DAAD-Stipendiaten an der TU Darmstadt

22.04.2013

DAAD-Stipendiaten an der TU Darmstadt

Drei Tage lang war die TU Gastgeberin für rund 550 Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus 95 Ländern und 60 Hochschulen oder Forschungseinrichtungen – auch aus der TU Darmstadt. Wir stellen zwei Stipendatinnen und einen Stipendiaten an der TU genauer vor:

  • Aura Moldovan – Masterstudentin der Stadtsoziologie aus Rumänien
  • Ahmed Taha – Research Assistant am CASED aus Ägypten
  • Batsuren Bishbat – Promotionsstipendiatin am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft aus der Mongolei

Aura Moldovan

Porträt der Stipendiatin Auro Moldovan. Bild: DAAD / Wolfgang Hübner-Stauf
Bild: DAAD / Wolfgang Hübner-Stauf

Aura Moldovan ist nicht nur DAAD-Stipendiatin, sie hat auf dem Treffen auch einen Vortrag gehalten. Freiwillig, weil sie nicht wollte, dass die Soziologie zwischen all den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Vorträgen untergeht. „Objektzentrierte Sozialität“, also die Theorie von der Wechselwirkung zwischen Subjekt und Objekt, war ihr Thema – und ist das Thema, zu dem die 23-Jährige gegenwärtig ihre Masterarbeit schreibt. Es ist eine Theorie, die es erlaubt, auch ein Haus oder einen Platz als Akteure zu sehen. Wenn nämlich ein Architekt oder ein Stadtplaner sich damit auseinandersetzen, um zu einer bestimmten Gestaltung zu finden.

Moldovans Interesse an Stadtsoziologie erwachte schon im zweiten Semester, damals studierte sie noch in Rumänien. Als sie während der Recherche zu ihrer Bachelor-Arbeit immer wieder auf Texte der Darmstädter Stadtsoziologin Prof. Dr. Martina Löw stieß, beschloss sie, ihr Wissen in Deutschland zu vertiefen, genauer gesagt an der TU Darmstadt. Hier schätzt sie auch die Interdisziplinarität:

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Ahmed Taha

Stipendiat Ahmed Taha hält einen Vortrag. Bild: DAAD / Wolfgang Hübner-Stauf
Bild: DAAD / Wolfgang Hübner-Stauf

Als sich in Kairo die Menschen über Facebook und Twitter zu Protesten gegen den damaligen Präsidenten Mubarak auf dem Tahrir-Platz verabredeten, war auch Ahmed Taha dabei. Im Frühling 2011 war das, nur wenige Monate bevor Taha nach Deutschland ging, um noch ganz andere Möglichkeiten von Smart Phone & Co. zu erforschen: Als Research Assistant und PhD Student ist der 29-jährige Ingenieur jetzt in die Forschung des Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) eingebunden, an dem außer der TU Darmstadt das Fraunhofer Institut für sichere Informationstechnologie und die Hochschule Darmstadt beteiligt sind.

Gerade hat Taha mit seinen Kollegen eine App entwickelt, die das Smart Phone als digitalen Schlüsselbund nutzbar – zum Beispiel um ein Car Sharing-Auto zu öffnen oder das Schließfach einer Packstation. Hat man seinen Schlüssel vergessen, kann man sich vom Mitbewohner eine „Kopie“ des Schlüssels aufs Handy schicken lassen. Sicherheitslücken werden im CASED-Labor getestet – und geschlossen.

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Batsuren Bishbat

Porträt der Stipendiatin Batsuren Bishbat. Bild: DAAD / Wolfgang Hübner-Stauf
Bild: DAAD / Wolfgang Hübner-Stauf

Als Batsuren Bishbat 1992 ihr Abitur gemacht hatte, entschied sie sich ziemlich spontan für ein Deutsch-Studium. Die Sprache war damals in der Mongolei noch recht unbekannt. Doch in den vergangenen Jahren ist das Interesse an Deutsch ständig gestiegen, weil es deutsch-mongolische Wirtschaftskooperationen gibt und weil junge Leute Deutschland als Studienziel haben. Batsuren Bishbat hat einige von ihnen unterrichtet, während ihrer Zeit als Dozentin für Deutsch und Russisch an der Universität von Ulan Bator. Und manchem Gesicht ist sie an der TU Darmstadt sogar wieder begegnet.

Vor gut einem Jahr kam sie mit einem Promotionsstipendium des DAAD hierher, um am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft zum Thema Deutsch als Fremdsprache zu forschen. In Ulan Bator hatte sie schon ihre Beobachtungen gemacht, wie Studenten sich Deutsch als zweite Fremdsprache aneignen und wie die Muttersprache und die erste Fremdsprache Englisch ihnen dabei helfen. Aber Bishbat wollte es genauer wissen. Weil es in der Mongolei keine Forschung zu Mehrsprachigkeit gibt, stillte sie ihren Wissensdurst mit Fachliteratur aus Deutschland.

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