Neues CARS Lab

07.09.2017

Neues CARS Lab

Cybersicherheit: Forschungseinrichtungen bündeln Kräfte mit Chiphersteller Intel

Drohnen, selbstfahrende Autos und kollaborative Systeme in der industriellen Automatisierung: Mit diesen Zukunftsthemen beschäftigt sich ein neues Forschungsinstitut im Bereich Cybersicherheit an der TU Darmstadt.

Eine größere Anzahl von fliegenden Drohnen. Bild: fotolia
Das neue Forschungsinstitut CARS Lab beschäftigt sich mit Zukunftsthemen im Bereich Cybersicherheit. Bild: fotolia

Der Chiphersteller Intel und führende europäische Universitäten unter der Koordination der TU Darmstadt eröffnen eine neue Forschungsinitiative zu „Collaborative Autonomous & Resilient Systems“ (CARS, dt. zusammenarbeitende autonome und widerstandsfähige Systeme). Mit dem CARS Lab sollen die Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Privatheit in Angriff genommen werden, die auftreten, wenn autonome Systeme zusammenarbeiten, zum Beispiel bei Drohnen, selbstfahrenden Autos oder in der industriellen Automatisierung.

Das Ziel des CARS Lab ist es, eine langfristige Zusammenarbeit zwischen führenden Forschungseinrichtungen anzustoßen und damit die Widerstandsfähigkeit dieser Zukunftstechnologien gegenüber Cyberangriffen zu erhöhen. Dazu arbeiten die TU Darmstadt, die Aalto Universität (Finnland), die Ruhr-Universität Bochum (Deutschland), die TU Wien (Österreich) und die Universität Luxemburg (Luxemburg) zusammen. Die TU Darmstadt ist die Zentrale des neuen CARS Lab, wo auch mehrere Forscher von Intel mit den Wissenschaftlern der Universität zusammenarbeiten werden. Dabei sollen Entwürfe und Prototypen für innovative und sichere autonome zusammenarbeitende Systeme entstehen, die auf Fachkonferenzen vorgestellt werden. Die Forscher aller Universitäten arbeiten auch an einem „Ökosystem“, in dem sie ihre Ideen testen und unter realen Bedingungen ausprobieren können.

Erfolgreiche Zusammenarbeit geht weiter

Das CARS Lab folgt auf das Intel Collaborative Research Institute for Secure Computing (ICRI-SC), das von Intel bereits seit 2012 an der TU Darmstadt und der Aalto Universität gefördert wurde, und an Sicherheitslösungen für mobile Geräte und das Internet der Dinge (IoT) forschte. Unter anderem entstand dabei die „TrustLite“-Lösung, eine Sicherheitstechnologie, die beispielsweise im vernetzten Auto eingesetzt werden kann.

Im neuen CARS Lab werden sich die fünf Partneruniversitäten zusammen mit Intel auf die Sicherheit – sowohl die IT-Sicherheit, security, als auch die funktionale Sicherheit, safety – und den Datenschutz für autonome kollaborative Systeme konzentrieren.

Die Forscher an der TU Darmstadt können dabei auf die Grundlagen der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit Intel aufbauen und in Zukunft noch komplexere Systeme als bisher erforschen und unter realen Bedingungen testen, um sie fit gegen Cyberangriffe zu machen.

“Wir haben bereits fünf Jahre erfolgreich mit Intel in einem Collaborative Research Lab an der TU Darmstadt kooperiert. Seit 2012 haben unsere Wissenschaftler die Chance, eng mit einem Team von Intel-Forschern an der TU zusammenzuarbeiten, was zu vielbeachteten Ergebnissen im Bereich von mobiler und eingebetteter Sicherheit geführt hat. Ich bin zuversichtlich, dass das neue CARS Lab mit der TU Darmstadt und den vier Partneruniversitäten eine exzellente Basis für eine kreative, dynamische und innovative Forschungsumgebung bildet. In diesem Umfeld können wir wegweisende Ergebnisse im Bereich security und safety für autonome und intelligente Systeme erzielen”, sagt Professor Ahmad-Reza Sadeghi, Institutsleiter des CARS Lab an der TU Darmstadt.

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