M.Sc. Städtebauliche Innenentwicklung

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Städtebauliche Innenentwicklung vermittelt Kompetenzen und interdisziplinäres Wissen zur Initiierung und Durchführung von Prozessen mit denen ein bestehender Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen durch die (Um-)Nutzung innerörtlicher, bereits erschlossener Flächen gedeckt wird, um so auf die Inanspruchnahme von Außenbereichsflächen (i.d.R. land- und forstwirtschaftliche Flächen) verzichten zu können. Zudem vermeidet eine erfolgreiche Innenentwicklung strukturelle Leerstände und gewährleistet die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, so dass sich Investitionen in die Innenentwicklung auf längere Sicht auch wirtschaftlich lohnen.

Durch das von der Politik formulierte und in den einschlägigen Gesetzen manifestierte Leitbild „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ kommt der Innenentwicklung derzeit und auch zukünftig ein hoher Stellenwert zu. Gleichzeitig sind Innenentwicklungsprozesse deutlich komplexer als solche der Außenentwicklung, da einerseits intensiver in gegebene Strukturen der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner eingegriffen wird und andererseits die Wertsteigerungen, die durch diese Prozesse ausgelöst werden, in der Regel deutlich geringer ausfallen. Die Handhabung und wesentlichen Elemente der Entwicklung von Innenentwicklungsflächen sind daher ungleich höher und sollen aus diesem Grund ganzheitlich in dem berufsbegleitenden Masterstudiengang vermittelt werden. Neben den fachlichen Kompetenzen werden auch soziale und methodische Kompetenzen u.a. im Kommunikations- und Organisationsbereich vermittelt.

  • Anwendungsorientiert, realitätsnah und aktuell durch die Verbindung zwischen Praxis und neuesten Forschungserkenntnissen
  • Vermittlung von Kompetenzen und interdisziplinärem Wissen
  • Kleine Semestergruppen mit interdisziplinärem Teilnehmerfeld
  • Adäquate Lerneffekte durch berufserfahrene, fächerübergreifend agierende Dozierende und fallbasiertes Lernen
  • Individuelle Betreuung mit starker Zielgruppen- und Bedarfsorientierung
  • „Prior Learning“ ermöglicht die Anrechnung sowie Anerkennung von bis zu 30 CP des Optionalbereichs aus bereits absolvierten Veranstaltungen oder adäquater Berufserfahrung
  • Weitestgehend zeitliche und räumliche Flexibilität durch innovatives, E-Learning gestütztes Lehr-Lern-Konzept (Blended Learning)
  • Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie
  • Studium an einer der führenden Technischen Universitäten Deutschlands

Zielgruppe des Masterstudiengangs sind Personen die eine berufsbegleitende Qualifizierung anstreben und über einen Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Diplom, Diplom (FH), Magister usw.) oder adäquate Berufserfahrung verfügen. Zusätzlich ist eine mindestens zweijährige Berufserfahrung erforderlich.

Der Masterstudiengang richtet sich vornehmlich an

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltungen,
  • Berufspraktikerinnen und -praktiker aus dem Feld der Projektentwicklung,
  • Institutionelle Immobilienverwalterinnen und -verwalter,

sowie allgemein an Personen aus dem Bereich

  • Architektur,
  • Bauingenieurwesen,
  • Stadtplanung,
  • Geodäsie,
  • Verwaltungswissenschaften,
  • Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Bau,
  • und verwandte Fachrichtungen.

Die Absolventinnen und Absolventen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Städtebauliche Innenentwicklung erweitern ihre aus der vorangegangenen Ausbildung und der einschlägigen Berufspraxis erworbenen fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen. Dies erlaubt den Einsatz in allen Bereichen der städtebaulichen Innenentwicklung. Dazu zählen hochqualifizierte Positionen in zum Beispiel folgenden Tätigkeitsfeldern:

