Darmstädter Start-ups sind gefragter denn je

01.08.2018

Darmstädter Start-ups sind gefragter denn je

Innovative Ideen für IT-Sicherheit

Der Leiter des Innovations- und Gründungszentrums der TU Darmstadt (HIGHEST), Professor Dr. Peter Buxmann, erläutert, warum Neugründungen für die Wirtschaft so interessant sind, welche Rolle HIGHEST dabei spielt und warum innovative Ideen besonders im Bereich IT-Sicherheit gebraucht werden.

Bild: Jakob Kaliszewski
Prof. Peter Buxmann, Leiter von HIGHEST. Bild: Jakob Kaliszewski

TU Darmstadt: Herr Buxmann, HIGHEST ist schon zu einer festen Institution an der TU Darmstadt geworden und hat viele Start-ups hervorgebracht. Worin liegt das Erfolgsrezept?

Peter Buxmann: Die TU Darmstadt und andere Universitäten verfügen über exzellente Köpfe, die in der Forschung großartige Innovationen erzielen. Viele Wissenschaftler lassen die Ergebnisse aber in der Schublade liegen, da sie nicht über die Expertise und die Kontakte für einen erfolgreichen Transfer in die Industrie verfügen. Genau hier setzt HIGHEST an und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Brücke von der Wissenschaft zur Wirtschaft zu schlagen.

Unsere Kernexpertise liegt also in der Beratung und Begleitung aller Gründungsinteressierten, die ihre innovative Technologie in ein marktfähiges Produkt überführen oder ein Unternehmen aufbauen wollen. Hierbei setzen wir mit unserer Vision Lehre 2020 schon im Studium an, um Studierende möglichst früh für das Thema Entrepreneurship zu sensibilisieren. Gemeinsam mit den Gründern entwickeln wir ein Geschäftsmodell und unterstützen von der Strategieentwicklung bis hin zu Personalfragen.

Und das mit Erfolg. So ist zum Beispiel das durch HIGHEST hervorgegangene Start-up compredict auf der Cebit 2018 mit dem Gründerpreis ausgezeichnet worden. Wie bringen Sie die kreativen Köpfe denn jeweils mit dem passfähigen Umfeld zusammen?

Wir verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk zu führenden Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet, aber auch darüber hinaus. Viele Firmen haben die Chance für sich erkannt, mit Start-ups zusammenzuarbeiten und auch von diesen zu lernen. Zahleiche Netzwerkveranstaltungen wie der „Startup & Innovation Day“ sorgen für einen ersten Austausch zwischen Studierenden und Wissenschaftlern der Universität, Gründern und Unternehmen. Das HIGHEST-Mentoring-Programm ermöglicht es Gründern zudem, gezielt mit erfahrenen Unternehmern und Entscheidern aus der Wirtschaft in Kontakt zu treten.

Im Zuge der Digitalisierung nimmt das Thema IT-Sicherheit einen herausragenden Stellenwert ein. Besonders hier sind innovative Ideen gefragt. Wie ermutigen Sie potentielle Gründer und Gründerinnen, in diesem Feld aktiv zu werden?

Der digitale Wandel bietet viele Vorteile, bedarf zeitgleich aber innovativer Sicherheitskonzepte. Mit Start-ups wie beispielsweise Kullo, Privalino, Authada, IT-Seal oder Quanticor können wir bei HIGHEST bereits erfolgreiche Neugründungen in diesem Bereich verzeichnen. Aber Darmstadt bietet mit seiner geballten Kompetenz im Bereich IT-Sicherheit noch viel mehr.

Am Center for Research in Security and Privacy (CRISP) wurde deshalb der vom Bundesforschungsministerium geförderte Gründungsinkubator StartUpSecure ins Leben gerufen. Hier erweitern wir die bestehende Infrastruktur und spezialisieren uns auf den Bereich Cybersicherheit, um der rasant zunehmenden Digitalisierung einen Brutkasten für mehr IT-Sicherheit zu bieten. StartUpSecure arbeitet dabei Hand in Hand mit HIGHEST, um von der langjährigen Gründungsberatungserfahrung zu profitieren und durch das eigene Beratungsangebot der zunehmenden Vernetzung mit innovativen Sicherheitskonzept-Gründungsvorhaben zu begegnen.

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