Sie haben noch Fragen zum Deutschlandstipendium?

Sie haben Fragen zum Deutschlandstipendium?

Stand: 01. Juli 2016

Die Bewerbungsfrist für 2016 ist abgelaufen!

Im Jahr 2017 wird der Bewerbungszeitraum voraussichtlich Anfang September beginnen.

Bewerben können sich bereits eingeschriebene Studierende der TU Darmstadt, die sich in der Regelstudienzeit befinden. Im Bachelor-Studiengang vom 1. – 4. Fachsemester und im Master-Studiengang vom 1. – 2. Fachsemester.

Die Förderhöhe beträgt 300 Euro pro Monat, wobei sich Förderer und Bund den Betrag teilen.

Der Förderzeitraum beläuft sich zunächst auf zwei Semester, also ein Jahr. Darüber hinaus können sich Stipendiaten jedes Jahr erneut bewerben. Dazu wird die Leistung abermals überprüft. Das Deutschlandstipendium sieht die Förderung bis maximal zum Ende der Regelstudienzeit vor.

Die Bewerbung erfolgt online. Die Bewerbung ist einmal im Jahr, jeweils Anfang September eines jeden Jahres, möglich. Die Auszahlung der Stipendien erfolgt jeweils im Wintersemester.

Die Vergabe erfolgt in den Fachbereichen in zwei Stufen.

In der ersten Stufe ist die Studienleistung das entscheidende Kriterium. In der zweiten Stufe werden die Bewerber aufgefordert weitere, nicht leistungsbezogene Bewerbungsunterlagen einzureichen. Diese ergänzenden Kriterien sind der bisherige persönliche Werdegang, gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen oder besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände, die sich beispielsweise aus der familiären Herkunft oder einem Migrationshintergrund ergeben. Besonders sind leistungsstarke Studierende mit sozialer Herkunft aus der Arbeiterschicht aufgefordert, sich zu bewerben. Weitere Informationen

Ja, auch ausländische Studierende können sich für das Deutschlandstipendium bewerben. Hierzu muss eine in das deutsche Notensystem übertragbare Umrechnung und Übersetzung der ausländischen Zeugnisse erstellt und eingereicht werden.

Ja, auch Masterstudierende der TU Darmstadt können sich bewerben. Ebenso können sich auch Studierende im Zweit- oder Ergänzungsstudium bewerben.

Auch Teilzeitstudierende können ein Deutschlandstipendium erhalten. Bei der Höhe des Stipendiums gibt es keine Abweichungen. Die Förderungshöchstdauer richtet sich nach der Dauer des Teilzeitstudiengangs.

Nein, förderfähig sind laut den vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien ausschließlich Erststudierende. Stipendien für Doktoranden finden Sie auf den Seiten der Zentralen Studienberatung und des Dezernats Forschung.

Ja, auch BAföG-Empfänger können sich für das Deutschlandstipendium bewerben. Die Fördersumme des Stipendiums wird dem BAföG nicht angerechnet, da beide sich ergänzende Programme sind.

Studierende eines Doppelstudiums können entscheiden, mit welchem der beiden Studiengänge sie sich bewerben.

Das richtet sich nach Höhe und Art der Stipendienförderungen. Grundsätzlich gilt: Wer schon eine begabungs- und leistungsabhängige materielle Förderung erhält, die durchschnittlich 30 Euro oder mehr pro Monat beträgt, kann kein Deutschlandstipendium bekommen. Eine detaillierte tabellarische Übersicht zur Zulässigkeit des gleichzeitigen Bezugs anderer Stipendien mit dem Deutschlandstipendium finden Sie hier: Tabellarische Übersicht

Wer ein DAAD-Vollstipendium erhält, kann nicht gleichzeitig das Deutschlandstipendium beziehen, da beide Stipendien begabungs- und leistungsabhängig sind. Allerdings kann man sich während des Bezugs eines DAAD-Vollstipendiums vom Deutschlandstipendium beurlauben lassen. Erhält man dagegen ein Teilstipendium des DAAD, kann man das Deutschlandstipendium parallel beziehen. Tabellarische Übersicht

Nein, das Deutschlandstipendium wird grundsätzlich nicht auf andere Sozialleistungen, wie beispielsweise Arbeitslosengeld II, angerechnet. Eine Ausnahme stellt der Bezug von Wohngeld dar.

Das Stipendienprogramm-Gesetz (StipG) wurde so ausgestaltet, dass es sich bei Bezug der Stipendienleistung in der Regel nicht um steuer- oder sozialabgabenpflichtiges Einkommen handelt.

Ja, Bezieher von Wohngeld müssen jedoch beachten, dass das Deutschlandstipendium wie auch andere Stipendien zur Hälfte für die Berechnung des Jahreseinkommens berücksichtigt wird.

Ab dem 1.1.2012 haben sämtliche Einkünfte und Bezüge, somit auch das Deutschlandstipendium, keine Auswirkungen mehr auf das Kindergeld. Nach dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 wird die Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern ab dem 1.1.2012 wegfallen. Bis zum 1.1.2012 wurde das Deutschlandstipendium beim Bezug von Kindergeld berücksichtigt, lag allerdings – ohne die Hinzurechnung weiterer Einkünfte – unter dem Freibetrag von 8.004 Euro.

