkt die Entgeltstufe 2 Hessen-Ticket: Das Landesticket für den Nahverkehr wird bis zum Ende 2024 verlängert Elterntage: Eltern bzw. Lebenspartner*innen erhalten ab 01.08.2022 bei Geburt eines Kindes 8 Tage Freizeit statt Geld: Beschäftigte können erstmals im Jahr 2022 geltend machen, dass sie einen entsprechenden Teil ihrer Jahressonderzahlung in zwei Tage Freizeit tauschen wollen. Weitere Tarifverträge: für gute Arbeitsbedingungen im Mobilen Arbeiten sowie in Zusammenhang mit der Digitalisierung Laufzeit: bis 31. Januar 2024 TU lehnt Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte ab Im Einigungspapier zwischen ver.di und dem Land Hessen ist vereinbart, dass der Stundenlohn ab dem Sommersemester 2022 mindestens zwölf Euro beträgt. Künftige Tarifsteigerungen erhöhen diesen Betrag. Zu einer weitergehenden tariflichen Regelung war die TU-Leitung nicht bereit. Hier ist offenbar noch mehr Druck nötig. Keine verbindliche Regelung zu Befristungen – ver.di bleibt dran Die TU-Verhandlungsführung war partout nicht bereit, eine verbindliche Regelung zur Ausweitung unbefristeter Beschäftigung zu vereinbaren. Sie hat lediglich zugesagt, Gespräche »zur Umsetzung des „Kodex für gute Arbeit“ im Zusammenhang mit dem im hessischen Hochschulpakt formulierten Ziel aufzunehmen, die Zahl der unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse für wissenschaftliches, künstlerisches und wissenschaftsnahes Personal auszubauen«. ver.di wird in diesen Gesprächen und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen weiter darauf drängen, mehr unbefristete Beschäftigung an der TU zu schaffen. Mit dem Aktionsmotto »Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin« – eine Anspielung auf das neue Berliner Hochschulgesetz, das Dauerstellen für Postdocs vorschreibt, haben wir deutlich gemacht, dass wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen eine dauerhafte Perspektive an der Uni auch außerhalb einer Professur geboten werden kann. Was in Berlin geht, muss auch in Hessen möglich sein! Mach mit! Die TU-Beschäftigten haben mit vielen Aktionen und Warnstreiks für ihre Forderungen Druck gemacht. Damit haben sie zu dem im Land Hessen erzielten Tarifergebnis und dessen vollständiger Übernahme an der TU beigetragen. Wenn wir uns noch besser organisieren und stärker werden, können wir in Zukunft noch mehr durchsetzen. https://mitgliedwerden.verdi.de/beitritt/verdi