  • Kommunalverwaltungen
  • Stadtplanungsämter
  • Planungsbüros (u.a. auch mit der Spezialisierung auf Partizipationsprozesse)
  • Wissenschaftliche Mitarbeit bei Forschungseinrichtungen (Mastertitel berechtigt zur Promotion)
  • Referentinnen und Referenten bei Ministerien
  • Öffentlicher Dienst
  • Projektentwicklung für Wohnungs- und Städtebau
Abschluss Master of Science der Technischen Universität Darmstadt
Studiendauer 4 Semester
Studienumfang 120 ECTS
Studienformat Blended Learning als Kombination aus Präsenz-, Selbst- und E-Learningphasen (i.d.R. 5 Präsenztage pro Modul)
Teilnehmerentgelte 4.200 € pro Semester plus ggf. Semestergebühren
In den Teilnehmerentgelt sind Studienunterlagen und Prüfungsgebühren bereits enthalten.
Leitung Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Linke

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Städtebauliche Innenentwicklung ist modular aufgebaut. Der Pflichtbereich besteht aus der Masterthesis sowie 10 Modulen die eine breite, fundierte und methodenorientierte Basis im Bereich Städtebauliche Innenentwicklung vermitteln. Wahlmöglichkeiten bestehen bei den fachübergreifenden Inhalten, was ein interessenbasiertes Studieren garantiert. Das Konzept „Prior Learning“ ermöglicht die Anrechnung sowie Anerkennung von bis zu 30 CP des Optionalbereichs aus bereits absolvierten Veranstaltungen oder adäquater Berufserfahrung. Jedes Modul umfasst Vorlesungs- und Übungsanteile und wird bei erfolgreicher Teilnahme mit 5 CP bewertet. Die Prüfungen werden studienbegleitend und modulweise am Ende jedes Semesters absolviert.

Die Regelstudienzeit des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Städtebauliche Innenentwicklung beträgt vier Semester. Die Präsenzphasen betragen i.d.R. 4 Tage pro Modul sowie die anschließende Prüfung. Ergänzend unterstützen Selbst- und E-Learningphasen den Lernerfolg, die dank dem Blended Learning Lehr-Lern-Format weitestgehend zeitliche und räumliche Flexibilität bieten.

Pflichtbereich

Mit dem berufsbegleitenden Studiengang Städtebauliche Innenentwicklung erhalten die Studierenden die Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen eine Innenentwicklung erfolgreich umgesetzt werden kann. Dementsprechend lassen sich die Inhalte in folgende Module gliedern:

Liegenschaftswesen und Bodenordnung

Da Innenentwicklung regelmäßig nicht ohne Veränderung der Eigentumsstrukturen an Immobilien möglich ist, werden in diesem Modul die Grundlagen des Eigentumsnachweises und der verschiedenen Verfahren der Veränderungen der Eigentumsstruktur durch privatrechtliche und öffentlich-rechtliche Methoden vermittelt.

Kommunale Bauleitplanung

Aufbauend auf den Kenntnissen der Teilnehmenden zu den Grundlagen der kommunalen Bauleitplanung werden in diesem Modul die besonderen Möglichkeiten des Baugesetzbuchs zur Nutzung der Innenentwicklung vermittelt.

Immobilienmarkt und Immobilienwertermittlung

Praktische Ansätze zur Innenentwicklung werden nur dann von Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern umgesetzt, wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen gesichert ermittelt werden können. Hierzu ist die Kenntnis des Wertes einer Immobilie vor einer Maßnahme und nach Abschluss einer Maßnahme unabdingbar. Da dieser Wert von den Wertverhältnissen am Immobilienmarkt abhängt, sind Kenntnisse der Funktionsweise des Immobilienmarktes und der Immobilienwertermittlung Grundvoraussetzung.

Geoinformationssysteme

Innenentwicklungsbedarf kann auf einfache Art und Weise durch Analyse der derzeitigen und zukünftigen räumlichen Verhältnisse identifiziert werden, z.B. strukturelle Immobilienleerstände. Hierzu ist die Nutzung von Geoinformationssystemen ein probates und erfolgreich praktiziertes Instrument. Dementsprechend werden in diesem Modul die Möglichkeiten zur Nutzung von Geoinformationssystemen vermittelt.