Ja. Das Deutschlandstipendium wird beim Kindesunterhalt bedarfsmindernd berücksichtigt. Volljährige Studierende sind gehalten, sich zunächst aus eigenen Mitteln zu unterhalten, bevor sie Ansprüche gegen ihren Eltern geltend machen. Das Deutschlandstipendium zählt dabei zu den eigenen Einkünften der Stipendiatin oder des Stipendiaten.

Das Deutschlandstipendium hat keine Auswirkungen auf den Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung, solange die Stipendiatin oder der Stipendiat in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist (in der Regel bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters bzw. des 30. Lebensjahres). Anders liegt der Fall, wenn die Stipendiatin oder der Stipendiat (anschließend) als freiwilliges Mitglied versichert ist. Für freiwillige Mitglieder hat der Gesetzgeber die Erhebung von Mindestbeiträgen vorgeschrieben. So werden die Beiträge ausgehend von einer Bemessungsgrundlage in Höhe von derzeit 875,00 Euro berechnet. Überschreiten die beitragspflichtigen Einnahmen der Versicherten (hierzu gehören auch Stipendien) diesen Wert, sind die entsprechenden Einnahmen beitragspflichtig.

Das Stipendium wird auch dann fortgezahlt, wenn man sich in einem fachrichtungsbezogenen Auslandsaufenthalt befindet. Vorausgesetzt, man geht während der Dauer der Förderung ins Ausland. Das gilt unabhängig von einer eventuellen Beurlaubung an der Hochschule, die das Stipendium vergibt. Studiert man über das ERASMUS-Programm im Ausland, wird das Deutschlandstipendium auch dann fortgezahlt, wenn man als Stipendiatin oder Stipendiat gleichzeitig einen Mobilitätszuschuss vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) erhält.

Mutterschutz ist ein Grund für eine Beurlaubung. Bei einer Beurlaubung wird das Stipendium nicht während der Zeit der Beurlaubung weiter gezahlt, sondern erst bei Wiederaufnahme des Studiums. Außerdem ist es möglich, für die Dauer der Kindererziehung eine Verlängerung der Förderhöchstdauer zu beantragen. In diesem Fall kann das Deutschlandstipendium über die Regelstudienzeit hinaus ausgezahlt werden.

Hier ist zwischen Pflichtpraktika im In- und Ausland und sonstigen Praktika zu unterscheiden. Verpflichtende Inlandspraktika sind in das Studium integriert und stehen einer Auszahlung des Stipendiums nicht entgegen. Ähnlich verhält es sich mit Auslandspraktika, soweit sie in der jeweiligen Studienordnung vorgesehen sind; sie können als „fachrichtungsbezogene Auslandsaufenthalte“ angesehen werden. Lässt sich die Stipendiatin oder der Stipendiat für sonstige Praktika beurlauben, die in der jeweiligen Studienordnung nicht vorgesehen sind, wird das Stipendium in dieser Zeit nicht weiter gezahlt.

Nein, das Deutschlandstipendium wird monatlich als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt.

Die Entscheidung über die Auswahl der Stipendiaten und Stipendiatinnen erfolgt in den jeweiligen Fachbereichen. Hierzu wird eine Auswahlkommission gebildet, die die besten Bewerber nach einem Ranglistenverfahren auswählt. Die Fachbereiche nutzen ebenfalls ihre Kontakte, um für die Studierenden ihres Fachs geeignete Förderer zu finden.

Alle Studiengänge der TU Darmstadt haben die Möglichkeit, Förderer für ihre Stipendien einzuwerben. Die zu vergebenen Stipendien werden dabei proportional zu den in den Studiengängen eingeschriebenen Studierenden (Köpfe) den Fachbereichen zur Vergabe zugewiesen.

Bei einem Hochschulwechsel in dieselbe Fachrichtung wird ein Übergangssemester gewährt, d.h. das Stipendium wird ein Semester lang fortgezahlt. Dies gibt dem Studierenden die Möglichkeit, sich an der neuen Hochschule um ein Deutschlandstipendium zu bewerben. Ansonsten endet das Stipendium mit Ablauf des Monats, in dem der Stipendiat oder die Stipendiatin das Studium abgebrochen, die Fachrichtung gewechselt hat oder exmatrikuliert wird.

Stipendiaten sind zu keinerlei Gegenleistung gegenüber den Förderern verpflichtet.

Ein gutes Kommunikationsverhältnis zum Förderer trägt dazu bei, dass Förderer auch zukünftig bereit sind Studierende weiter zu fördern, sollten sie nochmals für ein Stipendium ausgewählt werden. Förderer bieten finanzielle Unterstützung, machen aber oftmals auch ideelle Angebote (z.B. Exkursionen) oder möchten die geförderten Stipendiaten einfach gerne kennen lernen.
Zeitnahe, freundliche und verbindliche Antworten auf Einladungen und Angebote von Förderern tragen zu einer gelingenden Kommunikation bei.