Vespa-Wirbel hält die Zeit an

28.06.2018

Vespa-Wirbel hält die Zeit an

TU enthüllt neues Kunstwerk „Rollercoaster“ auf dem Campus Stadtmitte

Die TU Darmstadt hat ein neues Kunstwerk für den Campus Stadtmitte: Seit heute ziert der „Rollercoaster“ des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer den Innenhof östlich der Otto-Berndt-Halle.

Der „Rollercoaster“ des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer. Bild: Patrick Bal
Der „Rollercoaster“ des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer. Bild: Patrick Bal

Die Auftragsarbeit „Rollercoaster“ des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer (*1968 in Göppingen) verbindet thematisch Technik und Kunst und passt so sehr gut zur TU.

Rot und glänzend silberfarben wirbeln zwei in die Länge gezogene Vespa-Roller umeinander. Geschwindigkeit und Bewegung lässt das etwa 3,5 mal 4,5 Meter große Werk erahnen, doch zugleich scheint ein Pausenknopf gedrückt, und die Zeit steht still – ein passendes Motiv für den Platz, der nach seiner Sanierung nun in neuer Gestaltung wieder zum Verweilen einlädt.

Der gelernte Steinmetz Stefan Rohrer hat zwischen 1999 und 2006 an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Er wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen geehrt. Zuletzt erhielt er 2015 den Lothar-Fischer-Preis. 2012 waren Werke von Rohrer in der Ausstellung „Mensch Maschine“ der Kunsthalle Darmstadt zu sehen.

Leidenschaft für das Auto

Übergabe des Vespa-Schlüssels: Künstler Stefan Roher (links) mit TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger und Julia Reichelt, Kuratorin des Kunstforums. Bild: Patrick Bal
Übergabe des Vespa-Schlüssels: Künstler Stefan Rohrer (links) mit TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger und Julia Reichelt, Kuratorin des Kunstforums. Bild: Patrick Bal

Rohrers Skulpturen sind von seiner persönlichen Leidenschaft für das Auto geprägt. Er arbeitet mit den Karosserien von Autos, Motorrädern oder Rollern, streckt sie durch das Einsetzen von Teilen, versetzt Bauteile und macht aus ihnen elegant schwingende Kunstwerke, die das Ursprungsobjekt nur noch ahnen lassen. In den Skulpturen kommen die Motive Dynamik und Veränderung zum Ausdruck.

Der „Rollercoaster“, der nun an der TU einen Platz gefunden hat, entstand in den vergangenen anderthalb Jahren. Die TU wählte bei einem Besuch in Rohrers Atelier in Stuttgart aus mehreren kleinen Modellen diesen Entwurf aus, der dann in seiner jetzigen Größe realisiert wurde.

Das Areal zwischen Otto-Berndt-Halle und Institut für Druckmaschinen ist über den Durchgang Alexanderstraße oder vom Vorplatz der Universitäts- und Landesbibliothek aus zu erreichen. Der kleine Platz wurde seit August 2017 saniert und wird dieser Tage fertiggestellt. Entstanden sind 1.300 Quadratmeter Hof- und Pflasterfläche, deren Belag eine optische Einheit mit angrenzenden Flächen schafft, und 600 Quadratmeter Pflanzflächen. Vier neue Bäume und elf Sitzbankgruppen runden die Gestaltung ab.

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