Standortanalyse

Maßnahmen der Innenentwicklung müssen standortgerecht und ökonomisch tragfähig sein, damit diese bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern Akzeptanz finden. In diesem Modul werden dementsprechend einfache Ansätze der Standortanalyse und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vermittelt, die bei der Beratung von Immobilieneigentümern Anwendung finden können.

Sonderfragen der Innenentwicklung

Sonderfragen, wie beispielsweise die rechtlichen und technischen Grundlagen des Bodenschutzes im Zusammenhang mit Altlasten, Versorgungs- und Einzelhandelssteuerung, Nachverdichtung und Klimawandel, Energienutzung im Bestand, ökonomische Steuerungsanreize und interkommunale Kooperation, sollen in diesem Modul thematisiert werden.

Moderation und Change Management

Ohne konkrete Ansprache und Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie und Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern in den Prozess der Innenentwicklung, lässt sich ein solcher nicht erfolgreich umsetzen. Die hierfür erforderlichen Techniken zur Eigentümeransprache und zur Verhandlungsführung, auch in größeren Gruppen, werden in diesem Modul vermittelt.

Geoinformationsanalysen und 3D-Simulationen

Zur entscheidungsunterstützenden Veranschaulichung zukünftiger Entwicklungen, sowohl mit als auch ohne Maßnahmen der Innenentwicklung einer lokalen Situation, werden Instrumente der 3D-Visualisierung eingesetzt. Den Teilnehmern werden in diesem Modul Möglichkeiten des Einsatzes von 3D-Visualisierungen bei der Innenentwicklung vermittelt.

Modelle der Innenentwicklung

In diesem Modul werden unterschiedliche Typen von Innenentwicklungsansätzen abgeleitet und zu strategischen Ansätzen zusammengefasst. Es geht dabei um die Identifizierung von Potenzialen, die Ermittlung des Akteurkreises sowie einer zielgerichteten Öffentlichkeitsarbeit. Hierzu ist es notwendig die Lokalpolitik, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern in geeigneten Formen bei der Quartiers- und Bauprojektentwicklung einzubinden. Ein Planspiel soll neben den theoretischen Grundlagen als praktisches Beispiel dienen.

Bauen im Bestand

Bauliche Veränderungen in Bestandsquartieren erzeugen aufgrund der vielfältigen limitierenden Rahmenbedingungen zusätzlichen Aufwand und Koordinierungsbedarf. Dementsprechend werden den Teilnehmenden limitierenden Rahmenbedingungen sowie Ansätze zum maßnahmenfördernden Umgang mit diesen vermittelt.

Wahlpflichtbereich

Der Wahlpflichtbereich des berufsbegleitenden Studiengangs Städtebauliche Innenentwicklung ermöglicht den Teilnehmenden Kompetenzen aufzubauen, zu erweitern oder aufzufrischen, die für ein erfolgreiches Studieren unabdingbar, aber darüber hinaus auch für ihre Berufstätigkeit essentiell sind. Die Module werden z.T. parallel mit Studierenden der Studiengänge M.Sc. Baurecht und Bauwirtschaft sowie M.Sc. Bahnverkehr, Mobilität und Logistik belegt und gliedern sich in die Bereiche Kommunikation & Management sowie Fachsprachen-Kurse. Folgende Inhalte werden im Rahmen des Wahlpflichtbereichs des berufsbegleitenden Studiengangs Städtebauliche Innenentwicklung angeboten:

Kulturspezifische Technik und Wirtschaftskommunikation

Heute wird aufgrund der multikulturellen, globalisierten Gesellschaft von Menschen erwartet, dass sie mit anderen Kulturen angemessen kommunizieren können. Viele Menschen, die sich als offen und international erfahren einschätzen, sind der Meinung, sich in interkulturellen Begegnungssituationen angemessen zu verhalten und zu kommunizieren. Vielen wird erst nach misslungenen Verhandlungen klar, dass ihr persönlicher Erfahrungsraum in internationalen Beziehungen nicht immer ausreicht, um kulturelle Besonderheiten zu bewältigen. Aus diesem Grund werden in diesem Modul verschiedene Probleme angesprochen und Werkzeuge aufgezeigt, welche die soziale Kompetenz der Teilnehmenden fördern sollen.

Präsentationstechniken und Gesprächsführung

Einige Vorträge bleiben lange im Gedächtnis, andere sind mit dem Ende des Vortrags wieder vergessen. Um bei Menschen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, ist es notwendig, dass die Teilnehmenden ihre Methodenkompetenz ausbauen. Neben Informationen zu Präsentationstechniken gehört auch die Gesprächsführung zu einer guten Präsentation. Mit Hilfe einer guten Rhetorik können Rednerinnen und Redner die Zuhörenden in kurzer Zeit für sich gewinnen. Dies soll im Seminar vermittelt und geübt werden, damit die Studierenden in Verhandlungen punkten und ihre Anliegen gezielt darlegen können.

Führungskompetenz entwickeln

Professionelle Führung ist in der heutigen Gesellschaft maßgeblich am Erfolg eines Unternehmens zu messen. Eine Führungsposition in einem Unternehmen zu übernehmen ist zu Beginn keine triviale Aufgabe. Um Sicherheit zu gewinnen und auch schwierige Situationen kompetent zu handhaben, werden die Teilnehmenden in diesem Modul gezielt geschult, um dessen gerecht zu werden. Neben der Führungskompetenz sind auch Kenntnisse im Bereich Konfliktmanagement notwendig. Die angehenden Führungskräfte werden auf unterschiedliche Konfliktsituationen vorbereitet und es werden Lösungswege aufgezeigt, die für ein konfliktfreies Betriebsklima sorgen sollen.

Personalmanagement

Die Bedeutung des Personals in einem Unternehmen hat einen zunehmend größeren Stellenwert eingenommen. Die Mitarbeiter(innen) gehören heute zu den wichtigsten Ressourcen des Unternehmens. Aus diesem Grund müssen angehende Führungskräfte ihre Sozialkompetenz im Bereich Personalwesen erweitern. Im vorliegenden Modul werden die Teilnehmenden auf die Herausforderungen des Personalmanagements vorbereitet, Wege zur Personalbeschaffung und Bindung an das Unternehmen aufgezeigt und Informationen zur Beurteilung und Personalentwicklung vermittelt.

English for Administrative Purposes

Die Fremdsprachenkompetenz gewinnt in der heutigen Informationsgesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Durch die Globalisierung reicht es nicht mehr aus, sich in seiner Erstsprache gezielt ausdrücken zu können. Aus diesem Grund wird in diesem Modul gezielt der englische Fachwortschatz trainiert, um so den Teilnehmenden bei verwaltungstechnischen und administrativen Arbeiten sowie fachspezifischen Verhandlungen Sicherheit zu bieten. Zusätzlich werden die Studierenden auf berufsbezogene Textsorten vorbereitet und gezielt die Präsentation und Simulation von Arbeitsvorgängen in der Fremdsprache trainiert.

Optionalbereich / Prior Learning

Um den Lernerfolg des berufsbegleitenden Studiengangs Städtebauliche Innenentwicklung auch bei einem heterogenen Kreis an Teilnehmenden zu gewährleisten, sind die in einzelnen Bereichen gegebenenfalls bestehenden Defizite der unterschiedlichen Teilnehmenden entsprechend anzugleichen. Der Optionalbereich stellt ein individuelles Ergänzungsangebot je fachlicher Vorbildung und beruflicher Erfahrung dar, welches speziell auf die jeweiligen Teilnehmenden ausgerichtet ist, sodass ein einheitlicher Wissensstand für die Belegung der Fachmodule des Pflichtbereiches mit entsprechend inhaltlicher Tiefe erreicht wird. Liegen bereits die notwendigen Kenntnisse durch ein Hochschulstudium oder langjährige Berufserfahrung vor, können diese als „Prior Learning“ anerkannt oder angerechnet werden. Das „Prior Learning“-Konzept ermöglicht somit die Anrechnung / Anerkennung von bis zu 30 CP des Optionalbereichs. Inhaltlich lässt sich der Optionalbereich in folgende Module gliedern:

Projektmanagement

Da eine Innenentwicklung im Wesentlichen durch die Einmaligkeit ihrer Bedingungen gekennzeichnet ist, lässt sich diese auch als Projekt auffassen. In Zeiten von Haushaltskonsolidierungen ist ein solches Projekt im Sinne einer ressourcenschonenden Planung abzuwickeln. Dementsprechend vermittelt das Modul die modernen Grundlagen des Projektmanagements.

Allgemeines Verwaltungsrecht

Um Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Bauwillige einer Innenentwicklung kompetent zu beraten, gilt es vermehrt die diffizilen Verwaltungsverfahren und Genehmigungsverfahren kurz und übersichtlich darzustellen sowie diese zu erläutern. Dies setzt grundlegendes Wissen und Verständnis über die Institution „öffentliche Verwaltung“ sowie deren Abläufe und rechtliche Grundlagen voraus.

Wissenschaftliches Arbeiten

Sowohl bei der Bearbeitung von Studienarbeiten innerhalb des berufsbegleitenden Studiengangs Städtebauliche Innenentwicklung als auch in der Praxis bei der Erstellung von Berichten und Gutachten werden Fähigkeiten und Kenntnisse über wissenschaftliches Arbeiten verlangt. Das Modul baut deshalb auf den bereits vorhandenen Grundlagen auf und vermittelt die Fähigkeit strukturiert an die Erstellung wissenschaftlicher Texte heranzugehen.

Städtebauliches Entwerfen

Eine kreative Herangehensweise im Bereich von Entwürfen und Planungen spielt im Zusammenhang mit dem Thema Innenentwicklung eine zunehmende Rolle. Das Modul Städtebauliches Entwerfen soll die Studierenden in die Lage versetzen, eigenständig Stadtstrukturen zu erfassen und nachhaltige städtebauliche Konzepte zu entwickeln.

Grundlagen räumlicher Planung

Da sich kommunale Bauleitplanungen stets an den Zielen der Raumordnung zu orientieren haben, ist ebenso die räumliche Planung in ihren Grundlagen für Innenentwicklung relevant. Das Modul ermöglicht hierbei eine Einführung in das System der räumlichen Planung in Deutschland wodurch die wichtigsten Institutionen, Akteurinnen und Akteure, Instrumente und Methoden der Raumplanung auf den verschiedenen staatlichen Ebenen sowie das Verhältnis zu den raumrelevanten Fachplanungen vermittelt werden.

Grundlagen Umweltplanung

Umweltrechtliche Belange üben einen immer größeren Einfluss auf Planungen aus. Insofern sind auch in diesem Bereich die grundlegenden Verfahren, Instrumente und rechtliche Rahmenbedingungen in Hinblick auf die städtebauliche Innenentwicklung zu vermitteln.

Sie wollen mehr über Ihre zukünftigen Kompetenzen, den Studienplan usw. erfahren? Dann lohnt sich ein Blick in die Ordnung des Studiengangs (2021) (wird in neuem Tab geöffnet) und das Modulhandbuch (wird in neuem Tab geöffnet).

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Städtebauliche Innenentwicklung unterliegt der professoralen und fachlichen Leitung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Linke. Darüber hinaus vermitteln Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bauleitplanung, Immobilienwertermittlung, Geoinformationswesen, Baurecht und Baubetrieb sowie Moderation praxisrelevantes Wissen über neueste Forschungsergebnisse.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Linke studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Geodäsie mit Schwerpunkt Bodenordnung und Bodenwirtschaft. Nach dem Studium absolvierte er den Vorbereitungsdienst zum höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst ehe er als wissenschaftlicher Assistent und, nach erfolgreicher Promotion, als Oberingenieur am Institut für Städtebau, Bodenordnung und Kulturtechnik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig war. Zur Vertiefung seiner berufspraktischen Erfahrungen agiert er ab 1997 als Projektleiter im Bereich Stadt- und Baulandentwicklung bei der LEG Landentwicklungsgesellschaft NRW GmbH. Im Jahr 2002 nahm er den Ruf als Professor für Landmanagement an der Technischen Universität Darmstadt an. Seit 2013 ist er akademischer Direktor des M. Sc.-Studiengangs Sustainable Urban Development an der Vietnamesisch-Deutschen Universität in Ho-Chi-Minh-Stadt. Zudem betreut er seit 2016 auch das Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplanung der Technischen Universität Darmstadt.

Prof. Dr.-Ing. Christoph Motzko studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt mit der Vertiefung im Konstruktiven Ingenieurbau. Es folgte Projektleitung bei einem der weltweit führenden Schalungshersteller, in deren Rahmen ein BMFT-Forschungsvorhaben realisiert wurde: 1989 Promotion. 1990 der Wechsel zur HOCHTIEF AG: Bauleitung, Oberbauleitung und Projektendabwicklung beim Neubau des Internationalen Flughafens in Warschau, im Anschluss Bestellung in den Vorstand der BUDOKOR SA, einer Tochtergesellschaft von HOCHTIEF. 1994 erfolgte der Wechsel in den Bereich Controlling und Unternehmensplanung in der Konzernzentrale. 1996 wurde ihm der Ruf an die Technische Universität Darmstadt auf die Professur Bauorganisation erteilt. Seit 2003 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Baubetrieb.

Prof. Dr.-Ing. Sonja Bauer studierte Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund sowie der Université Nice Sophia Antipolis in Frankreich. Zuvor absolvierte sie die Berufsausbildung zur Vermessungstechnikerin und arbeitete in diesem Beruf bei dem Vermessungsamt der Stadt Dorsten. Zur Vertiefung ihrer berufspraktischen Erfahrungen arbeitet sie nach dem Studium als Projektingenieurin bei dem Planungsbüro für Städtebau Göringer, Hoffman, Bauer in Groß Zimmern, bevor sie 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 2017 als Postdoc am Fachgebiet Landmanagement der Technische Universität Darmstadt tätig wurde. 2019 erhielt sie den Ruf als Professorin für Geodätisches Landmanagement / Amtliches Vermessungswesen der Hochschule für Technik Stuttgart.

Dr.-Ing. Christoph Diepes studierte Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund sowie der ETH Zürich. Nach dem Studium besetzte er als Fachreferent für Stadtentwicklung die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis in der Metropolregion Rhein-Main bei der Stadt Offenbach am Main. Ab 2012 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und, nach erfolgreicher Promotion, als Postdoktorrand am Fachgebiet Landmanagement der Technische Universität Darmstadt tätig, bevor er 2019 die Fachdienstleitung Bauleitplanung der Stadt Hagen übernahm. Zwischenzeitlich hatte er die Vertretungsprofessur des Fachgebiets Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Dortmund inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bauleitplanung, Baulandpolitik sowie Klimawandel in der Stadt- und Regionalplanung.

  • Dr.-Ing. Markus Huhn
  • Dipl.-Ing. Christian Hickel
  • Dipl.-Soz. Katja Kaminski
  • Verm.-Ass. Raphael Bretscher, M.Sc.
  • Bau.-Ass. Martina Dettweiler, M.Sc.
  • Philip Gärtner, M.Sc.

Bewerbung

Zulassungsvoraussetzungen

  • Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Diplom, Diplom (FH), Magister, usw.) oder eine äquivalente berufliche Ausbildung zum Beispiel aus den Bereichen:
    • Architektur
    • Bauingenieurwesen
    • Stadtplanung
    • Geodäsie
    • Verwaltungswissenschaften
    • Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Bau
    • sowie verwandte Fachrichtungen.
  • Zweijährige Berufserfahrung

Bewerbungsprozess

Der Studiengang startet voraussichtlich zum Sommersemester 2023.
Anmeldeschluss voraussichtlich im Januar 2023. Detaillierte Informationen zum Bewerbungsprozess folgen.

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Kontakt

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Für administrative Fragen

Sachgebiet Wissenschaftliche Weiterbildung
Melanie Fritsch, M.A.
Karolinenplatz 5
64289 Darmstadt
+49 6151 16-27045

Für fachspezifische Fragen

Fachgebiet Landmanagement
Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Linke
Franziska-Braun-Straße 7
64287 Darmstadt
+49 6151 16-21960

www.geodesy.tu-darmstadt.de/landmanagement